Survey of Rejection Prophylaxis Following Suture Removal in Penetrating Keratoplasty in Germany.

Umfrage zur Abstoßungsprophylaxe bei Fadenentfernung nach perforierender Keratoplastik in Deutschland.

Journal

Klinische Monatsblatter fur Augenheilkunde
ISSN: 1439-3999
Titre abrégé: Klin Monbl Augenheilkd
Pays: Germany
ID NLM: 0014133

Informations de publication

Date de publication:
May 2021
Historique:
pubmed: 27 2 2021
medline: 26 5 2021
entrez: 26 2 2021
Statut: ppublish

Résumé

Penetrating keratoplasty (PK) gets more and more reserved to cases of increasing complexity. In such cases, ocular comorbidities may limit graft survival following PK. A major cause for graft failure is endothelial graft rejection. Suture removal is a known risk factor for graft rejection. Nevertheless, there is no evidence-based regimen for rejection prophylaxis following suture removal. Therefore, a survey of rejection prophylaxis was conducted at 7 German keratoplasty centres. The aim of the study was documentation of the variability of medicinal aftercare following suture removal in Germany. Seven German keratoplasty centres with the highest numbers for PK were selected. The centres were sent a survey consisting of half-open questions. The centres performed a mean of 140 PK in 2018. The return rate was 100%. The findings were tabulated. All centres perform a double-running cross-stitch suture for standard PK, as well as a treatment for rejection prophylaxis with topical steroids after suture removal. There are differences in intensity (1 - 5 times daily) and tapering (2 - 20 weeks) of the topical steroids following suture removal. Two centres additionally use systemic steroids for a few days. Rejection prophylaxis following PK is currently poorly standardised and not evidence-based. All included centres perform medical aftercare following suture removal. It is assumed that different treatment strategies show different cost-benefit ratios. In the face of the diversity, a systematic analysis is required to develop an optimised regimen for all patients. Heutzutage bleibt die perforierende Keratoplastik (pKP) immer komplizierteren Ausgangssituationen vorbehalten. Die Komorbiditäten bergen oft Risiken, welche die Überlebensrate der perforierend operierten Transplantate limitieren. Die häufigste Ursache für das Versagen eines Hornhauttransplantates ist die endotheliale Immunreaktion. Die Fadenentfernung nach pKP ist als Risikofaktor für eine Abstoßung bekannt. Dennoch existiert keine evidenzbasierte Empfehlung zur Prophylaxe der Abstoßung im Rahmen der Fadenentfernung. Daher wurde eine Umfrage an 7 deutschen Keratoplastikzentren zu diesem Thema durchgeführt. Ziel der Studie ist die Dokumentation der Variabilität der medikamentösen Nachsorge nach Fadenentfernung in Deutschland. Aus dem Deutschen Keratoplastikregister wurden die 7 Zentren mit den größten Operationszahlen für perforierende Eingriffe ausgewählt und mit einem halboffenen Fragebogen angeschrieben. Die Zentren hatten in 2018 durchschnittlich jeweils 140 pKP durchgeführt. Der Rücklauf betrug 100%. Zur deskriptiven Auswertung wurde eine Tabelle erstellt. Alle Zentren wenden im Standardfall die doppelt fortlaufende Kreuzstichnaht nach Hoffmann an und führen eine Abstoßungsprophylaxe mit topischen Steroiden nach Fadenentfernung durch. Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der Intensität (1 – 5 × tgl.) und Ausschleichdauer (2 – 20 Wochen) der topischen Steroidtherapie nach Fadenentfernung. Zwei Zentren wenden zusätzlich kurzfristig systemisches Steroid an. Die Nachbehandlung der Fadenentfernung nach pKP ist aktuell wenig standardisiert und nicht evidenzbasiert. Alle befragten Zentren indizieren eine medikamentöse Nachbehandlung nach Fadenentfernung. Es ist davon auszugehen, dass die jeweiligen Regimes unterschiedlich günstige Kosten-Nutzen-Eigenschaften aufweisen. Angesichts der Diversität ist eine systematische Untersuchung der Ergebnisse angezeigt, um ein optimiertes Schema für alle Patienten zu entwickeln.

