[The phenomenology of delusions of poisoning in persons with paranoid schizophrenia].

Die Phänomenologie des Vergiftungswahns bei Menschen mit paranoider Schizophrenie.

Journal

Fortschritte der Neurologie-Psychiatrie
ISSN: 1439-3522
Titre abrégé: Fortschr Neurol Psychiatr
Pays: Germany
ID NLM: 8103137

Informations de publication

Date de publication:
Dec 2019
Historique:
pubmed: 8 8 2019
medline: 20 12 2019
entrez: 8 8 2019
Statut: ppublish

Résumé

The aim of the study was to investigate delusions of poisoning in people with paranoid schizophrenia. Specifically, how often delusions of poisoning occur, how the delusional content is represented and to what extent women and men differ in delusions of poisoning were analysed. Data were collected retrospectively from two psychiatric wards in Germany. Base material comprised the medical records of all persons receiving inpatient treatment due to their paranoid schizophrenia between 2010 and 2014 in one of the two psychiatric wards. The sample consisted of 156 people (96 women, 60 men) diagnosed with paranoid schizophrenia showing delusions of poisoning. Delusions of poisoning were a common delusional theme which significantly more often occurred in women than in men. Moreover, women were significantly more likely to have delusions of persecution in addition to their delusions of poisoning. Overall, people with delusions of poisoning often reported being poisoned by close relatives or health workers. Most of those affected assumed that poisoning was carried out through medication, food or drinks. ZIEL:: Ziel der Studie war es, den Vergiftungswahn bei Personen mit paranoider Schizophrenie zu untersuchen. Konkret wurde analysiert, wie häufig der Vergiftungswahn vorkommt, wie der Vergiftungswahn inhaltlich ausgestaltet ist und inwieweit sich Frauen und Männer hinsichtlich des Vergiftungswahns unterscheiden. METHODIK & STICHPROBE:: Die Daten wurden retrospektiv in zwei Einrichtungen der Psychiatrie in Deutschland erhoben. Ausgangsmaterial waren die Krankenakten aller Personen, die zwischen 2010 und 2014 aufgrund einer paranoiden Schizophrenie in einer der beiden Einrichtungen stationär behandelt wurden. Die Stichprobe umfasste 156 Personen (96 Frauen, 60 Männer) mit der Diagnose einer paranoiden Schizophrenie, bei denen eine Vergiftungswahnsymptomatik vorlag. ERGEBNISSE:: Beim Vergiftungswahn handelte es sich um ein häufig vorkommendes Wahnthema, von dem Frauen signifikant häufiger als Männer betroffen waren. Des Weiteren wiesen Frauen zusätzlich zum Vergiftungswahn signifikant häufiger einen Beeinträchtigungs- und Verfolgungswahn auf. Insgesamt berichteten Menschen mit Vergiftungswahn häufig eine Vergiftung durch nahestehende Angehörige oder durch das Gesundheitspersonal. Meist wähnten die Betroffenen, über die Medikation, die Nahrung oder Getränke vergiftet zu werden.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
ZIEL:: Ziel der Studie war es, den Vergiftungswahn bei Personen mit paranoider Schizophrenie zu untersuchen. Konkret wurde analysiert, wie häufig der Vergiftungswahn vorkommt, wie der Vergiftungswahn inhaltlich ausgestaltet ist und inwieweit sich Frauen und Männer hinsichtlich des Vergiftungswahns unterscheiden. METHODIK & STICHPROBE:: Die Daten wurden retrospektiv in zwei Einrichtungen der Psychiatrie in Deutschland erhoben. Ausgangsmaterial waren die Krankenakten aller Personen, die zwischen 2010 und 2014 aufgrund einer paranoiden Schizophrenie in einer der beiden Einrichtungen stationär behandelt wurden. Die Stichprobe umfasste 156 Personen (96 Frauen, 60 Männer) mit der Diagnose einer paranoiden Schizophrenie, bei denen eine Vergiftungswahnsymptomatik vorlag. ERGEBNISSE:: Beim Vergiftungswahn handelte es sich um ein häufig vorkommendes Wahnthema, von dem Frauen signifikant häufiger als Männer betroffen waren. Des Weiteren wiesen Frauen zusätzlich zum Vergiftungswahn signifikant häufiger einen Beeinträchtigungs- und Verfolgungswahn auf. Insgesamt berichteten Menschen mit Vergiftungswahn häufig eine Vergiftung durch nahestehende Angehörige oder durch das Gesundheitspersonal. Meist wähnten die Betroffenen, über die Medikation, die Nahrung oder Getränke vergiftet zu werden.

Identifiants

pubmed: 31390658
doi: 10.1055/a-0846-3950
doi:

Types de publication

Journal Article

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

695-701

Informations de copyright

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York.

Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Vera Rössler (V)

Universität Innsbruck, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft, Institut für Psychologie.

Maria Hildegard Walter (MH)

Universität Innsbruck, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft, Institut für Psychologie.

Rainer Richter (R)

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie.

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