[Is Flying or Diving risky after cochlear implantation? Examination in a pressure chamber].

Ist Fliegen oder Tauchen riskant für CI-Träger? – Untersuchungen in einer Druckkammer.

Journal

Laryngo- rhino- otologie
ISSN: 1438-8685
Titre abrégé: Laryngorhinootologie
Pays: Germany
ID NLM: 8912371

Informations de publication

Date de publication:
Jan 2022
Historique:
pubmed: 27 1 2021
medline: 6 1 2022
entrez: 26 1 2021
Statut: ppublish

Résumé

 Complications after cochlear implantation are relatively rare but patients are asked to follow certain behavioral rules. Until now there is no evidence if pressure changes that occur during flying and diving are safe for patients after cochlear implantation. For example, no recommendation exists for SCUBA- diving activities.  In a hypo-/hyperbaric pressure chamber patients after cochlear implantation were exposed to a standardized profile of decompression and compression simulating a flight in a common airplane and a dive. Pre and after the exposure in the pressure chamber, ENT examination and a control of impedances of the cochlear implant were performed. Additionally, patients filled in a questionnaire about complaints they had experienced in the pressure chamber or after.  A total of 11 subjects (17 ears with CI) were examined in the pressure chamber. 2/3 of the subjects stated that they had slight complaints during the examination. Only in one patient the measurement needed to be stopped due to pain. Seven patients showed a vascular injection of the malleus in ear microscopy. In none of the patients there was a subjective change in hearing after the examination. Objective measurements of the impedance did not show relevant changes.  The exposure of cochlear implanted patients to overpressure and underpressure in a pressure chamber did not result in any significant deviation of the impedances, so that no further adjustment was necessary. Since there are no certified in vivo studies on pressure changes while diving and flying with a cochlear implant, further studies are required in order to be able to adequately advise CI patients about diving and flying.  Verglichen mit dem Zugewinn an Lebensqualität, den viele Patienten durch ein Cochlea-Implantat (CI) erfahren, bringt das CI nur wenige Einschränkungen im täglichen Leben mit sich. Doch kann man mit einem CI auch Tauchen und Fliegen? Halten das operierte Ohr sowie das Implantat selbst den ausgeprägten Druckveränderungen stand? Bisher gibt es keine klaren Empfehlungen und sehr wenig Literatur über die Risiken des Gerätetauchens sowie des Fliegens mit CI.  In einer hypo-/hyperbaren Druckkammer wurden Menschen mit einem CI einem Druckprofil mit Phasen des Druckanstiegs sowie Phasen des Druckabfalls ausgesetzt, sodass zunächst ein Flug und dann ein Tauchgang simuliert wurden. Sowohl vor als auch nach der Druckkammermessung erfolgten eine Ohrmikroskopie sowie eine Messung der Impedanzen des Cochlea-Implantats. Zusätzlich füllte jeder Patient einen symptombezogenen Fragebogen vor sowie nach der Druckkammermessung aus.  In der Druckkammer wurden insgesamt 17 CI-implantierte Ohren bei 11 Probanden untersucht. Zwei Drittel der Probanden gaben an, während der Untersuchung leichte Beschwerden gehabt zu haben. Bei einem Probanden musste die Messung aufgrund von Schmerzen abgebrochen werden. Sieben Patienten zeigten im Anschluss an die Druckexposition eine Hammergefäßinjektion in der Ohrmikroskopie. Bei keinem der Patienten kam es nach der Untersuchung zu einer subjektiven Hörverschlechterung. Es kam zu keiner relevanten Änderung der Impedanzen des CI-Implantats.  Die Exposition mit Unter- und Überdruck bei Patienten mit Cochlea-Implantaten ergab in der objektiven Überprüfung der Impedanzen keine wesentliche Abweichung der Impedanzen, sodass keine erneute Anpassung notwendig war. Allerdings zeigten sich leichtgradige Barotraumata sowie subjektive, leichte Beschwerden. Weitere Studien sind erforderlich, um eine adäquate Risikoeinschätzung zur Druckexposition bei CI-Trägern geben zu können.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
 Verglichen mit dem Zugewinn an Lebensqualität, den viele Patienten durch ein Cochlea-Implantat (CI) erfahren, bringt das CI nur wenige Einschränkungen im täglichen Leben mit sich. Doch kann man mit einem CI auch Tauchen und Fliegen? Halten das operierte Ohr sowie das Implantat selbst den ausgeprägten Druckveränderungen stand? Bisher gibt es keine klaren Empfehlungen und sehr wenig Literatur über die Risiken des Gerätetauchens sowie des Fliegens mit CI.

Identifiants

pubmed: 33498087
doi: 10.1055/a-1346-9370
doi:

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Journal Article

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ger

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35-39

Informations de copyright

Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autorinnen/Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Antonia Nolte (A)

Universität zu Köln, Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie.

Moritz Meyer (M)

Universität zu Köln, Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie.

Jan-Christoffer Luers (JC)

Universität zu Köln, Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie.

Dirk Fürstenberg (D)

Universität zu Köln, Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie.

Jens Peter Klussmann (JP)

Universität zu Köln, Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie.

Ruth Lang-Roth (R)

Universität zu Köln, Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie.

Stefanie Jansen (S)

Universität zu Köln, Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie.

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