[Short screener for suicidal behaviour in primary care - a systematic review].
Kurze Screener für Suizidalität in der Allgemeinmedizin : Eine systematische Übersichtsarbeit.
Suicide prevention
diagnostic accuracy
general practitioner
primary care
Journal
MMW Fortschritte der Medizin
ISSN: 1613-3560
Titre abrégé: MMW Fortschr Med
Pays: Germany
ID NLM: 100893959
Informations de publication
Date de publication:
Dec 2021
Dec 2021
Historique:
entrez:
24
11
2021
pubmed:
25
11
2021
medline:
15
12
2021
Statut:
ppublish
Résumé
We summarize the available studies reporting diagnostic accuracy of brief instruments for suicidal behaviour in primary care. Databases MEDLINE, EMBASE, PsychINFO, PSYNDEX, and Cochrane Library were searched without any time constraints. Risk of bias and applicability concerns were assessed using the QUADAS-2 tool. The certainty of evidence was rated via GRADEpro. We included studies on primary care patients or participants from the general population. Suicidal behaviour was the defined target condition. With respect to the applicability in a primary care setting we included only studies assessing brief screening instruments; a brief instrument was defined as having no more than 12 items. We assessed sensitivity, specificity, and positive and negative predictive value. A total of 12,460 studies were identified; of those, n = 7 fulfilled all strong criteria and were included. The range of sensitivity was 0.26-1.00, specificity was 0.64-0.99, positive predictive value 0.06-0.91, negative predictive value 0.83-1.00. Risk of bias was rated moderate and concerns regarding applicability acceptable. A required sensitivity of at least 0.80 and specificity of 0.50 with a moderate to high GRADE rating was achieved by 8 of 11 index tests. Brief screening instruments can support ruling-out suicidality, but are less suitable for ruling-in. They may support general practitioners in an initial assessment, but in case of a positive test result, a valid diagnostic assessment should be done by a structured clinical interview. Hintergrund: Es werden verfügbare Studien zusammengefasst, die über die diagnostische Genauigkeit von Kurzinstrumenten für suizidales Verhalten in der Primärversorgung berichten.Methode: Die Datenbanken MEDLINE, EMBASE, PsychINFO, PSYNDEX und Cochrane Library wurden ohne zeitliche Beschränkung durchsucht. Das Verzerrungsrisiko und Bedenken bezüglich der Anwendbarkeit wurden mithilfe des QUADAS-2-Tools bewertet. Die Gewissheit der Evidenz wurde mit GRADEpro bewertet. Eingeschlossen wurden Studien mit Patienten der Allgemeinmedizin oder Studienteilnehmern aus der Allgemeinbevölkerung. Suizidalität war der definierte Ziel-Zustand. Im Hinblick auf die Anwendbarkeit in der Primärversorgung wurden nur Studien berücksichtigt, die kurze Screeninginstrumente untersuchten; ein kurzes Instrument wurde definiert als ein Instrument mit nicht mehr als 12 Items. Sensitivität, Spezifität sowie positiver und negativer prädiktiver Vorhersagewert wurden bewertet.Ergebnisse: Insgesamt wurden 12.460 Studien identifiziert, von denen n = 7 alle strengen Kriterien erfüllten und eingeschlossen wurden. Die Sensitivität lag bei 0,26-1,00, die Spezifität bei 0,64-0,99, der positive prädiktive Wert bei 0,06-0,91 und der negative prädiktive Wert bei 0,83-1,00. Das Verzerrungsrisiko wurde als mäßig und die Bedenken bezüglich der Anwendbarkeit als akzeptabel eingestuft. Eine erforderliche Sensitivität von mindestens 0,80 und eine Spezifität von 0,50 mit einer moderaten bis hohen GRADE-Bewertung wurde von 8 der 11 Indextests erreicht.Schlussfolgerungen: Kurze Screeninginstrumente können den Ausschluss von Suizidalität unterstützen, sind aber für ein Erkennen von Suizidalität weniger geeignet. Sie können Hausärzte bei einer ersten Einschätzung bestärken, aber im Falle eines positiven Testergebnisses sollte eine valide diagnostische Einschätzung durch ein strukturiertes klinisches Interview erfolgen.Schlüsselwörter: Suizidprävention, diagnostische Genauigkeit, Allgemeinmedizin, HausarztEingereicht am 1.10.2021 - Revision akzeptiert am 25.10.2021.
Sections du résumé
BACKGROUND
BACKGROUND
We summarize the available studies reporting diagnostic accuracy of brief instruments for suicidal behaviour in primary care.
METHOD
METHODS
Databases MEDLINE, EMBASE, PsychINFO, PSYNDEX, and Cochrane Library were searched without any time constraints. Risk of bias and applicability concerns were assessed using the QUADAS-2 tool. The certainty of evidence was rated via GRADEpro. We included studies on primary care patients or participants from the general population. Suicidal behaviour was the defined target condition. With respect to the applicability in a primary care setting we included only studies assessing brief screening instruments; a brief instrument was defined as having no more than 12 items. We assessed sensitivity, specificity, and positive and negative predictive value.
RESULTS
RESULTS
A total of 12,460 studies were identified; of those, n = 7 fulfilled all strong criteria and were included. The range of sensitivity was 0.26-1.00, specificity was 0.64-0.99, positive predictive value 0.06-0.91, negative predictive value 0.83-1.00. Risk of bias was rated moderate and concerns regarding applicability acceptable. A required sensitivity of at least 0.80 and specificity of 0.50 with a moderate to high GRADE rating was achieved by 8 of 11 index tests.
