[Clinical ethic consultations in longterm care in Upper Austria-5 years report of the Landesverband Hospiz Upper Austria].

Klinische Ethikberatung in der außerklinischen Langzeitpflege durch den Landesverband Hospiz OÖ – Bericht der ersten 5 Jahre.
Advanced directives Artificial nutrition Clinical ethic comitee Ethic consultation Nursing home

Journal

Wiener medizinische Wochenschrift (1946)
ISSN: 1563-258X
Titre abrégé: Wien Med Wochenschr
Pays: Austria
ID NLM: 8708475

Informations de publication

Date de publication:
May 2022
Historique:
received: 08 09 2020
accepted: 13 12 2020
pubmed: 14 1 2021
medline: 28 4 2022
entrez: 13 1 2021
Statut: ppublish

Résumé

Despite the unique nature of ethical issues in a longterm care setting, there is limited help in decision making for nursing home personnel. 2015 the Hospizverband of Upper Austria established a clinical ethic committee to help providing a good quality of decision making in nursing home. A consultation could be asked by the managing nurses of the longterm care institution, by the resident or by relatives of the nursing home residents. Since the start of the ethic committee 24 from 137 nursing homes in Upper Austria asked for a consultation. All consultations came from the personnel of the nursing homes. Beside the nursing team and 1-3 members of the ethic committee, in 75% of the consultations the physician was present. The most often discussed ethical issues were hospital admission (25%), conflicts with relatives of the residents, artificial nutrition (including PEG tube insertion and displacement) and use of restraints. The most underlying illness was dementia (50%). 20% of the residents were competent in their wishes, but none of the involved residents had a written precisely patient decree. Die Betreuung pflegebedürftiger alter Menschen in Senioreneinrichtungen und Altenheimen stellt deren Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit immer wieder vor ethischen Fragen. Der Hospizverband Oberösterreich hat vor 5 Jahren ein klinisches Ethikkomitee eingerichtet, deren Aufgabe es ist, Mitarbeiter von außerklinischen Langzeiteinrichtungen bei ethischen Problemstellungen zu beraten und Hilfe zur Lösung gemeinsam zu erarbeiten. In dieser Zeit wurden 38 ethische Beratungen durchgeführt.Die Anfragen kamen von 24 der 137 in Oberösterreich derzeit bestehenden Langzeiteinrichtungen. Wobei 9 Einrichtungen mehr als eine Anfrage zu einer Beratung in diesem Zeitraum stellten. Teilnehmer an den Beratungen waren einerseits Mitglieder des Behandlungsteams, wobei bei 30 der 38 Beratungen auch die/der behandelnde Ärztin/Arzt anwesend war. Von Seiten des Ethikteams des Hospizverbandes nahmen in der Regel 2 (1–3) Mitglieder teil, wobei ein Mitglied die Moderation leitete, das weitere fertigte das Protokoll an. Die häufigsten Konfliktfelder, die zu einer Beratung führten, waren (bei Mehrfachnennungen) mit über 25 % die Frage nach der Krankenhauseinweisung, gefolgt von Konflikten mit Angehörigen, die Frage der künstlichen Ernährung (einschließlich Setzen bzw. Entfernen einer PEG Sonde) und Einschränkungen der persönlichen Freiheit. Die Hälfte der involvierten Bewohner litten unter einer schweren Demenz, 80 % waren nicht mehr selbstbestimmend. Bei keinem/r der BewohnerInnen lag eine verbindliche Patientenverfügung vor.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Die Betreuung pflegebedürftiger alter Menschen in Senioreneinrichtungen und Altenheimen stellt deren Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit immer wieder vor ethischen Fragen. Der Hospizverband Oberösterreich hat vor 5 Jahren ein klinisches Ethikkomitee eingerichtet, deren Aufgabe es ist, Mitarbeiter von außerklinischen Langzeiteinrichtungen bei ethischen Problemstellungen zu beraten und Hilfe zur Lösung gemeinsam zu erarbeiten. In dieser Zeit wurden 38 ethische Beratungen durchgeführt.Die Anfragen kamen von 24 der 137 in Oberösterreich derzeit bestehenden Langzeiteinrichtungen. Wobei 9 Einrichtungen mehr als eine Anfrage zu einer Beratung in diesem Zeitraum stellten. Teilnehmer an den Beratungen waren einerseits Mitglieder des Behandlungsteams, wobei bei 30 der 38 Beratungen auch die/der behandelnde Ärztin/Arzt anwesend war. Von Seiten des Ethikteams des Hospizverbandes nahmen in der Regel 2 (1–3) Mitglieder teil, wobei ein Mitglied die Moderation leitete, das weitere fertigte das Protokoll an. Die häufigsten Konfliktfelder, die zu einer Beratung führten, waren (bei Mehrfachnennungen) mit über 25 % die Frage nach der Krankenhauseinweisung, gefolgt von Konflikten mit Angehörigen, die Frage der künstlichen Ernährung (einschließlich Setzen bzw. Entfernen einer PEG Sonde) und Einschränkungen der persönlichen Freiheit. Die Hälfte der involvierten Bewohner litten unter einer schweren Demenz, 80 % waren nicht mehr selbstbestimmend. Bei keinem/r der BewohnerInnen lag eine verbindliche Patientenverfügung vor.

Identifiants

pubmed: 33439380
doi: 10.1007/s10354-020-00801-x
pii: 10.1007/s10354-020-00801-x
pmc: PMC9038856
doi:

Types de publication

Journal Article

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

151-156

Investigateurs

Dietmar Brunschütz (D)
Andrea Glanzer (A)
Daniela Feregyhazy-Astecker (D)
Claudia Kargl (C)
Walter Lamplmayr (W)
Kurt Lenz (K)
Helmut Mittendorfer (H)
Hans Popper (H)
Michael Rosenberger (M)
Helga Sterrer (H)

Informations de copyright

© 2021. The Author(s).

Références

Med Health Care Philos. 2003;6(3):235-46
pubmed: 14620460
BMC Geriatr. 2015 Oct 21;15:129
pubmed: 26489664
Med Klin Intensivmed Notfmed. 2017 Nov;112(8):724-730
pubmed: 28150164
J Am Geriatr Soc. 1988 Feb;36(2):150-6
pubmed: 3339220

Auteurs

Kurt Lenz (K)

Landesverband Hospiz, Pfalzgasse 2, 4055, Pupping, Österreich. kurt.lenz@meduniwien.ac.at.
Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich. kurt.lenz@meduniwien.ac.at.

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