Working relationship between primary and specialist care in analysing elevated liver values-a survey from the point of view of gastroenterologists.
Kooperation zwischen Haus- und Facharztebene bei der Abklärung von Leberwerterhöhungen – eine Befragung aus Sicht niedergelassener Gastroenterologen.
Algorithm
Early detection
General practitioners
Liver
Transaminases
Journal
Wiener medizinische Wochenschrift (1946)
ISSN: 1563-258X
Titre abrégé: Wien Med Wochenschr
Pays: Austria
ID NLM: 8708475
Informations de publication
Date de publication:
Oct 2021
Oct 2021
Historique:
received:
17
03
2021
accepted:
11
05
2021
pubmed:
30
6
2021
medline:
5
10
2021
entrez:
29
6
2021
Statut:
ppublish
Résumé
Elevated liver values are often an incidental finding in outpatient care. A solid working relationship between general practitioners and specialists plays as much of a role in effective diagnostics as do selection and examination of liver values and context as indicators for referral towards more in-depth diagnosis. This article focuses on the status quo as well as potential hurdles and challenges in the relationship between general practitioners and specialists with regard to analysing elevated liver values of uncertain origin. A total of 529 physicians in gastroenterological practices in the German states of Baden-Württemberg, Hesse and Thuringia were invited to take part in an online survey in 2020, of which 313 responded. This contribution focuses on those parts of the survey covering the relationship between general practitioners and specialists. According to the results, 72% of the surveyed gastroenterologists saw working relationships between general practitioners and specialists as beneficial and effective. Even so, a variety of challenges and difficulties in everyday care dominate. Specialists especially criticised preliminary analyses performed by general practitioners as well as time of referral. Apart from that, a wide majority (85%) saw a major role in a structured diagnostic algorithm towards improving early detection and coordination between primary and specialist care. The survey revealed problems in the relationship between general practitioners and specialists. Together with targeted training and further training programmes for general practitioners, a validated diagnostic algorithm for classifying and analysing elevated liver values may be a valuable tool for general practitioners to perform diagnostics and improve the structure within which they work with specialists. In der ambulanten Versorgung treten Leberwerterhöhungen als häufiger Zufallsbefund auf. Für eine effektive Diagnostik ist nicht nur von Bedeutung, welche Leberwerte in welchen Konstellationen als Indikatoren Beachtung finden oder wann Patienten zur weiterführenden Diagnostik überwiesen werden, sondern auch, inwiefern es eine funktionierende Kooperation zwischen Haus- und Facharztebene gibt. Im Mittelpunkt des Beitrags stehen der Status quo sowie mögliche Hürden und Herausforderungen bei der Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten hinsichtlich der Abklärung (unklar) erhöhter Leberwerte. In Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen erfolgte im Jahr 2020 eine Online-Befragung von insgesamt 529 Ärztinnen und Ärzten gastroenterologischer Schwerpunktpraxen; letztlich teilgenommen haben 313 Ärztinnen und Ärzte. Der Beitrag fokussiert auf diejenigen Abschnitte der Befragung, die die Kooperation zwischen Haus- und Fachärzten betreffen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Zusammenarbeit zwischen Haus- und Facharztebene nach Ansicht der befragten Gastroenterologen in weiten Teilen funktioniert und überwiegend positiv beurteilt wird (72 %). Dennoch ist sie im Versorgungsalltag durch verschiedene Herausforderungen und Schwierigkeiten geprägt. Fachärzte kritisieren insbesondere die im Vorfeld von Hausärzten geleistete Abklärung und Diagnostik sowie den Überweisungszeitpunkt. Zudem erachten sie die Einführung eines strukturierten Diagnosealgorithmus in breiter Mehrheit (85 %) als wichtigen Ansatz für die Verbesserung der Früherkennung und eine bessere Koordination zwischen den Versorgungsebenen. Die Befragung hat Schnittstellenprobleme zwischen Haus- und Fachärzten offengelegt. Ein validierter Diagnosealgorithmus zur Einordnung und Bewertung erhöhter Leberwerte kann in Verbindung mit gezielten hausärztlichen Schulungs- und Fortbildungsformaten ein wertvolles Instrument sein, um Hausärzte effektiv bei der Diagnostik zu unterstützen und die Zusammenarbeit mit Fachärzten besser zu strukturieren.
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Type: Publisher
(ger)
In der ambulanten Versorgung treten Leberwerterhöhungen als häufiger Zufallsbefund auf. Für eine effektive Diagnostik ist nicht nur von Bedeutung, welche Leberwerte in welchen Konstellationen als Indikatoren Beachtung finden oder wann Patienten zur weiterführenden Diagnostik überwiesen werden, sondern auch, inwiefern es eine funktionierende Kooperation zwischen Haus- und Facharztebene gibt. Im Mittelpunkt des Beitrags stehen der Status quo sowie mögliche Hürden und Herausforderungen bei der Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten hinsichtlich der Abklärung (unklar) erhöhter Leberwerte. In Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen erfolgte im Jahr 2020 eine Online-Befragung von insgesamt 529 Ärztinnen und Ärzten gastroenterologischer Schwerpunktpraxen; letztlich teilgenommen haben 313 Ärztinnen und Ärzte. Der Beitrag fokussiert auf diejenigen Abschnitte der Befragung, die die Kooperation zwischen Haus- und Fachärzten betreffen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Zusammenarbeit zwischen Haus- und Facharztebene nach Ansicht der befragten Gastroenterologen in weiten Teilen funktioniert und überwiegend positiv beurteilt wird (72 %). Dennoch ist sie im Versorgungsalltag durch verschiedene Herausforderungen und Schwierigkeiten geprägt. Fachärzte kritisieren insbesondere die im Vorfeld von Hausärzten geleistete Abklärung und Diagnostik sowie den Überweisungszeitpunkt. Zudem erachten sie die Einführung eines strukturierten Diagnosealgorithmus in breiter Mehrheit (85 %) als wichtigen Ansatz für die Verbesserung der Früherkennung und eine bessere Koordination zwischen den Versorgungsebenen. Die Befragung hat Schnittstellenprobleme zwischen Haus- und Fachärzten offengelegt. Ein validierter Diagnosealgorithmus zur Einordnung und Bewertung erhöhter Leberwerte kann in Verbindung mit gezielten hausärztlichen Schulungs- und Fortbildungsformaten ein wertvolles Instrument sein, um Hausärzte effektiv bei der Diagnostik zu unterstützen und die Zusammenarbeit mit Fachärzten besser zu strukturieren.
Identifiants
pubmed: 34185218
doi: 10.1007/s10354-021-00855-5
pii: 10.1007/s10354-021-00855-5
pmc: PMC8484199
doi:
Types de publication
Journal Article
Langues
eng
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301-309Informations de copyright
© 2021. The Author(s).
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