CONCLUSIONS
CONCLUSIONS
Brief screening instruments can support ruling-out suicidality, but are less suitable for ruling-in. They may support general practitioners in an initial assessment, but in case of a positive test result, a valid diagnostic assessment should be done by a structured clinical interview.
ZUSAMMENFASSUNG
UNASSIGNED
Hintergrund: Es werden verfügbare Studien zusammengefasst, die über die diagnostische Genauigkeit von Kurzinstrumenten für suizidales Verhalten in der Primärversorgung berichten.Methode: Die Datenbanken MEDLINE, EMBASE, PsychINFO, PSYNDEX und Cochrane Library wurden ohne zeitliche Beschränkung durchsucht. Das Verzerrungsrisiko und Bedenken bezüglich der Anwendbarkeit wurden mithilfe des QUADAS-2-Tools bewertet. Die Gewissheit der Evidenz wurde mit GRADEpro bewertet. Eingeschlossen wurden Studien mit Patienten der Allgemeinmedizin oder Studienteilnehmern aus der Allgemeinbevölkerung. Suizidalität war der definierte Ziel-Zustand. Im Hinblick auf die Anwendbarkeit in der Primärversorgung wurden nur Studien berücksichtigt, die kurze Screeninginstrumente untersuchten; ein kurzes Instrument wurde definiert als ein Instrument mit nicht mehr als 12 Items. Sensitivität, Spezifität sowie positiver und negativer prädiktiver Vorhersagewert wurden bewertet.Ergebnisse: Insgesamt wurden 12.460 Studien identifiziert, von denen n = 7 alle strengen Kriterien erfüllten und eingeschlossen wurden. Die Sensitivität lag bei 0,26-1,00, die Spezifität bei 0,64-0,99, der positive prädiktive Wert bei 0,06-0,91 und der negative prädiktive Wert bei 0,83-1,00. Das Verzerrungsrisiko wurde als mäßig und die Bedenken bezüglich der Anwendbarkeit als akzeptabel eingestuft. Eine erforderliche Sensitivität von mindestens 0,80 und eine Spezifität von 0,50 mit einer moderaten bis hohen GRADE-Bewertung wurde von 8 der 11 Indextests erreicht.Schlussfolgerungen: Kurze Screeninginstrumente können den Ausschluss von Suizidalität unterstützen, sind aber für ein Erkennen von Suizidalität weniger geeignet. Sie können Hausärzte bei einer ersten Einschätzung bestärken, aber im Falle eines positiven Testergebnisses sollte eine valide diagnostische Einschätzung durch ein strukturiertes klinisches Interview erfolgen.Schlüsselwörter: Suizidprävention, diagnostische Genauigkeit, Allgemeinmedizin, HausarztEingereicht am 1.10.2021 - Revision akzeptiert am 25.10.2021.
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Type: Publisher
(ger)
Hintergrund: Es werden verfügbare Studien zusammengefasst, die über die diagnostische Genauigkeit von Kurzinstrumenten für suizidales Verhalten in der Primärversorgung berichten.Methode: Die Datenbanken MEDLINE, EMBASE, PsychINFO, PSYNDEX und Cochrane Library wurden ohne zeitliche Beschränkung durchsucht. Das Verzerrungsrisiko und Bedenken bezüglich der Anwendbarkeit wurden mithilfe des QUADAS-2-Tools bewertet. Die Gewissheit der Evidenz wurde mit GRADEpro bewertet. Eingeschlossen wurden Studien mit Patienten der Allgemeinmedizin oder Studienteilnehmern aus der Allgemeinbevölkerung. Suizidalität war der definierte Ziel-Zustand. Im Hinblick auf die Anwendbarkeit in der Primärversorgung wurden nur Studien berücksichtigt, die kurze Screeninginstrumente untersuchten; ein kurzes Instrument wurde definiert als ein Instrument mit nicht mehr als 12 Items. Sensitivität, Spezifität sowie positiver und negativer prädiktiver Vorhersagewert wurden bewertet.Ergebnisse: Insgesamt wurden 12.460 Studien identifiziert, von denen n = 7 alle strengen Kriterien erfüllten und eingeschlossen wurden. Die Sensitivität lag bei 0,26-1,00, die Spezifität bei 0,64-0,99, der positive prädiktive Wert bei 0,06-0,91 und der negative prädiktive Wert bei 0,83-1,00. Das Verzerrungsrisiko wurde als mäßig und die Bedenken bezüglich der Anwendbarkeit als akzeptabel eingestuft. Eine erforderliche Sensitivität von mindestens 0,80 und eine Spezifität von 0,50 mit einer moderaten bis hohen GRADE-Bewertung wurde von 8 der 11 Indextests erreicht.Schlussfolgerungen: Kurze Screeninginstrumente können den Ausschluss von Suizidalität unterstützen, sind aber für ein Erkennen von Suizidalität weniger geeignet. Sie können Hausärzte bei einer ersten Einschätzung bestärken, aber im Falle eines positiven Testergebnisses sollte eine valide diagnostische Einschätzung durch ein strukturiertes klinisches Interview erfolgen.Schlüsselwörter: Suizidprävention, diagnostische Genauigkeit, Allgemeinmedizin, HausarztEingereicht am 1.10.2021 - Revision akzeptiert am 25.10.2021.
Identifiants
pubmed: 34817784
doi: 10.1007/s15006-021-0507-2
pii: 10.1007/s15006-021-0507-2
doi:
Types de publication
Journal Article
Review
Systematic Review
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ger
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Type : ErratumIn
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