[Medical notification of occupational skin diseases by dermatologists].

Ärztliche Meldung von Berufskrankheiten der Haut in der dermatologischen Praxis.
Dermatologist procedure Dermatologist report Occupational dermatoses Statutory accident insurance Work-related skin diseases

Journal

Der Hautarzt; Zeitschrift fur Dermatologie, Venerologie, und verwandte Gebiete
ISSN: 1432-1173
Titre abrégé: Hautarzt
Pays: Germany
ID NLM: 0372755

Informations de publication

Date de publication:
Jun 2021
Historique:
accepted: 15 03 2021
pubmed: 20 4 2021
medline: 4 6 2021
entrez: 19 4 2021
Statut: ppublish

Résumé

In accordance with § 202 SGB VII, physicians in Germany have a legal obligation to report to the statutory accident insurance institution any justified suspicion of an occupational disease. With regard to skin diseases, various occupational disease numbers (Berufskrankheitennummer = BK No.) can be considered, depending on the type of disease and the type of exposure, e.g. BK No. 3101, 3102, 3104, BK No. 5102 and others in addition to the most common BK No. 5101 and BK No. 5103. The prerequisite for a well-founded suspicion is that occupational effects exist or existed which can be brought into a causal relationship with the skin disease. Form F6000 "Medical notification of a suspected occupational disease" is used for reporting. In the case of the numerically most significant BK No. 5101, there is the special feature that even if the skin disease is classified as occupationally caused, but not as severe or repeatedly relapsing, according to § 41 (1) of the contract between physicians and the accident insurance institutions, every physician is obliged to immediately present the insured person to a dermatologist so that the so-called dermatologist procedure can be initiated to enable the rapid initiation of prevention. Since 1 January 2021, it has been stipulated that the dermatologist's report must be submitted in every case-i.e. both when there is merely the possibility and when there is a well-founded suspicion of the existence of a BK No. 5101. This ensures that preventive measures can be quickly and effectively implemented. Ärztinnen und Ärzte sind nach § 202 SGB (Sozialgesetzbuch) VII gesetzlich verpflichtet, den begründeten Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit (BK) an den gesetzlichen Unfallversicherungsträger zu melden. Bei Hauterkrankungen kommen verschiedene BK-Nummern in Betracht. Sehr häufig sind die BK-Nrn. 5101 und 5103, aber auch zahlreiche weitere sind denkbar, zum Beispiel die BK-Nrn. 3101, 3102, 3104, 5102. Voraussetzung für den begründeten Verdacht ist, dass berufliche Einwirkungen mit der Hauterkrankung in eine Kausalbeziehung gebracht werden können. Für die Meldung ist das Formular F6000 „Ärztliche Anzeige bei Verdacht auf eine Berufskrankheit“ vorgesehen. Bei der zahlenmäßig bedeutendsten BK-Nr. 5101 ist eine Besonderheit, dass bereits bei der bloßen Möglichkeit einer arbeitsbedingten Krankheitsursache für jeden Arzt die Verpflichtung besteht, Versicherte unverzüglich einem Hautarzt vorzustellen (§ 41 Abs. 1 Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger). Der Hautarzt leitet mit dem Hautarztbericht das sog. „Hautarztverfahren“ ein, um schnelle Präventionsmaßnahmen zu ermöglichen. Seit dem 01.01.2021 ist hierbei geregelt, dass die Erstmeldung von Erkrankungen der BK-Nr. 5101 immer mit dem Hautarztbericht erfolgen soll. Liegt bereits eine Berufskrankheit vor, ist zusätzlich auch die ärztliche BK-Anzeige zu erstatten. Hierdurch wird gewährleistet, dass der UV-Träger von Beginn an über ausreichend Informationen verfügt, um Präventionsmaßnahmen rasch und effektiv einzuleiten.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Ärztinnen und Ärzte sind nach § 202 SGB (Sozialgesetzbuch) VII gesetzlich verpflichtet, den begründeten Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit (BK) an den gesetzlichen Unfallversicherungsträger zu melden. Bei Hauterkrankungen kommen verschiedene BK-Nummern in Betracht. Sehr häufig sind die BK-Nrn. 5101 und 5103, aber auch zahlreiche weitere sind denkbar, zum Beispiel die BK-Nrn. 3101, 3102, 3104, 5102. Voraussetzung für den begründeten Verdacht ist, dass berufliche Einwirkungen mit der Hauterkrankung in eine Kausalbeziehung gebracht werden können. Für die Meldung ist das Formular F6000 „Ärztliche Anzeige bei Verdacht auf eine Berufskrankheit“ vorgesehen. Bei der zahlenmäßig bedeutendsten BK-Nr. 5101 ist eine Besonderheit, dass bereits bei der bloßen Möglichkeit einer arbeitsbedingten Krankheitsursache für jeden Arzt die Verpflichtung besteht, Versicherte unverzüglich einem Hautarzt vorzustellen (§ 41 Abs. 1 Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger). Der Hautarzt leitet mit dem Hautarztbericht das sog. „Hautarztverfahren“ ein, um schnelle Präventionsmaßnahmen zu ermöglichen. Seit dem 01.01.2021 ist hierbei geregelt, dass die Erstmeldung von Erkrankungen der BK-Nr. 5101 immer mit dem Hautarztbericht erfolgen soll. Liegt bereits eine Berufskrankheit vor, ist zusätzlich auch die ärztliche BK-Anzeige zu erstatten. Hierdurch wird gewährleistet, dass der UV-Träger von Beginn an über ausreichend Informationen verfügt, um Präventionsmaßnahmen rasch und effektiv einzuleiten.

Identifiants

pubmed: 33871671
doi: 10.1007/s00105-021-04808-2
pii: 10.1007/s00105-021-04808-2
doi:

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Journal Article Review

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ger

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Pagination

469-473

Références

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(2019) Geschäfts- und Rechnungsergebnisse der gewerblichen Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand. www.dguv.de (webcode p021585). Zugegriffen: 07 Apr 2021
Anonymus: www.dguv.de , Webcode: d1017563. Zugegriffen: 21 Febr 2021
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Anonymus: www.dguv.de , webcode d684555, aufgerufen am 21. Febr. 2021
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doi: 10.5414/DBX00396
Anonymus: https://publikationen.dguv.de/versicherungleistungen/berufskrankheiten/3207/honorare-in-der-berufsdermatologie-ein-leitfaden-fuer-die-abrechnung-von-a-bis-z , aufgerufen am 21. Febr. 2021

Auteurs

S Krohn (S)

Referat Berufskrankheiten, Hauptabteilung Versicherung und Leistungen, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV), Glinkastr. 40, 10117, Berlin, Deutschland. Steffen.Krohn@dguv.de.

C Skudlik (C)

Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie, Fachbereich Humanwissenschaften, Universität Osnabrück, Osnabrück, Deutschland.
Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm), Universität Osnabrück, Osnabrück, Deutschland.

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