[Spinal Muscular Atrophy - expert recommendations for the use of nusinersen in adult patients].

Spinale Muskelatrophie – Expertenempfehlungen zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Nusinersen.

Journal

Fortschritte der Neurologie-Psychiatrie
ISSN: 1439-3522
Titre abrégé: Fortschr Neurol Psychiatr
Pays: Germany
ID NLM: 8103137

Informations de publication

Date de publication:
Dec 2019
Historique:
entrez: 18 12 2019
pubmed: 18 12 2019
medline: 20 12 2019
Statut: ppublish

Résumé

With Nusinersen, a first causative treatment for 5q-associated spinal muscular atrophy (SMA) has been available in Europe since 2017. Real-world data from neuromuscular clinical centers in Germany increasingly show a therapeutic benefit of nusinersen also in adult SMA patients of both sexes: in many cases, relevant improvements in or at least a stabilization of motor functions are achieved, potentially leading to enhanced autonomy in activities of daily life and to improved quality of living. Even in patients with severe spinal deformities, intrathecal application is usually feasible and safe using imaging modalities. Regular systematic evaluation of the motor status with validated instruments is crucial for adequate monitoring of the therapeutic effects. The documentation in SMA registries enables systematic development of a database for further development of this novel treatment paradigm. Relevant aspects of this novel therapeutic principle were discussed at an experts conference in Frankfurt / Main in February 2019. Seit 2017 steht mit Nusinersen die erste kausale Therapie der 5q-assoziierten spinalen Muskelatrophie (SMA) zur Verfügung. Erfahrungen aus der Praxis an neuromuskulären Zentren in Deutschland zeigen zunehmend den therapeutischen Nutzen von Nusinersen auch bei erwachsenen SMA-Patienten beiderlei Geschlechts: Vielfach gelingt eine Stabilisierung bzw. eine relevante Verbesserung motorischer Funktionen, die die Autonomie bei Alltagsaktivitäten und die Lebensqualität steigern können. Die intrathekale Applikation ist auch bei schweren spinalen Deformitäten unter Bildgebung in der Regel komplikationsfrei durchführbar. Zum Monitoring des therapeutischen Effekts ist eine regelmäßige systematische Evaluation des motorischen Status mit validierten Instrumenten zu empfehlen. Die Dokumentation in einem SMA-Register ermöglicht den systematischen Aufbau einer Datenbasis zur Weiterentwicklung des therapeutischen Gesamtkonzepts. Relevante Aspekte dieses neuartigen Therapieprinzips diskutierten Experten im Rahmen einer Konferenz in Frankfurt am Main im Februar 2019.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Seit 2017 steht mit Nusinersen die erste kausale Therapie der 5q-assoziierten spinalen Muskelatrophie (SMA) zur Verfügung. Erfahrungen aus der Praxis an neuromuskulären Zentren in Deutschland zeigen zunehmend den therapeutischen Nutzen von Nusinersen auch bei erwachsenen SMA-Patienten beiderlei Geschlechts: Vielfach gelingt eine Stabilisierung bzw. eine relevante Verbesserung motorischer Funktionen, die die Autonomie bei Alltagsaktivitäten und die Lebensqualität steigern können. Die intrathekale Applikation ist auch bei schweren spinalen Deformitäten unter Bildgebung in der Regel komplikationsfrei durchführbar. Zum Monitoring des therapeutischen Effekts ist eine regelmäßige systematische Evaluation des motorischen Status mit validierten Instrumenten zu empfehlen. Die Dokumentation in einem SMA-Register ermöglicht den systematischen Aufbau einer Datenbasis zur Weiterentwicklung des therapeutischen Gesamtkonzepts. Relevante Aspekte dieses neuartigen Therapieprinzips diskutierten Experten im Rahmen einer Konferenz in Frankfurt am Main im Februar 2019.

Identifiants

pubmed: 31847032
doi: 10.1055/a-0996-0994
doi:

Substances chimiques

Oligonucleotides 0
nusinersen 5Z9SP3X666

Types de publication

Journal Article

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

703-710

Informations de copyright

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York.

Déclaration de conflit d'intérêts

Der Beitrag entstand im Rahmen eines von Biogen unterstützten Expertenworkshops, in dem die Autoren beratend tätig waren.T. Hagenacker ist als Berater für Advisory Boards, sowie als Referent für Fortbildungsveranstaltungen und wissenschaftliche Veranstaltungen der Firma Biogen tätig. Außerdem hat er finanzielle Forschungsuntertützung von Biogen erhalten. M.C. Walter hat an Advisory boards der Firmen, Avexis, Biogen, Novartis, Roche, Santhera, Sarepta, PTC Therapeutics, Ultragenyx, Wave Sciences teilgenommen, hat Vortragshonorare von Novartis, Biogen, Ultragenyx, Santhera, PTC Therapeutics erhalten und war als Ad-Hoc-Beraterin für AskBio, Audentes Therapeutics, Biogen Pharma GmbH, Fulcrum Therapeutics, GLG Consult, Guidepoint Global, Gruenenthal Pharma, Novartis, PTC Therapeutics tätig.M. Weiler hat an wissenschaftlichen Veranstaltungen teilgenommen, die von der Firma Biogen gesponsort wurden. Er ist zudem als Berater für Advisory Boards sowie als Referent für Fortbildungsveranstaltungen der Firma Biogen tätig.A. Hermann ist als Berater für Advisory Boards der Firma Biogen und DESITIN tätig.C. Kamm hat an wissenschaftlichen Veranstaltungen teilgenommen, die von der Firma Biogen gesponsert wurden. Er ist zudem als Berater für Advisory Boards sowie als Referent für Fortbildungsveranstaltungen der Firma Biogen tätig.C.D. Wurster ist als Beraterin für Advisory Boards sowie als Referentin für Fortbildungsveranstaltungen der Firma Biogen tätig. Sie ist zudem als Beraterin der Firma Hoffmann-La Roche tätig.R. Günther hat an wissenschaftlichen Veranstaltungen teilgenommen, die von der Firma Biogen gesponsort wurden. Er ist zudem als Berater für Advisory Boards sowie als Referent für Fortbildungsveranstaltungen der Firma Biogen tätig.C. Kleinschnitz ist als Berater für Advisory Boards sowie als Referent für Fortbildungsveranstaltungen und wissenschaftliche Veranstaltungen der Firma Biogen, Novartis und Roche tätig.

Auteurs

Tim Hagenacker (T)

Klinik für Neurologie, Universitätsmedizin Essen.

Andreas Hermann (A)

Sektion für Translationale Neurodegeneration "Albrecht Kossel", Klinik und Poliklinik für Neurologie Universitätsmedizin Rostock.

Christoph Kamm (C)

Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsmedizin Rostock.

Maggie C Walter (MC)

M.A. Friedrich-Baur-Institut, Neurologische Klinik und Poliklinik, Ludwig-Maximilians-Universität.

Markus Weiler (M)

Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg.

René Günther (R)

Klinik und Poliklinik für Neurologie, Technische Universität Dresden.

Claudia D Wurster (CD)

Klinik für Neurologie, Rehabilitations- und Universitätskliniken Ulm.

Christoph Kleinschnitz (C)

Klinik für Neurologie, Universitätsmedizin Essen.

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