[Ethical, Psychosocial and Legal Aspects of the Treatment of Pregnant Patients with Brain Death].

Ethische, psychosoziale und rechtliche Aspekte der Behandlung hirntoter Schwangerer.

Journal

Anasthesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie : AINS
ISSN: 1439-1074
Titre abrégé: Anasthesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther
Pays: Germany
ID NLM: 9109478

Informations de publication

Date de publication:
Jul 2021
Historique:
entrez: 23 7 2021
pubmed: 24 7 2021
medline: 28 7 2021
Statut: ppublish

Résumé

The therapy of brain-dead pregnant women is an extreme example not only of the possibilities in current critical care, but also of resulting ethical, social and legal controversies, an area not familiar to most clinicians. Based on the case of a patient with fatal traumatic brain injury, a previously unknown early pregnancy and stated will to donate organs, we will discuss several aspects using published case reports: therapeutic goals, especially palliative care vs. continuation; implications of brain death diagnosis; considerations on legal care; involvement of relatives, especially the child's father; dynamics within the care team; and finally the issue of putative organ donation. This complex case once more depicts that even facing such highly unfavourable framework and seemingly irreconcilable factors, pregnancy can prevail. The researched facts and considerations in this article are intended to give an overview of potential dilemmas and might serve as a starting point in similar situations. Die Therapie Schwangerer mit irreversiblem Hirnfunktionsausfall ist ein Extrembeispiel nicht nur für die Möglichkeiten moderner Intensivmedizin, sondern auch für die daraus resultierenden ethischen, sozialen und rechtlichen Spannungsfelder, die für Mediziner kein vertrautes Terrain sind. Im Folgenden wird der Fall einer in der 9. SSW verunfallten Patientin mit infauster Prognose bei massivem Schädel-Hirn-Trauma und anamnestischem Wunsch zur Organspende vorgestellt. Vor diesem Hintergrund werden anhand ausgewählter Fälle aus der Literatur verschiedene Aspekte beleuchtet: die Frage der Therapiezielfestlegung, insbesondere Palliation vs. Fortführung; die Implikationen einer Hirntoddiagnostik; betreuungsrechtliche Überlegungen; Einbindung der Angehörigen, v. a. des Kindsvaters; Dynamiken im Behandlungsteam sowie schließlich die Frage einer möglichen Organspende. Das Fallbeispiel verdeutlicht zudem, dass auch bei denkbar ungünstigen Rahmenbedingungen und dem Zusammenkommen scheinbar unvereinbarer Faktoren eine Schwangerschaft überraschend unbeeinträchtigt ausgetragen werden kann. Die recherchierten Fakten und Erwägungen sowie die zitierte weiterführende Literatur in diesem Artikel sollen einen Überblick über potenzielle Dilemmata verschaffen und als fundierter Ausgangspunkt für ähnlich gelagerte Fälle dienen.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Die Therapie Schwangerer mit irreversiblem Hirnfunktionsausfall ist ein Extrembeispiel nicht nur für die Möglichkeiten moderner Intensivmedizin, sondern auch für die daraus resultierenden ethischen, sozialen und rechtlichen Spannungsfelder, die für Mediziner kein vertrautes Terrain sind. Im Folgenden wird der Fall einer in der 9. SSW verunfallten Patientin mit infauster Prognose bei massivem Schädel-Hirn-Trauma und anamnestischem Wunsch zur Organspende vorgestellt. Vor diesem Hintergrund werden anhand ausgewählter Fälle aus der Literatur verschiedene Aspekte beleuchtet: die Frage der Therapiezielfestlegung, insbesondere Palliation vs. Fortführung; die Implikationen einer Hirntoddiagnostik; betreuungsrechtliche Überlegungen; Einbindung der Angehörigen, v. a. des Kindsvaters; Dynamiken im Behandlungsteam sowie schließlich die Frage einer möglichen Organspende. Das Fallbeispiel verdeutlicht zudem, dass auch bei denkbar ungünstigen Rahmenbedingungen und dem Zusammenkommen scheinbar unvereinbarer Faktoren eine Schwangerschaft überraschend unbeeinträchtigt ausgetragen werden kann. Die recherchierten Fakten und Erwägungen sowie die zitierte weiterführende Literatur in diesem Artikel sollen einen Überblick über potenzielle Dilemmata verschaffen und als fundierter Ausgangspunkt für ähnlich gelagerte Fälle dienen.

Identifiants

pubmed: 34298573
doi: 10.1055/a-1203-2826
doi:

Types de publication

Case Reports Journal Article

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

536-543

Informations de copyright

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Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autorinnen/Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt vorliegt.

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