[Experiences of Stigmatization Among Professional Caregivers in the Context of Covid-19 - a Qualitative Study].
Stigmatisierungserfahrungen bei beruflich Pflegenden im Kontext von Covid-19 – eine Qualitative Studie.
Journal
Gesundheitswesen (Bundesverband der Arzte des Offentlichen Gesundheitsdienstes (Germany))
ISSN: 1439-4421
Titre abrégé: Gesundheitswesen
Pays: Germany
ID NLM: 9204210
Informations de publication
Date de publication:
Apr 2022
Apr 2022
Historique:
pubmed:
24
3
2022
medline:
29
4
2022
entrez:
23
3
2022
Statut:
ppublish
Résumé
Healthcare workers seem to be more affected by stigma due to the Covid-19 pandemic compared to other occupational groups. However, there is very little research on this topic. The aims of the present study were to investigate pandemic-related stigmatization experiences among nursing and medical staff in Germany and determine the type and effects of stigmatization as well as appropriate prevention and intervention measures. The interviews were conducted by a semi-structured interview guide and evaluated using qualitative content analysis. Sixteen nurses participated in the interviews. Sources of stigmatization were friends and acquaintances, family members, executives, colleagues, patients and their relatives, strangers and public media. Some of the interviewed persons reported self-stigmatization. A common cause of stigma in the private environment was the fear of infection. In the context of the work, illness-related absence was also named as one of the causes of stigma. The interviewees reported about distancing and avoiding contact, as well as allegations they were faced with. As a result, they suffered from negative feelings and partially from psychosomatic complaints. Some interviewees tried to avoid stigmatization by concealing their own profession or place of work. Help was offered in private and professional context in form of conversations and encouragement. Stigmatization of healthcare professionals during the pandemic has hardly been explored in Germany. There is a particular need for research to quantify the extent, manifestations and effects of work-related stigmatization and to develop suitable preventive measures at workplace and outside of work. ZIEL: Beschäftigte im Gesundheitswesen scheinen im Vergleich zu anderen Berufsgruppen stärker von Stigmatisierung im Kontext der Covid-19-Pandemie betroffen zu sein. Allerdings ist die Wissensbasis diesbezüglich noch lückenhaft. Ziel der vorliegenden Studie war einerseits die Untersuchung pandemiebedingter Stigmatisierungserfahrungen bei pflegerischem und ärztlichem Personal in Deutschland, andererseits die Ermittlung spezifischer Details hinsichtlich der Art und Auswirkungen von Stigmatisierungserfahrungen sowie geeigneter Präventions- und Interventionsmaßnahmen. Leitfadengestützte, teilstandardisierte Interviews mit – von Stigmatisierung im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie betroffenen – beruflich Pflegenden wurden durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Sechzehn Pflegefachkräfte beteiligten sich an den Interviews. Als Quellen von Stigmatisierung wurden Freunde und Bekannte, Familienangehörige, Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen, Patientinnen und Patienten und deren Angehörige, fremde Personen sowie öffentliche Medien genannt. Ein Teil der interviewten Personen berichtete über Selbststigmatisierung. Anlässe für Stigmatisierung waren im privaten Umfeld primär die Angst vor Ansteckung, hingegen ließ sich Stigmatisierung im Arbeitskontext unter anderem auf krankheitsbedingte Abwesenheit vom Arbeitsplatz zurückführen. Als Stigmatisierungsformen traten verschiedene Arten der Distanzierung und Kontaktvermeidung sowie Vorwürfe auf. Als Folgen wurden ein breites Spektrum negativer Gefühlsqualitäten sowie psychosomatische Beschwerden beschrieben. Der Umgang mit der Stigmatisierungserfahrung war sehr individuell. Einige Betroffene versuchten, erneute Stigmatisierung durch Verschweigen der eigenen Berufstätigkeit oder Arbeitsstelle zu verhindern. Die soziale Umgebung der Betroffenen reagierte zumeist mit Zuspruch und verbaler Unterstützung. Stigmatisierung von beruflich Pflegenden infolge von Pandemien ist ein in Deutschland noch kaum erschlossenes Forschungsfeld. Besonderer Forschungsbedarf wird in der Quantifizierung von Ausmaß, Erscheinungsformen und Folgen berufsbedingter Stigmatisierung sowie in der Entwicklung geeigneter Präventionsstrategien auf betrieblicher und überbetrieblicher Ebene gesehen.
Autres résumés
Type: Publisher
(ger)
ZIEL: Beschäftigte im Gesundheitswesen scheinen im Vergleich zu anderen Berufsgruppen stärker von Stigmatisierung im Kontext der Covid-19-Pandemie betroffen zu sein. Allerdings ist die Wissensbasis diesbezüglich noch lückenhaft. Ziel der vorliegenden Studie war einerseits die Untersuchung pandemiebedingter Stigmatisierungserfahrungen bei pflegerischem und ärztlichem Personal in Deutschland, andererseits die Ermittlung spezifischer Details hinsichtlich der Art und Auswirkungen von Stigmatisierungserfahrungen sowie geeigneter Präventions- und Interventionsmaßnahmen.
Types de publication
Journal Article
Langues
ger
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Type : ErratumIn
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