[Can a National Health Portal Support Primary Care? - A Survey of General Practitioners].
Kann ein nationales Gesundheitsportal die Primärversorgung unterstützen? – Ergebnisse einer Befragungsstudie unter Hausärzten.
Journal
Gesundheitswesen (Bundesverband der Arzte des Offentlichen Gesundheitsdienstes (Germany))
ISSN: 1439-4421
Titre abrégé: Gesundheitswesen
Pays: Germany
ID NLM: 9204210
Informations de publication
Date de publication:
Sep 2021
Sep 2021
Historique:
pubmed:
2
7
2020
medline:
11
9
2021
entrez:
2
7
2020
Statut:
ppublish
Résumé
The Federal Ministry of Health (BMG) is planning to set up an independent national health portal to provide evidence-based health information. As a desirable characteristic it should support doctors in their informational and advisory work. General practitioners, who deal with a wide range of symptoms, illnesses and patients, could benefit from this. In cooperation with the BMG's health innovation hub (hih), a research project was initiated in which GP positions, needs and requirements regarding a national health portal were identified. Based on a preliminary qualitative study, a total of 745 GPs in Rhineland-Palatinate and Saarland were interviewed in the course of a survey in early 2020. In addition to the descriptive analysis, a t-test with independent samples was used to identify significant differences between two groups. GPs expressed a need for a national health portal; 54% evaluated the concept positively and 49% saw a great potential for such support. Above all, help regarding medical advice (68%), optimization of doctor-patient communication (56%), stabilization of anxious patients (42%) and a better 'training' in dealing with the health system (41%) as also long- term stabilization of supply settings (38%) were mentioned. Focus on prevention (91%) and a symptom-oriented presentation (62%) were considered important by GPs. Some GPs would also consider using this platform to compile information for their patients (45%) and exchange information with colleagues (44%). In the creation of a national health portal, GPs see significant opportunities for better patient information and counseling. On the one hand, the portal should be guideline based, and information conveyed in an understandable and symptom-oriented manner. On the other hand, it should support the doctor-patient relationship and improve orientation in healthcare. Open questions remain such as how to find the portal easily. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) plant die Einrichtung eines unabhängigen nationalen Gesundheitsportals, das evidenzbasierte Gesundheitsinformationen zur Verfügung stellen soll. Eine wünschenswerte Eigenschaft soll darin bestehen, Ärzte bei ihrer informierenden und beratenden Tätigkeit zu unterstützen. Gerade Hausärzte, die mit einer großen Bandbreite an Symptomen, Erkrankungen und Patienten zu tun haben, könnten hiervon profitieren. In Kooperation mit dem health innovation hub (hih) des BMG wurde ein Forschungsprojekt initiiert, bei dem hausärztliche Positionen, Bedürfnisse und Anforderungen mit Blick auf ein nationales Gesundheitsportal ermittelt wurden. Auf Basis einer qualitativen Vorstudie wurden Anfang 2020 insgesamt 745 Hausärzte in Rheinland-Pfalz und im Saarland schriftlich befragt. Neben der deskriptiven Analyse kam zur Feststellung von signifikanten Unterschieden zwischen 2 Gruppen ein T-Test bei unabhängigen Stichproben zum Einsatz. Hausärzte artikulieren einen Bedarf nach einem nationalen Gesundheitsportal. 54% stehen diesem positiv gegenüber; 49% sehen große Unterstützungspotenziale. Angeführt wird v. a. eine Entlastung bei ärztlicher Beratung (68%), eine Optimierung der Arzt-Patient-Kommunikation (56%), eine Stabilisierung von ängstlichen Patienten (42%) und eine bessere ‚Schulung‘ im Umgang mit dem Gesundheitssystem (41%). Zudem sollen Versorgungssettings längerfristig stabilisiert werden (38%). Wichtig ist den Befragten ein Präventionsschwerpunkt (91%) und eine symptomorientierte Darstellung (62%). Für einen Teil ist vorstellbar, über eine solche Plattform Informationen für ihre Patienten zusammenzustellen (45%) und den Austausch mit Fachkollegen zu suchen (44%). Allgemeinärzte sehen in der Schaffung eines nationalen Gesundheitsportals klare Chancen für eine bessere Information und Beratung von Patienten. Dabei sollte das Portal so ausgestaltet werden, dass zum einen leitlinienkonforme, verständliche Informationen symptomorientiert vermittelt werden, zum anderen das Arzt-Patient-Verhältnis unterstützt und die Orientierung im Gesundheitswesen verbessert wird. Offene Fragen bleiben, z. B. mit Blick auf die Sicherstellung einer ausreichenden Auffindbarkeit des Portals.
Sections du résumé
BACKGROUND
BACKGROUND
The Federal Ministry of Health (BMG) is planning to set up an independent national health portal to provide evidence-based health information. As a desirable characteristic it should support doctors in their informational and advisory work. General practitioners, who deal with a wide range of symptoms, illnesses and patients, could benefit from this. In cooperation with the BMG's health innovation hub (hih), a research project was initiated in which GP positions, needs and requirements regarding a national health portal were identified.
