[Update ESC-Guideline: Management of cardiovascular diseases during pregnancy - What is important?]

Update ESC-Leitlinie: Kardiovaskuläre Erkrankungen während der Schwangerschaft – Worauf kommt es an?

Journal

Deutsche medizinische Wochenschrift (1946)
ISSN: 1439-4413
Titre abrégé: Dtsch Med Wochenschr
Pays: Germany
ID NLM: 0006723

Informations de publication

Date de publication:
12 2019
Historique:
entrez: 3 12 2019
pubmed: 4 12 2019
medline: 17 4 2020
Statut: ppublish

Résumé

The treatment of pregnant patients with a cardiovascular disease is a special challenge to deal with. Before getting pregnant all cardiac patients should get medical advice accordingly to their risk profile in the modified World Health Organization classification of maternal cardiovascular risk. This article has the aim to give an overview of the new or changed recommendations of the new ESC-Guideline for the management of cardiovascular diseases during pregnancy. FRüHZEITIGE BERATUNG SCHON VOR DER SCHWANGERSCHAFT:  Alle herzkranken Patientinnen sollten vor einer Schwangerschaft entsprechend ihrem Risikoprofil anhand der mWHO-Klassifizierung (modifizierte World Health Organization) für mütterliches Risiko beraten werden, im besten Fall von einem Schwangerschafts-Herz-Team. DIAGNOSTIK VOR UND WäHREND DER SCHWANGERSCHAFT:  Bei Verdacht auf eine pulmonale Hypertonie hat die Rechtsherzkatheteruntersuchung nach entsprechender Risiko-Nutzen-Abwägung eine IC-Empfehlung, auch während der Schwangerschaft. Für Rhythmusstörungen wurden Überwachungsstufen für die Geburt abhängig vom Arrhythmierisiko definiert. SPEZIELLE KRANKHEITSBILDER:  Zur Thromboseprophylaxe und -therapie ist körpergewichtsadaptiert niedermolekulares Heparin mit wöchentlichen Anti-Xa-Spiegel-Kontrollen oder unfraktioniertes Heparin mit regelmäßigen aPTT-Kontrollen empfohlen. Eine orale Antikoagulation darf bei niedriger Dosierung neu auch schon während des 1. Trimenons eingesetzt werden. Bei hochgradiger Mitralklappenstenose wird nun eine Behandlung vor der Schwangerschaft empfohlen. Die Empfehlung zur Katheterablation von symptomatischen supraventrikulären Tachykardien wurde von IIbC auf IIaC hochgestuft. Bromocriptin erhielt eine Empfehlung bei postpartaler Kardiomyopathie (IIbB). Bei herzkranken Patientinnen sollte ab der 40. Schwangerschaftswoche eine Geburtseinleitung erwogen werden. MEDIKAMENTE – WELCHE SIND WANN SICHER?:  In der PLLR (Pregnancy and Lactation Rule) hat die neue Leitlinie 150 Medikamente mit ihrem Gefährdungspotenzial aufgeführt. Darüber hinaus können die Webseiten www.safefetus.com oder www.embryotox.de genutzt werden.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
FRüHZEITIGE BERATUNG SCHON VOR DER SCHWANGERSCHAFT:  Alle herzkranken Patientinnen sollten vor einer Schwangerschaft entsprechend ihrem Risikoprofil anhand der mWHO-Klassifizierung (modifizierte World Health Organization) für mütterliches Risiko beraten werden, im besten Fall von einem Schwangerschafts-Herz-Team. DIAGNOSTIK VOR UND WäHREND DER SCHWANGERSCHAFT:  Bei Verdacht auf eine pulmonale Hypertonie hat die Rechtsherzkatheteruntersuchung nach entsprechender Risiko-Nutzen-Abwägung eine IC-Empfehlung, auch während der Schwangerschaft. Für Rhythmusstörungen wurden Überwachungsstufen für die Geburt abhängig vom Arrhythmierisiko definiert. SPEZIELLE KRANKHEITSBILDER:  Zur Thromboseprophylaxe und -therapie ist körpergewichtsadaptiert niedermolekulares Heparin mit wöchentlichen Anti-Xa-Spiegel-Kontrollen oder unfraktioniertes Heparin mit regelmäßigen aPTT-Kontrollen empfohlen. Eine orale Antikoagulation darf bei niedriger Dosierung neu auch schon während des 1. Trimenons eingesetzt werden. Bei hochgradiger Mitralklappenstenose wird nun eine Behandlung vor der Schwangerschaft empfohlen. Die Empfehlung zur Katheterablation von symptomatischen supraventrikulären Tachykardien wurde von IIbC auf IIaC hochgestuft. Bromocriptin erhielt eine Empfehlung bei postpartaler Kardiomyopathie (IIbB). Bei herzkranken Patientinnen sollte ab der 40. Schwangerschaftswoche eine Geburtseinleitung erwogen werden. MEDIKAMENTE – WELCHE SIND WANN SICHER?:  In der PLLR (Pregnancy and Lactation Rule) hat die neue Leitlinie 150 Medikamente mit ihrem Gefährdungspotenzial aufgeführt. Darüber hinaus können die Webseiten www.safefetus.com oder www.embryotox.de genutzt werden.

Identifiants

pubmed: 31791076
doi: 10.1055/a-0883-7206
doi:

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Journal Article

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ger

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IM

Pagination

1709-1713

Informations de copyright

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York.

Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Kathrin Klein (K)

Klinik für Kardiologe, Angiologie und Pneumologie der Universitätsklinik Düsseldorf.

Athanasios Karathanos (A)

Klinik für Kardiologe, Angiologie und Pneumologie der Universitätsklinik Düsseldorf.

Yvonne Heinen (Y)

Klinik für Kardiologe, Angiologie und Pneumologie der Universitätsklinik Düsseldorf.

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