Sections du résumé

BACKGROUND BACKGROUND
Penetrating keratoplasty (PK) gets more and more reserved to cases of increasing complexity. In such cases, ocular comorbidities may limit graft survival following PK. A major cause for graft failure is endothelial graft rejection. Suture removal is a known risk factor for graft rejection. Nevertheless, there is no evidence-based regimen for rejection prophylaxis following suture removal. Therefore, a survey of rejection prophylaxis was conducted at 7 German keratoplasty centres.
OBJECTIVE OBJECTIVE
The aim of the study was documentation of the variability of medicinal aftercare following suture removal in Germany.
METHODS METHODS
Seven German keratoplasty centres with the highest numbers for PK were selected. The centres were sent a survey consisting of half-open questions. The centres performed a mean of 140 PK in 2018. The return rate was 100%. The findings were tabulated.
RESULTS RESULTS
All centres perform a double-running cross-stitch suture for standard PK, as well as a treatment for rejection prophylaxis with topical steroids after suture removal. There are differences in intensity (1 - 5 times daily) and tapering (2 - 20 weeks) of the topical steroids following suture removal. Two centres additionally use systemic steroids for a few days.
DISCUSSION CONCLUSIONS
Rejection prophylaxis following PK is currently poorly standardised and not evidence-based. All included centres perform medical aftercare following suture removal. It is assumed that different treatment strategies show different cost-benefit ratios. In the face of the diversity, a systematic analysis is required to develop an optimised regimen for all patients.
HINTERGRUND UNASSIGNED
Heutzutage bleibt die perforierende Keratoplastik (pKP) immer komplizierteren Ausgangssituationen vorbehalten. Die Komorbiditäten bergen oft Risiken, welche die Überlebensrate der perforierend operierten Transplantate limitieren. Die häufigste Ursache für das Versagen eines Hornhauttransplantates ist die endotheliale Immunreaktion. Die Fadenentfernung nach pKP ist als Risikofaktor für eine Abstoßung bekannt. Dennoch existiert keine evidenzbasierte Empfehlung zur Prophylaxe der Abstoßung im Rahmen der Fadenentfernung. Daher wurde eine Umfrage an 7 deutschen Keratoplastikzentren zu diesem Thema durchgeführt.
ZIEL DER ARBEIT UNASSIGNED
Ziel der Studie ist die Dokumentation der Variabilität der medikamentösen Nachsorge nach Fadenentfernung in Deutschland.
METHODEN METHODS
Aus dem Deutschen Keratoplastikregister wurden die 7 Zentren mit den größten Operationszahlen für perforierende Eingriffe ausgewählt und mit einem halboffenen Fragebogen angeschrieben. Die Zentren hatten in 2018 durchschnittlich jeweils 140 pKP durchgeführt. Der Rücklauf betrug 100%. Zur deskriptiven Auswertung wurde eine Tabelle erstellt.
ERGEBNISSE UNASSIGNED
Alle Zentren wenden im Standardfall die doppelt fortlaufende Kreuzstichnaht nach Hoffmann an und führen eine Abstoßungsprophylaxe mit topischen Steroiden nach Fadenentfernung durch. Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der Intensität (1 – 5 × tgl.) und Ausschleichdauer (2 – 20 Wochen) der topischen Steroidtherapie nach Fadenentfernung. Zwei Zentren wenden zusätzlich kurzfristig systemisches Steroid an.
DISKUSSION CONCLUSIONS
Die Nachbehandlung der Fadenentfernung nach pKP ist aktuell wenig standardisiert und nicht evidenzbasiert. Alle befragten Zentren indizieren eine medikamentöse Nachbehandlung nach Fadenentfernung. Es ist davon auszugehen, dass die jeweiligen Regimes unterschiedlich günstige Kosten-Nutzen-Eigenschaften aufweisen. Angesichts der Diversität ist eine systematische Untersuchung der Ergebnisse angezeigt, um ein optimiertes Schema für alle Patienten zu entwickeln.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Heutzutage bleibt die perforierende Keratoplastik (pKP) immer komplizierteren Ausgangssituationen vorbehalten. Die Komorbiditäten bergen oft Risiken, welche die Überlebensrate der perforierend operierten Transplantate limitieren. Die häufigste Ursache für das Versagen eines Hornhauttransplantates ist die endotheliale Immunreaktion. Die Fadenentfernung nach pKP ist als Risikofaktor für eine Abstoßung bekannt. Dennoch existiert keine evidenzbasierte Empfehlung zur Prophylaxe der Abstoßung im Rahmen der Fadenentfernung. Daher wurde eine Umfrage an 7 deutschen Keratoplastikzentren zu diesem Thema durchgeführt.

Identifiants

pubmed: 33634457
doi: 10.1055/a-1353-6149
doi:

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591-597

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Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

The authors declare that they have no conflict of interest./Die Autorinnen/Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Sonja Heinzelmann (S)

Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Freiburg, Deutschland.

Daniel Böhringer (D)

Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Freiburg, Deutschland.

Philip Christian Maier (PC)

Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Freiburg, Deutschland.

Berthold Seitz (B)

Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum des Saarlandes UKS, Homburg (Saar), Deutschland.

Claus Cursiefen (C)

Zentrum für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Köln, Deutschland.

Anna-Karina B Maier (AB)

Klinik für Augenheilkunde, Charité - Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, and Berlin Institute of Health, Berlin, Germany.

Tina Dietrich-Ntoukas (T)

Klinik für Augenheilkunde, Charité - Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, and Berlin Institute of Health, Berlin, Germany.

Gerd Geerling (G)

Augenklinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, Deutschland.

Arne Viestenz (A)

Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Halle (Saale), Deutschland.

Norbert Pfeiffer (N)

Augenklinik und Poliklinik, Universitätsmedizin Mainz, Deutschland.

Thomas Reinhard (T)

Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Freiburg, Deutschland.

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