[Challenges in Influenza diagnostics in a swine herd - a case report].

Herausforderungen bei der Influenzadiagnostik in einem Schweinebetrieb – ein Fallbericht.

Journal

Tierarztliche Praxis. Ausgabe G, Grosstiere/Nutztiere
ISSN: 2567-5834
Titre abrégé: Tierarztl Prax Ausg G Grosstiere Nutztiere
Pays: Germany
ID NLM: 9715779

Informations de publication

Date de publication:
Dec 2021
Historique:
entrez: 3 12 2021
pubmed: 4 12 2021
medline: 15 12 2021
Statut: ppublish

Résumé

In a gilt producing farm in Lower Austria, respiratory diseases occurred over the previous years in self-reared gilts after being introduced into the sow herd. In addition, fertility disorders in terms of late abortions and re-breeders were observed in the fall of 2019. Nasal swabs of 3 gilts with respiratory signs and fever were tested positive for influenza A virus (IAV) subtype H1avN1 by PCR. However, examination of serum samples from these animals at 2 different time points did not detect antibodies using the standard hemagglutination inhibition (HI) test of the laboratory. Examination of additional age groups likewise failed to detect H1avN1 antibody titers. In consequence to the extension of the diagnostic panel of the HI test by 7 additional H1avN1 test antigens, a clear seroconversion of the PCR positive sows against 2 different H1avN1 isolates could be measured. In addition, high antibody titers against these 2 H1avN1 strains were also detectable in the majority of the remaining age groups tested. Following the administration of the trivalent influenza vaccine, which has been approved throughout Europe, a significant improvement of the clinical presentation in the herd was achieved. The present case report illustrates that direct and indirect pathogen detection should be used in combination for targeted influenza diagnostics. In addition, it was shown that the continuous adaptation of test antigens to the isolates circulating in the field would be extremely crucial for the significance of the HI test. In einem Jungsauenerzeugerbetrieb in Niederösterreich traten über mehrere Jahre hinweg gehäuft Atemwegserkrankungen bei Jungsauen aus Eigenremontierung nach Einstallung in die Altsauenherde auf. Im Herbst 2019 wurden zudem Fruchtbarkeitsstörungen in Form von Spätaborten und Umrauschen beobachtet. Bei der Untersuchung von Nasentupfern mittels PCR auf Influenza-A-Virus (IAV) konnte bei 3 Jungsauen mit respiratorischer Symptomatik und Fieber der IAV-Subtyp H1avN1 nachgewiesen werden. Die Untersuchung der Serumproben dieser Tiere an 2 Zeitpunkten im Abstand von 3 Wochen ergab jedoch keinen Nachweis von Antikörpern im Hämagglutinationshemmtest (HAH), der standardmäßig im Labor verwendet wurde. Auch bei der Untersuchung von Sauen weiterer Altersgruppen waren keine eindeutigen Antikörpertiter gegenüber H1avN1 detektierbar. Nach Erweiterung des diagnostischen Panels des HAH um 7 H1avN1-Testantigene konnte eine Serokonversion um bis zu 3 Titerstufen bei den PCR-positiven Sauen gegenüber 2 verschiedenen H1avN1-Isolaten gemessen werden. Darüber hinaus ließen sich auch bei der Mehrzahl der restlichen untersuchten Altersgruppen hohe Antikörpertiter gegen diese beiden H1avN1-Teststämme nachweisen. Nach Anwendung des europaweit zugelassenen trivalenten Influenzaimpfstoffs konnte das klinische Erscheinungsbild in der Herde deutlich verbessert werden. Der Fallbericht verdeutlicht, dass für eine zielgerichtete Influenzadiagnostik der direkte und der indirekte Erregernachweis kombiniert verwendet werden sollten. Zudem wurde gezeigt, dass die kontinuierliche Anpassung von Testantigenen an die im Feld zirkulierenden Isolate überaus entscheidend für die Aussagekraft des HAH wäre.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
In einem Jungsauenerzeugerbetrieb in Niederösterreich traten über mehrere Jahre hinweg gehäuft Atemwegserkrankungen bei Jungsauen aus Eigenremontierung nach Einstallung in die Altsauenherde auf. Im Herbst 2019 wurden zudem Fruchtbarkeitsstörungen in Form von Spätaborten und Umrauschen beobachtet. Bei der Untersuchung von Nasentupfern mittels PCR auf Influenza-A-Virus (IAV) konnte bei 3 Jungsauen mit respiratorischer Symptomatik und Fieber der IAV-Subtyp H1avN1 nachgewiesen werden. Die Untersuchung der Serumproben dieser Tiere an 2 Zeitpunkten im Abstand von 3 Wochen ergab jedoch keinen Nachweis von Antikörpern im Hämagglutinationshemmtest (HAH), der standardmäßig im Labor verwendet wurde. Auch bei der Untersuchung von Sauen weiterer Altersgruppen waren keine eindeutigen Antikörpertiter gegenüber H1avN1 detektierbar. Nach Erweiterung des diagnostischen Panels des HAH um 7 H1avN1-Testantigene konnte eine Serokonversion um bis zu 3 Titerstufen bei den PCR-positiven Sauen gegenüber 2 verschiedenen H1avN1-Isolaten gemessen werden. Darüber hinaus ließen sich auch bei der Mehrzahl der restlichen untersuchten Altersgruppen hohe Antikörpertiter gegen diese beiden H1avN1-Teststämme nachweisen. Nach Anwendung des europaweit zugelassenen trivalenten Influenzaimpfstoffs konnte das klinische Erscheinungsbild in der Herde deutlich verbessert werden. Der Fallbericht verdeutlicht, dass für eine zielgerichtete Influenzadiagnostik der direkte und der indirekte Erregernachweis kombiniert verwendet werden sollten. Zudem wurde gezeigt, dass die kontinuierliche Anpassung von Testantigenen an die im Feld zirkulierenden Isolate überaus entscheidend für die Aussagekraft des HAH wäre.

Identifiants

pubmed: 34861735
doi: 10.1055/a-1580-6938
doi:

Substances chimiques

Antibodies, Viral 0
Influenza Vaccines 0

Types de publication

Case Reports Journal Article

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

425-431

Informations de copyright

Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autoren bestätigen, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Christine Unterweger (C)

Universitätsklinik für Schweine, Department für Nutztiere und öffentliches Gesundheitswesen in der Veterinärmedizin, Veterinärmedizinische Universität Wien.

Stephanie Debeerst (S)

Vetpraxis Hegerberg, Kasten.

Eva Klingler (E)

Vetpraxis Hegerberg, Kasten.

Angelika Auer (A)

Institut für Virologie, Department für Pathobiologie, Veterinärmedizinische Universität Wien.

Monika Redlberger-Fritz (M)

Zentrum für Virologie, Medizinische Universität Wien.

Julia Stadler (J)

Klinik für Schweine, Ludwig-Maximilians-Universität München.

Stefan Pesch (S)

Ceva Innovation Centre GmbH.

Kathrin Lillie-Jaschniski (K)

Ceva Innovation Centre GmbH.

Andrea Ladinig (A)

Universitätsklinik für Schweine, Department für Nutztiere und öffentliches Gesundheitswesen in der Veterinärmedizin, Veterinärmedizinische Universität Wien.

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