[Transfer of Physicians' Tasks to Nurses in the Care of People with Dementia].
Aufgabenübertragung ärztlicher Tätigkeiten in der Versorgung von Menschen mit Demenz auf Pflegefachpersonen in Substitution und Delegation.
Journal
Gesundheitswesen (Bundesverband der Arzte des Offentlichen Gesundheitsdienstes (Germany))
ISSN: 1439-4421
Titre abrégé: Gesundheitswesen
Pays: Germany
ID NLM: 9204210
Informations de publication
Date de publication:
May 2022
May 2022
Historique:
pubmed:
24
3
2022
medline:
11
5
2022
entrez:
23
3
2022
Statut:
ppublish
Résumé
A transfer of medical activities to nurses and thus the redistribution of tasks has been discussed for almost 15 years. A legal base for model projects has been enacted. However, clearly defined tasks for substitution are still lacking. The aim of this study was to solicit opinions of general practitioners, nurses, people with dementia (PwD) and their relatives about the possibility of a large number of specific General practitioner (GP) tasks being performed by nurses in outpatient dementia care. A mixed-methods study with a sequential in-depth design was conducted. The analysis presented here refers to the quantitative survey of the four participant groups. 865 participants were asked about the acceptance of substitution of assessments, primary and follow-up prescriptions, health monitoring measures and other activities currently performed by physicians. Across all groups of subjects, the highest level of approval for substitution was achieved for the assessment of mobility restrictions, everyday competencies, nutritional abnormalities, prescription of transportation, nursing aids, home nursing services and drawing of blood samples. Among PwD and relatives, the level of acceptance for substitution was very high. 88% of the PwD and relatives indicated that many activities can be substituted while the general practitioner remained their first point of contact. More GPs (63.2%) than nurses (56.7%) would accept the substitution. The results indicate that a large number of GPs, nurses, patients and their relatives welcome substitution. However, PwD and relatives have a significantly more positive attitude towards substitution. Seit etwa 15 Jahren wird eine Übertragung ärztlicher Tätigkeiten an Pflegefachpersonen und damit eine Aufgabenneuverteilung zwischen beiden Professionen diskutiert. Für Modellvorhaben wurde bereits eine rechtliche Grundlage geschaffen. Jedoch fehlen bis heute klar definierte Tätigkeiten. Ziel der AHeaD-Studie war es, die Meinungen von Hausärzt*innen, Pflegefachpersonen, Menschen mit Demenz (MmD) und deren Angehörigen zur Möglichkeit der Substitution und Delegation spezifischer ärztlicher Tätigkeiten durch Pflegefachpersonen und ihrer Akzeptanz in der ambulanten Demenzversorgung zu erfassen. Durchgeführt wurde eine Mixed-Methods-Studie mit einem sequentiellen Vertiefungsdesign. Die hier vorgestellte Auswertung bezieht sich auf die quantitative Befragung der vier Teilnehmer*innengruppen. Es wurden 865 Teilnehmer*innen zur Akzeptanz der Substitution von Assessments, Primär- und Folgeverschreibungen, Maßnahmen des gesundheitlichen Monitorings und weiteren, bislang ausschließlich ärztlichen Tätigkeiten befragt. Über alle Probandengruppen hinweg erzielten das Assessment von Mobilitätseinschränkungen, der Alltagskompetenz und von Ernährungsauffälligkeiten, die Verschreibung von Fahrtdiensten, Pflegehilfsmitteln und häuslicher Krankenpflege sowie die Durchführung von Blutentnahmen die höchste Zustimmung zur Substitution. MmD und Angehörige gaben durchweg eine sehr hohe Akzeptanz der Substitution an, wobei Hausärzt*innen auch bei einer Substitution von Tätigkeiten weiterhin erste*r Ansprechpartner*in blieben (88%). Bei den Hausärzt*innen (63,2%) war im Vergleich zu den Pflegefachpersonen (56,7%) im Mittel die Akzeptanz der Substitution höher. Ein Großteil der Hausärzt*innen, Pflegefachpersonen, MmD und Angehörigen begrüßte eine Substitution ärztlicher Tätigkeiten. Dabei stehen MmD und Angehörige einer Substitution deutlich positiver gegenüber.
Autres résumés
Type: Publisher
(ger)
Seit etwa 15 Jahren wird eine Übertragung ärztlicher Tätigkeiten an Pflegefachpersonen und damit eine Aufgabenneuverteilung zwischen beiden Professionen diskutiert. Für Modellvorhaben wurde bereits eine rechtliche Grundlage geschaffen. Jedoch fehlen bis heute klar definierte Tätigkeiten. Ziel der AHeaD-Studie war es, die Meinungen von Hausärzt*innen, Pflegefachpersonen, Menschen mit Demenz (MmD) und deren Angehörigen zur Möglichkeit der Substitution und Delegation spezifischer ärztlicher Tätigkeiten durch Pflegefachpersonen und ihrer Akzeptanz in der ambulanten Demenzversorgung zu erfassen.
Types de publication
Journal Article
Langues
ger
Sous-ensembles de citation
IM
Pagination
438-447Subventions
Organisme : 01VSF16028
ID : Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) unterstützt
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