[Perception of the COVID-19 Pandemic among Pneumology Professionals in Germany].
Wahrnehmung der COVID-19-Pandemie unter pneumologischen Fachkräften in Deutschland.
Journal
Pneumologie (Stuttgart, Germany)
ISSN: 1438-8790
Titre abrégé: Pneumologie
Pays: Germany
ID NLM: 8906641
Informations de publication
Date de publication:
Apr 2021
Apr 2021
Historique:
pubmed:
5
11
2020
medline:
22
4
2021
entrez:
4
11
2020
Statut:
ppublish
Résumé
The COVID-19 pandemic represents a huge burden on global health systems. Although far-reaching prevention measures such as the increase of intensive care capacities and drastic restrictions of public life have so far been able to avert an overload of the German health care system, the current situation implies an exceptionally high burden on medical professionals. The current study presents the results of an opinion evaluation among 513 pneumology specialists in Germany in the period from March 27 Die COVID-19-Pandemie stellt eine immense Herausforderung für globale Gesundheitssysteme dar. Obwohl weitreichende Präventionsmaßnahmen wie die Erhöhung von intensiv-medizinischen Kapazitäten sowie drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens eine Überlastung des deutschen Gesundheitssystems bislang abwenden konnten, impliziert die COVID-19-Pandemie eine außergewöhnlich hohe Belastung für medizinische Fachkräfte. Die aktuelle Studie präsentiert die Ergebnisse einer Evaluation unter 513 pneumologischen Fachkräften in Deutschland im Zeitraum vom 27. März bis zum 11. April 2020. Während die Mehrzahl der Befragten angab, dass Deutschland gut auf die Pandemie vorbereitet ist, so war diese Einschätzung signifikant schlechter unter Teilnehmenden aus dem ambulanten Sektor, verglichen mit Teilnehmern des Krankenhaussektors (p < 0,001). Zudem wurde ein Mangel an medizinischer Schutzausrüstung signifikant häufiger von Befragten des ambulanten Sektors berichtet (p < 0,001). Die Bedeutung telemedizinischer Ansätze während der COVID-19-Pandemie wurde von der Mehrheit pneumologischer Fachkräfte als „hoch“ (35,2 %) bzw. „sehr hoch“ (17,2 %) eingestuft, wobei Teilnehmende aus dem Krankenhaussektor einen höheren Stellenwert sahen (p < 0,001). Schließlich äußerten 45,8 % der Befragten einen negativen Einfluss der COVID-19-Pandemie auf die persönliche Stimmung, und 58,3 % zeigten sich stark oder sehr stark besorgt um die Gesundheit ihrer Mitmenschen. Diese Einschätzung war unter weiblichen Teilnehmern und Gesundheits- und Krankenpfleger(-inne)n signifikant stärker ausgeprägt (p < 0,001). Zusammenfassend analysiert die aktuelle Studie erstmalig die beruflichen und persönlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf pneumologische Fachkräfte in Deutschland. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, erste Ansatzpunkte zu identifizieren, wie medizinische Fachkräfte im Verlauf der aktuellen und zukünftiger Herausforderungen besser unterstützt werden können.
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Type: Publisher
(ger)
Die COVID-19-Pandemie stellt eine immense Herausforderung für globale Gesundheitssysteme dar. Obwohl weitreichende Präventionsmaßnahmen wie die Erhöhung von intensiv-medizinischen Kapazitäten sowie drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens eine Überlastung des deutschen Gesundheitssystems bislang abwenden konnten, impliziert die COVID-19-Pandemie eine außergewöhnlich hohe Belastung für medizinische Fachkräfte. Die aktuelle Studie präsentiert die Ergebnisse einer Evaluation unter 513 pneumologischen Fachkräften in Deutschland im Zeitraum vom 27. März bis zum 11. April 2020. Während die Mehrzahl der Befragten angab, dass Deutschland gut auf die Pandemie vorbereitet ist, so war diese Einschätzung signifikant schlechter unter Teilnehmenden aus dem ambulanten Sektor, verglichen mit Teilnehmern des Krankenhaussektors (p < 0,001). Zudem wurde ein Mangel an medizinischer Schutzausrüstung signifikant häufiger von Befragten des ambulanten Sektors berichtet (p < 0,001). Die Bedeutung telemedizinischer Ansätze während der COVID-19-Pandemie wurde von der Mehrheit pneumologischer Fachkräfte als „hoch“ (35,2 %) bzw. „sehr hoch“ (17,2 %) eingestuft, wobei Teilnehmende aus dem Krankenhaussektor einen höheren Stellenwert sahen (p < 0,001). Schließlich äußerten 45,8 % der Befragten einen negativen Einfluss der COVID-19-Pandemie auf die persönliche Stimmung, und 58,3 % zeigten sich stark oder sehr stark besorgt um die Gesundheit ihrer Mitmenschen. Diese Einschätzung war unter weiblichen Teilnehmern und Gesundheits- und Krankenpfleger(-inne)n signifikant stärker ausgeprägt (p < 0,001). Zusammenfassend analysiert die aktuelle Studie erstmalig die beruflichen und persönlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf pneumologische Fachkräfte in Deutschland. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, erste Ansatzpunkte zu identifizieren, wie medizinische Fachkräfte im Verlauf der aktuellen und zukünftiger Herausforderungen besser unterstützt werden können.
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Journal Article
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