Childhood Vaccination Against Seasonal Influenza to Reduce the Overall Burden of Disease: Ethical Perspectives.
Impfung gegen saisonale Influenza im Kindesalter zur Reduktion der allgemeinen Krankheitslast – Ethische Perspektiven.
Journal
Gesundheitswesen (Bundesverband der Arzte des Offentlichen Gesundheitsdienstes (Germany))
ISSN: 1439-4421
Titre abrégé: Gesundheitswesen
Pays: Germany
ID NLM: 9204210
Informations de publication
Date de publication:
Jul 2019
Jul 2019
Historique:
pubmed:
12
7
2017
medline:
17
9
2019
entrez:
12
7
2017
Statut:
ppublish
Résumé
Childhood immunisation against seasonal influenza promises to reduce the burden of disease through herd immunity. The option of intranasal vaccination seemed to offer a more acceptable vaccination for children, as they are perceived to be less invasive. Yet, intranasal vaccines have been recently proven not to be as effective as presumed. In Germany, contradictory recommendations of the Standing Committee on Vaccination (STIKO) first, to use and then, in October 2016, not use these vaccines have been issued for the 2016-2017 season, whereas recommendations not to use them were already issued in the USA (CDC, ACIP). This controversy spurs the discussion of immunisation programmes for children again. Despite studies discussing the effectiveness of a comprehensive immunisation programme targeting children also in the German and wider European context, an accompanying ethical discussion is missing. We discuss several policy options from different key ethical perspectives that are widely used in public health: if seasonal influenza vaccination should be intensively offered to or even made mandatory for children to decrease the societal burden of the disease. Various ethical perspectives reflect the question how to balance individual autonomy, personal benefit and population benefit differently. A convincing justification for suggestions on immunisation policies has to balance norms anchored in different ethical theories. There are good reasons to offer immunisation programmes against seasonal influenza to children, using a voluntary, possibly incentive-based approach. Die Impfung von Kindern gegen saisonale Influenza um möglichst Herdimmunität zu erreichen, könnte die allgemeine Krankheitslast verringern und wird international diskutiert. Nasale Impfstoffe bieten eine neue Methode, die als sanfter empfunden werden könnte und somit potenziell akzeptabler für Kinder und Eltern erscheinen könnte. Allerdings haben sich diese Impfstoffe in jüngster Zeit als nicht so effektiv herausgestellt, wie erhofft. So gab es für die Grippe-Impfsaison 2016/2017 von der STIKO schon 2 verschiedene Empfehlungen, zuerst, die Impfung mit dem nasalen Impfstoff durchzuführen und, ab Oktober 2016, sie doch nicht fortzuführen. Die aktuellen Entwicklungen befördern Diskussionen von Kinder-Impfprogrammen. Obwohl einzelne Studien die Effektivität umfassender Impfprogramme gegen saisonale Influenza bei Kindern in Deutschland und Europa diskutieren, fehlt die ethische Betrachtung des Themas. Wir diskutieren aus ethischer Sicht mit Rückgriff auf zentrale und weithin im Bereich Public Health benutzte ethische Positionen, ob eine saisonale Influenzaimmunisierung im Kindesalter verstärkt angeboten werden oder sogar verpflichtend sein sollte, um die allgemeine Krankheitslast zu reduzieren. Bei der Anwendung diverser ethischer Perspektiven wird die Frage verschiedentlich beantwortet, wie man individuelle Autonomie, persönlichen und gesellschaftlichen Nutzen abwägen sollte. Eine überzeugende und plausible Rechtfertigung von Impfpolitiken muss verschiedene ethische Normen berücksichtigen und abwägen. Es gibt gute Gründe, Kindern gezielt Impfprogramme zur saisonalen Influenzaprävention anzubieten. Die Impfungen sollten allerdings freiwillig bleiben. Gleichwohl könnte man Anreiz-orientierte Ansätze erwägen.
Autres résumés
Type: Publisher
(ger)
Die Impfung von Kindern gegen saisonale Influenza um möglichst Herdimmunität zu erreichen, könnte die allgemeine Krankheitslast verringern und wird international diskutiert. Nasale Impfstoffe bieten eine neue Methode, die als sanfter empfunden werden könnte und somit potenziell akzeptabler für Kinder und Eltern erscheinen könnte. Allerdings haben sich diese Impfstoffe in jüngster Zeit als nicht so effektiv herausgestellt, wie erhofft. So gab es für die Grippe-Impfsaison 2016/2017 von der STIKO schon 2 verschiedene Empfehlungen, zuerst, die Impfung mit dem nasalen Impfstoff durchzuführen und, ab Oktober 2016, sie doch nicht fortzuführen. Die aktuellen Entwicklungen befördern Diskussionen von Kinder-Impfprogrammen. Obwohl einzelne Studien die Effektivität umfassender Impfprogramme gegen saisonale Influenza bei Kindern in Deutschland und Europa diskutieren, fehlt die ethische Betrachtung des Themas.
Identifiants
pubmed: 28697522
doi: 10.1055/s-0043-111235
doi:
Substances chimiques
Influenza Vaccines
0
Types de publication
Journal Article
Review
Langues
eng
Sous-ensembles de citation
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Déclaration de conflit d'intérêts
Peter Schröder-Bäck spoke on invitation by the European Public Health Association (EUPHA) at the Pre-Conference: “Childhood vaccination – tackling the societal burden of disease of seasonal influenza’” on the topic “Views from ethics in public health” (Glasgow, 20.11.2014). Hotel and flight costs were reimbursed by EUPHA, no honorarium was paid. This preconference was supported with an unrestricted grant from AstraZeneca to EUPHA. The authors declare that they have no other competing interests.