The Digital Healthcare Act - a Turning Point in the German Digitisation Strategy?

Das Digitale-Versorgung-Gesetz – eine Zäsur der deutschen Digitalisierungsstrategie?

Journal

Zeitschrift fur Orthopadie und Unfallchirurgie
ISSN: 1864-6743
Titre abrégé: Z Orthop Unfall
Pays: Germany
ID NLM: 101308227

Informations de publication

Date de publication:
06 2021
Historique:
pubmed: 5 5 2020
medline: 16 6 2021
entrez: 5 5 2020
Statut: ppublish

Résumé

The recently ratified Digital Healthcare Act - DVG - has paved the way, among other issues, for the prescription of health apps. The German DVG creates an entitlement to health apps for the very first time. However, this entitlement is initially limited to low-risk medical devices that have been included in the publicly accessible Register for Digital Health Applications by the German Federal Institute for Drugs and Medical Devices. Listing in the register is granted, if the manufacturer has submitted a health app and verified that it meets basic requirements for medical devices and data security as well as positive health care effects. It is questionable, whether the DVG will lead to sustainable improvements in future patient care. In order to pursue this question and align the DGOUC's digitization strategy closely with its basis, an online survey was conducted among the respective members on the DVG's content and its associated opportunities and risks. A total of 461 German-speaking, predominantly male, experienced and elderly physicians in leading positions took part in the survey. In this study, it was shown that the majority of the participating German orthopaedic and trauma surgeons is not familiar with the DVG's contents. Despite a fundamentally positive attitude towards digitization, scepticism about the use of "apps on prescription" and potential risks still prevails at present. The closing of ranks between medicine, IT and the legislature via interdisciplinary expert groups and the involvement of medical societies might be obligatory. Mit dem kürzlich ratifizierten Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG wurde der Weg geebnet u. a. für die Verschreibung von Gesundheits-Apps auf Rezept. Das DVG schafft erstmalig einen Leistungsanspruch deutscher (gesetzlich) Versicherter auf digitale Gesundheitsanwendungen, beschränkt auf Medizinprodukte niedriger Risikoklassen. Die Aufnahme in das Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen erfolgt nach Antragstellung durch den Hersteller und Prüfung, ob die Gesundheits-App grundlegende Anforderungen an Medizinprodukte und Datensicherheit sowie positive Versorgungseffekte aufweist. Um der Fragestellung nachzugehen, ob das DVG künftig eine nachhaltige Verbesserung in der Patientenversorgung bewirken kann und um die Digitalisierungsstrategie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie und des Berufsverbands für Orthopädie und Unfallchirurgie basisnah ausrichten zu können, wurde unter den entsprechenden Mitgliedern eine Onlineumfrage zur Thematik des DVGs und dessen konsekutiven Chancen und Risiken durchgeführt. An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 461 deutschsprachige, überwiegend männliche, erfahrene und ältere Ärzte in Führungspositionen. In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass dem Großteil der teilnehmenden deutschen Orthopäden und Unfallchirurgen, trotz eines grundlegenden, positiven Interesses an der Digitalisierung, die Inhalte des DVGs unbekannt sind und derzeit noch eine skeptische Haltung gegenüber der Verschreibung von „Apps auf Rezept“ und möglicher aktuell nicht abschätzbarer Risiken herrscht. Der Schulterschluss von Medizin, IT und Legislative in Form von sektorübergreifenden Expertengruppen und einer Involvierung von medizinischen Fachgesellschaften ist als obligat anzusehen.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Mit dem kürzlich ratifizierten Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG wurde der Weg geebnet u. a. für die Verschreibung von Gesundheits-Apps auf Rezept. Das DVG schafft erstmalig einen Leistungsanspruch deutscher (gesetzlich) Versicherter auf digitale Gesundheitsanwendungen, beschränkt auf Medizinprodukte niedriger Risikoklassen. Die Aufnahme in das Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen erfolgt nach Antragstellung durch den Hersteller und Prüfung, ob die Gesundheits-App grundlegende Anforderungen an Medizinprodukte und Datensicherheit sowie positive Versorgungseffekte aufweist. Um der Fragestellung nachzugehen, ob das DVG künftig eine nachhaltige Verbesserung in der Patientenversorgung bewirken kann und um die Digitalisierungsstrategie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie und des Berufsverbands für Orthopädie und Unfallchirurgie basisnah ausrichten zu können, wurde unter den entsprechenden Mitgliedern eine Onlineumfrage zur Thematik des DVGs und dessen konsekutiven Chancen und Risiken durchgeführt. An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 461 deutschsprachige, überwiegend männliche, erfahrene und ältere Ärzte in Führungspositionen. In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass dem Großteil der teilnehmenden deutschen Orthopäden und Unfallchirurgen, trotz eines grundlegenden, positiven Interesses an der Digitalisierung, die Inhalte des DVGs unbekannt sind und derzeit noch eine skeptische Haltung gegenüber der Verschreibung von „Apps auf Rezept“ und möglicher aktuell nicht abschätzbarer Risiken herrscht. Der Schulterschluss von Medizin, IT und Legislative in Form von sektorübergreifenden Expertengruppen und einer Involvierung von medizinischen Fachgesellschaften ist als obligat anzusehen.

Identifiants

pubmed: 32365397
doi: 10.1055/a-1141-4274
doi:

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Journal Article

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eng ger

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259-265

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Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

F. Dittrich is employed at Mediploy GmbH and is therefore a developer and publisher of health apps. U.-V. Albrecht, U. von Jan, C. Malinka, J. Ansorg, J. Jung and D. A. Back state that there is no conflict of interest./F. Dittrich ist in der Mediploy GmbH tätig und somit Entwickler und Herausgeber von Gesundheits-Apps. U.-V. Albrecht, U. von Jan, C. Malinka, J. Ansorg, J. Jung und D. A. Back geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Florian Dittrich (F)

Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Homburg.
Gelenkzentrum Bergisch Land, Fabricius Klinik Remscheid.

Urs-Vito Albrecht (UV)

Peter L. Reichertz Institute for Medical Informatics, TU Brunswick and Medical College Hannover.

Ute von Jan (U)

Peter L. Reichertz Institute for Medical Informatics, TU Brunswick and Medical College Hannover.

Christin Malinka (C)

Peter L. Reichertz Institute for Medical Informatics, TU Brunswick and Medical College Hannover.

Jörg Ansorg (J)

Director, Orthopaedics and Trauma Surgery Professional Association e. V., Berlin.

Jochen Jung (J)

Department of Orthopaedics, Diakonie Hospital Bad Kreuznach.

David Alexander Back (DA)

Department of Trauma Surgery and Orthopaedics, Septic and Reconstructive Surgery, Bundeswehr Hospital Berlin.

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