[Base Rate of Probable Malingering and its Indicators in the Assessment of Mental Disorders - Retrospective Analysis of a Sample of Forensic Psychological Evaluations].
Prävalenz nicht-authentischer Beschwerdenbilder und Indikatoren in der Begutachtung psychischer und psychosomatischer Störungen – retrospektive Analyse einer Begutachtungsstichprobe.
Journal
Die Rehabilitation
ISSN: 1439-1309
Titre abrégé: Rehabilitation (Stuttg)
Pays: Germany
ID NLM: 0401273
Informations de publication
Date de publication:
Aug 2020
Aug 2020
Historique:
pubmed:
7
4
2020
medline:
8
9
2020
entrez:
7
4
2020
Statut:
ppublish
Résumé
Estimation of a base rate of malingering in accordance with changes of the complexity of assessment in a sample of forensic psychological evaluations. We performed a retrospective analysis of 1175 psychological evaluations over the course of 16 years (2000-2015). With the use of increasingly complex methods, inconsistencies are reported more frequently and a higher rate of feigning (47,2%) in symptom validity testing is noted. However, the overall rate of malingering is only 15,8%. A uniform multi-methods approach guarantees that there does not develop any bias in the assessment across evaluators. The revealed rate of malingering matches recent reviews that call into question estimations which had yielded substantially higher rates. Symptom validity tests serve as an important decision-making tool for psychological evaluators. For the overall assessment, however, other possible inconsistencies are taken into account. Gutachterliche Entscheidungen hinsichtlich nicht-authentischer Beschwerdendarstellungen psychischer und psychosomatischer Störungen wurden untersucht. Änderungen der Gutachtenmethodik über die Zeit und andere Einflussfaktoren sollten berücksichtigt werden. Es erfolgte die retrospektive Analyse eines Gutachtenpools einer psychologischen Begutachtungsstelle zur Zusammenhangsfrage bei psychischen Störungen (n=1175), der über einen Zeitraum von 16 Jahren (2000–2015) erstellt wurde. Mit komplexerer Methodik über die Zeit werden häufiger Inkonsistenzen in der Datenlage aufgeführt. Antwortverzerrungen in Beschwerdenvalidierungsverfahren sind häufig (47,2%), die Einschätzung eines insgesamt nicht-authentischen Beschwerdenbildes ist jedoch geringer (bis 15,8%). Ein Gutachter-Bias findet sich bei einheitlicher Methodik nicht. Aktuelle eher niedrigere Schätzungen nicht-authentischer Beschwerdenbilder in Gutachten werden gestützt. Beschwerdenvalidierungsverfahren werden als bedeutende Entscheidungsquelle von psychologischen Gutachtern genutzt. Für die Gesamteinschätzung von Antwortverhalten ist jedoch ein multimethodales Vorgehen notwendig.
Autres résumés
Type: Publisher
(ger)
Gutachterliche Entscheidungen hinsichtlich nicht-authentischer Beschwerdendarstellungen psychischer und psychosomatischer Störungen wurden untersucht. Änderungen der Gutachtenmethodik über die Zeit und andere Einflussfaktoren sollten berücksichtigt werden.
Types de publication
Journal Article
Langues
ger
Sous-ensembles de citation
IM
Pagination
231-236Subventions
Organisme : 412.02-FR223
ID : Es erfolgte eine Forschungsförderung durch Mittel der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
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TS und UU erstellen Gutachten für Gesetzliche Unfallversicherungen und andere Versicherungsträger. UU ist als beratender Psychologe für verschiedene UV-Träger tätig.