METHODS AND PARTICIPANTS
METHODS
Based on a preliminary qualitative study, a total of 745 GPs in Rhineland-Palatinate and Saarland were interviewed in the course of a survey in early 2020. In addition to the descriptive analysis, a t-test with independent samples was used to identify significant differences between two groups.
RESULTS
RESULTS
GPs expressed a need for a national health portal; 54% evaluated the concept positively and 49% saw a great potential for such support. Above all, help regarding medical advice (68%), optimization of doctor-patient communication (56%), stabilization of anxious patients (42%) and a better 'training' in dealing with the health system (41%) as also long- term stabilization of supply settings (38%) were mentioned. Focus on prevention (91%) and a symptom-oriented presentation (62%) were considered important by GPs. Some GPs would also consider using this platform to compile information for their patients (45%) and exchange information with colleagues (44%).
DISCUSSION
CONCLUSIONS
In the creation of a national health portal, GPs see significant opportunities for better patient information and counseling. On the one hand, the portal should be guideline based, and information conveyed in an understandable and symptom-oriented manner. On the other hand, it should support the doctor-patient relationship and improve orientation in healthcare. Open questions remain such as how to find the portal easily.
HINTERGRUND
UNASSIGNED
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) plant die Einrichtung eines unabhängigen nationalen Gesundheitsportals, das evidenzbasierte Gesundheitsinformationen zur Verfügung stellen soll. Eine wünschenswerte Eigenschaft soll darin bestehen, Ärzte bei ihrer informierenden und beratenden Tätigkeit zu unterstützen. Gerade Hausärzte, die mit einer großen Bandbreite an Symptomen, Erkrankungen und Patienten zu tun haben, könnten hiervon profitieren. In Kooperation mit dem health innovation hub (hih) des BMG wurde ein Forschungsprojekt initiiert, bei dem hausärztliche Positionen, Bedürfnisse und Anforderungen mit Blick auf ein nationales Gesundheitsportal ermittelt wurden.
METHODEN
METHODS
Auf Basis einer qualitativen Vorstudie wurden Anfang 2020 insgesamt 745 Hausärzte in Rheinland-Pfalz und im Saarland schriftlich befragt. Neben der deskriptiven Analyse kam zur Feststellung von signifikanten Unterschieden zwischen 2 Gruppen ein T-Test bei unabhängigen Stichproben zum Einsatz.
ERGEBNISSE
UNASSIGNED
Hausärzte artikulieren einen Bedarf nach einem nationalen Gesundheitsportal. 54% stehen diesem positiv gegenüber; 49% sehen große Unterstützungspotenziale. Angeführt wird v. a. eine Entlastung bei ärztlicher Beratung (68%), eine Optimierung der Arzt-Patient-Kommunikation (56%), eine Stabilisierung von ängstlichen Patienten (42%) und eine bessere ‚Schulung‘ im Umgang mit dem Gesundheitssystem (41%). Zudem sollen Versorgungssettings längerfristig stabilisiert werden (38%). Wichtig ist den Befragten ein Präventionsschwerpunkt (91%) und eine symptomorientierte Darstellung (62%). Für einen Teil ist vorstellbar, über eine solche Plattform Informationen für ihre Patienten zusammenzustellen (45%) und den Austausch mit Fachkollegen zu suchen (44%).
SCHLUSSFOLGERUNG
UNASSIGNED
Allgemeinärzte sehen in der Schaffung eines nationalen Gesundheitsportals klare Chancen für eine bessere Information und Beratung von Patienten. Dabei sollte das Portal so ausgestaltet werden, dass zum einen leitlinienkonforme, verständliche Informationen symptomorientiert vermittelt werden, zum anderen das Arzt-Patient-Verhältnis unterstützt und die Orientierung im Gesundheitswesen verbessert wird. Offene Fragen bleiben, z. B. mit Blick auf die Sicherstellung einer ausreichenden Auffindbarkeit des Portals.
Autres résumés
Type: Publisher
(ger)
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) plant die Einrichtung eines unabhängigen nationalen Gesundheitsportals, das evidenzbasierte Gesundheitsinformationen zur Verfügung stellen soll. Eine wünschenswerte Eigenschaft soll darin bestehen, Ärzte bei ihrer informierenden und beratenden Tätigkeit zu unterstützen. Gerade Hausärzte, die mit einer großen Bandbreite an Symptomen, Erkrankungen und Patienten zu tun haben, könnten hiervon profitieren. In Kooperation mit dem health innovation hub (hih) des BMG wurde ein Forschungsprojekt initiiert, bei dem hausärztliche Positionen, Bedürfnisse und Anforderungen mit Blick auf ein nationales Gesundheitsportal ermittelt wurden.
Identifiants
pubmed: 32610356
doi: 10.1055/a-1195-2312
pmc: PMC8426037
doi:
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Journal Article
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ger
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