[Esophageal Lichen Planus - an Underdiagnosed Disease].

Der Lichen planus des Ösophagus – Eine unterschätzte Erkrankung.

Journal

Zeitschrift fur Gastroenterologie
ISSN: 1439-7803
Titre abrégé: Z Gastroenterol
Pays: Germany
ID NLM: 0033370

Informations de publication

Date de publication:
May 2021
Historique:
pubmed: 9 4 2021
medline: 15 5 2021
entrez: 8 4 2021
Statut: ppublish

Résumé

An involvement of the esophagus in patients with lichen planus was described for the first time in 1982. Ever since, it has been seen as a rarity. However, studies over the last 10 years have shown a higher prevalence than expected. It may even be supposed that esophageal lichen planus (ELP) is more common than eosinophilic esophagitis. ELP mostly affects middle-aged women. The principal symptom is dysphagia. Endoscopically, ELP is characterized by denudation and tearing of the mucosa, trachealization and hyperkeratosis and esophageal stenosis may occur in patients with long courses of the disease. Histologic findings including mucosal detachment, T-lymphocytic infiltrate, intraepithelial apoptosis (civatte bodies) and dyskeratosis are crucial. Direct immunofluorescence shows fibrinogen deposits along the basement membrane zone. So far, there is no well-established therapy but a treatment with topic steroids is effective in 2/3 of the patients. Common therapy of lichen planus of the skin seems to be ineffective for treatment of ELP. Symptomatic esophageal stenosis should be endoscopically dilated. ELP joins the group of "new" immunologic diseases of the esophagus. Eine Beteiligung des Ösophagus bei der Hauterkrankung Lichen planus wurde erstmals 1982 beschrieben und fast 30 Jahre lang als eine Rarität angesehen. Untersuchungen der letzten 10 Jahre aber zeigen, dass diese Erkrankung weniger selten ist als angenommen. Es ist sogar anzunehmen, dass der ösophageale Lichen planus (Esophageal Lichen planus, ELP) häufiger ist als die Eosinophile Ösophagitis (EoE). Die Ösophagusbeteiligung betrifft meist Frauen im mittleren Alter. Das Hauptsymptom ist eine Dysphagie. Endoskopisch erkennt man in der Speiseröhre eine charakteristische Schleimhautablösung, eine Trachealisierung, und gelegentlich Hyperkeratosen und bei langem Bestehen auch Stenosen. Wegweisend ist die Histologie mit einer subepithelialen Ablösung sowie einem bandförmigen Infiltrat aus T-Lymphozyten, dem Nachweis von apoptotischen Keratinozyten (Civatte Bodies) und Dyskeratosen. Die direkte Immunfluoreszenz zeigt Fibrinogen-Ablagerungen entlang der Basalmembran. Eine etablierte Therapie gibt es bisher nicht. Die Behandlung mit topischen Steroiden ist in 2/3 der Fälle wirksam. Eine Therapie wie beim klassischen Lichen planus scheint unwirksam zu sein. Bei symptomatischen Stenosen kann eine Dilatation indiziert sein. Der ELP reiht sich in die Gruppe der „neuen“ immunologisch vermittelten Erkrankungen des Ösophagus ein.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Eine Beteiligung des Ösophagus bei der Hauterkrankung Lichen planus wurde erstmals 1982 beschrieben und fast 30 Jahre lang als eine Rarität angesehen. Untersuchungen der letzten 10 Jahre aber zeigen, dass diese Erkrankung weniger selten ist als angenommen. Es ist sogar anzunehmen, dass der ösophageale Lichen planus (Esophageal Lichen planus, ELP) häufiger ist als die Eosinophile Ösophagitis (EoE). Die Ösophagusbeteiligung betrifft meist Frauen im mittleren Alter. Das Hauptsymptom ist eine Dysphagie. Endoskopisch erkennt man in der Speiseröhre eine charakteristische Schleimhautablösung, eine Trachealisierung, und gelegentlich Hyperkeratosen und bei langem Bestehen auch Stenosen. Wegweisend ist die Histologie mit einer subepithelialen Ablösung sowie einem bandförmigen Infiltrat aus T-Lymphozyten, dem Nachweis von apoptotischen Keratinozyten (Civatte Bodies) und Dyskeratosen. Die direkte Immunfluoreszenz zeigt Fibrinogen-Ablagerungen entlang der Basalmembran. Eine etablierte Therapie gibt es bisher nicht. Die Behandlung mit topischen Steroiden ist in 2/3 der Fälle wirksam. Eine Therapie wie beim klassischen Lichen planus scheint unwirksam zu sein. Bei symptomatischen Stenosen kann eine Dilatation indiziert sein. Der ELP reiht sich in die Gruppe der „neuen“ immunologisch vermittelten Erkrankungen des Ösophagus ein.

Identifiants

pubmed: 33831967
doi: 10.1055/a-1378-9380
doi:

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Journal Article

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ger

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IM

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460-469

Informations de copyright

Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autorinnen/Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Carmen Monasterio (C)

Klinik für Innere Medizin II, Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Annegrit Decker (A)

Klinik für Innere Medizin II, Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Franziska Schauer (F)

Klinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Nico Büttner (N)

Klinik für Innere Medizin II, Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Arthur Schmidt (A)

Klinik für Innere Medizin II, Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Annette Schmitt-Gräff (A)

Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum Freiburg, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Institut für Dermatohistologie, Pathologie und Molekularpathologie, Dr. Helmut Laaff, Freiburg.

Wolfgang Kreisel (W)

Klinik für Innere Medizin II, Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

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