[Major depression and liver disease: the role of microbiome and inflammation].

Depressionen und Lebererkrankungen: Die Rolle von Mikrobiom und Inflammation.

Journal

Fortschritte der Neurologie-Psychiatrie
ISSN: 1439-3522
Titre abrégé: Fortschr Neurol Psychiatr
Pays: Germany
ID NLM: 8103137

Informations de publication

Date de publication:
02 2019
Historique:
pubmed: 1 3 2018
medline: 2 8 2019
entrez: 1 3 2018
Statut: ppublish

Résumé

Depression and liver disease are closely associated. Every third patient with liver cirrhosis or hepatitis shows depressive symptoms. On the other hand, every third patient with depressive disorder develops an alcohol disorder at some point during his / her life. A crucial link between depression and hepatic disease seems to be inflammatory processes in which the microbiome and increased intestinal permeability of the intestine play a pivotal role. Depression as well as liver disease, alcohol consumption, stress, and aging processes disturb the delicate balance of intestinal microbiota resulting in increased intestinal permeability. Therefore, bacteria or their metabolites such as the endotoxine lipopolysaccharide are able to reach the blood circulation resulting in inflammation in the liver as well as in the brain via a cytokine cascade, which in turn can lead to liver changes, depression, obesity, and metabolic syndrome. Therefore, liver values, blood glucose levels, and metabolic parameters should be closely monitored in patients with depressive disorders, and in the case of patients with hepatic diseases, increased attention should be given to depressive symptoms, diabetes and obesity. Zwischen Depressionen und Lebererkrankungen besteht ein e nger Zusammenhang. Jeder dritte Leberzirrhosepatient und jeder dritte Hepatitispatient ist depressiv. Andererseits entwickelt jeder dritte Patient mit Depressionen im Verlauf seines Lebens eine Alkoholerkrankung, in deren Folge Lebererkrankungen auftreten können. Ein entscheidendes Bindeglied zwischen Lebererkrankungen und Depressionen sind Entzündungsprozesse. Das systemische inflammatorische Milieu ist bei vielen Lebererkrankungen verändert. Außerdem scheint das Mikrobiom und eine erhöhte intestinale Permeabilität des Darms eine große Bedeutung zu haben. Sowohl Depressionen als auch Lebererkrankungen, Alkoholkonsum, Stress und Altersprozesse verschieben das empfindliche Gleichgewicht der Darmmikrobiota und resultieren in einer erhöhten intestinalen Permeabilität. Bakterien und ihre Metabolite wie das Endotoxin Lipopolysaccharid können so in die Blutzirkulation gelangen und sowohl in der Leber als auch im Gehirn über eine Zytokinkaskade Entzündungen auslösen, die wiederum zu Leberveränderungen sowie zu Depressionen, Adipositas und metabolischem Syndrom führen. Daher sollten bei depressiven Erkrankungen Leberentzündungswerte wie auch Marker für die Lebersynthese und Leberentgiftungsfunktion regelmäßig kontrolliert werden. Umgekehrt sollte bei Patienten mit Lebererkrankungen verstärkt auf depressive Symptome geachtet werden, die eine differentielle Therapie unter Berücksichtigung des Stadiums der Lebererkrankung erfordern.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Zwischen Depressionen und Lebererkrankungen besteht ein e nger Zusammenhang. Jeder dritte Leberzirrhosepatient und jeder dritte Hepatitispatient ist depressiv. Andererseits entwickelt jeder dritte Patient mit Depressionen im Verlauf seines Lebens eine Alkoholerkrankung, in deren Folge Lebererkrankungen auftreten können. Ein entscheidendes Bindeglied zwischen Lebererkrankungen und Depressionen sind Entzündungsprozesse. Das systemische inflammatorische Milieu ist bei vielen Lebererkrankungen verändert. Außerdem scheint das Mikrobiom und eine erhöhte intestinale Permeabilität des Darms eine große Bedeutung zu haben. Sowohl Depressionen als auch Lebererkrankungen, Alkoholkonsum, Stress und Altersprozesse verschieben das empfindliche Gleichgewicht der Darmmikrobiota und resultieren in einer erhöhten intestinalen Permeabilität. Bakterien und ihre Metabolite wie das Endotoxin Lipopolysaccharid können so in die Blutzirkulation gelangen und sowohl in der Leber als auch im Gehirn über eine Zytokinkaskade Entzündungen auslösen, die wiederum zu Leberveränderungen sowie zu Depressionen, Adipositas und metabolischem Syndrom führen. Daher sollten bei depressiven Erkrankungen Leberentzündungswerte wie auch Marker für die Lebersynthese und Leberentgiftungsfunktion regelmäßig kontrolliert werden. Umgekehrt sollte bei Patienten mit Lebererkrankungen verstärkt auf depressive Symptome geachtet werden, die eine differentielle Therapie unter Berücksichtigung des Stadiums der Lebererkrankung erfordern.

Identifiants

pubmed: 29490382
doi: 10.1055/s-0043-123068
doi:

Substances chimiques

Blood Glucose 0
Cytokines 0

Types de publication

Journal Article Review

Langues

ger

Pagination

12-21

Informations de copyright

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York.

Déclaration de conflit d'intérêts

Kai G. Kahl received Speaker honoraria by Servier, EliLilly, Otsuka and Trommsdorf. Tillmann H.C. Krüger received speaker honoraria by Servier and EliLilly. Gabriel Eckermann received speaker honoraria by Servier and neuraxpharm. Heiner Wedemeyer received speaker honoraria by Abbvie, BMS, Gilead, Janssen, Merck/MAS.

Auteurs

Kai G Kahl (KG)

Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie, Medizinische Hochschule Hannover.
Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie, Arbeitsgruppe Polypharmazie.

Tillmann Krüger (T)

Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie, Medizinische Hochschule Hannover.

Gabriel Eckermann (G)

Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie, Arbeitsgruppe Polypharmazie.

Heiner Wedemeyer (H)

Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, Medizinische Hochschule Hannover Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie.

Articles similaires

[Redispensing of expensive oral anticancer medicines: a practical application].

Lisanne N van Merendonk, Kübra Akgöl, Bastiaan Nuijen
1.00
Humans Antineoplastic Agents Administration, Oral Drug Costs Counterfeit Drugs

Smoking Cessation and Incident Cardiovascular Disease.

Jun Hwan Cho, Seung Yong Shin, Hoseob Kim et al.
1.00
Humans Male Smoking Cessation Cardiovascular Diseases Female
Humans United States Aged Cross-Sectional Studies Medicare Part C
1.00
Humans Yoga Low Back Pain Female Male

Classifications MeSH