[Psychological Burden of Refugees in Temporary Accommodations in the Rhine-Neckar Region, Baden-Wuerttemberg].
Psychische Belastung von Geflüchteten in vorläufigen Unterkünften des Rhein-Neckar-Kreises/Baden-Württemberg.
Journal
Psychotherapie, Psychosomatik, medizinische Psychologie
ISSN: 1439-1058
Titre abrégé: Psychother Psychosom Med Psychol
Pays: Germany
ID NLM: 8002823
Informations de publication
Date de publication:
Jul 2022
Jul 2022
Historique:
pubmed:
2
2
2022
medline:
15
7
2022
entrez:
1
2
2022
Statut:
ppublish
Résumé
Due to pre-, peri-, and post-migration stress factors, the prevalence of mental illnesses among refugees is higher than in the average population. To survey the prevalence of symptoms of posttraumatic stress disorder, depression and anxiety disorder among refugees who have been living in Germany for a longer period of time in a low threshold manner, a study with short questionnaires in temporary accommodations in the Rhine-Neckar region was conducted. To determine the prevalence of psychological stress symptoms, all adult refugees in 7 temporary accommodations in the Rhine-Neckar region were approached. If they agreed to participate and spoke one of the 7 available languages, psychological stress was assessed using PC-PTSD-5 and PHQ-4 (n=106). On average, the participants experienced 3.18 (SD 2.48) traumatic events. 47.2% showed symptoms of posttraumatic stress disorder, 37.7% of depression and 29.2% of anxiety disorder. Neither gender nor age was significantly related to certain traumatic events or the diagnoses mentioned. This study shows a high prevalence of traumatization and psychological distress among refugees that have been living in Germany for several months or years. However, both the identification of affected persons and mental health care is associated with numerous challenges. Even after a longer stay in Germany, the prevalence of psychological distress is significantly higher in both genders and across all age groups compared to the general population. There is a great need to identify mentally ill refugees systematically and to close existing gaps in mental health care. Aufgrund von prä-, peri und post-migratorischen Stressfaktoren leiden Geflüchtete häufiger als die Allgemeinbevölkerung unter psychischen Erkrankungen. Um die Prävalenz von Posttraumatischem Stress, depressiven und Angstsymptomen bei Geflüchteten niederschwellig zu erfassen, wurde eine Erhebung mit Kurzfragebögen in vorläufigen Unterkünften des Rhein-Neckar-Kreises durchgeführt. Zur Erfassung der Prävalenz psychischer Belastungssymptome wurden alle erwachsenen Geflüchteten in 7 vorläufigen Unterkünften des Rhein-Neckar-Kreises angesprochen. Willigten sie in die Erhebung ein und sprachen eine der 7 verfügbaren Sprachen, wurde die psychische Belastung mittels PC-PTSD-5 und PHQ-4 erhoben (n=106). Die Befragten erlebten im Durchschnitt 3,18 (SD 2,48) traumatische Ereignisse. 47,2% der Befragten zeigten Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung, 37,7% einer Depression und 29,2% einer Angststörung. Dabei standen weder das Geschlecht noch das Alter in einem signifikanten Zusammenhang mit bestimmten traumatischen Erlebnissen oder den genannten Diagnosen. Die vorliegende Studie zeigt eine hohe Prävalenz von Traumatisierung, Depression- und Angstsymptomen bei Geflüchteten, die in Deutschland in vorläufigen Unterkünften leben. Sowohl die Identifizierung der Betroffenen wie auch die psychologische Versorgung sind jedoch mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden. Auch nach längerem Aufenthalt in Deutschland ist die Prävalenz psychischer Belastung bei Geflüchteten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich erhöht. Es besteht großer Bedarf, psychisch erkrankte Geflüchtete systematisch zu identifizieren und bestehende Versorgungslücken zu schließen.
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Type: Publisher
(ger)
Aufgrund von prä-, peri und post-migratorischen Stressfaktoren leiden Geflüchtete häufiger als die Allgemeinbevölkerung unter psychischen Erkrankungen. Um die Prävalenz von Posttraumatischem Stress, depressiven und Angstsymptomen bei Geflüchteten niederschwellig zu erfassen, wurde eine Erhebung mit Kurzfragebögen in vorläufigen Unterkünften des Rhein-Neckar-Kreises durchgeführt.
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Journal Article
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ger
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Type : ErratumIn
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