Targeted Medical History and Diagnostic Testing in Uveitis.
Zielgerichtete Anamnese und Diagnostik bei Uveitis.
Journal
Klinische Monatsblatter fur Augenheilkunde
ISSN: 1439-3999
Titre abrégé: Klin Monbl Augenheilkd
Pays: Germany
ID NLM: 0014133
Informations de publication
Date de publication:
May 2022
May 2022
Historique:
pubmed:
24
3
2022
medline:
14
5
2022
entrez:
23
3
2022
Statut:
ppublish
Résumé
Uveitis is a collective term for a variety of different intraocular inflammations. The underlying etiologies vary greatly depending on the uveitis subtype, and in particular the anatomical focus. The most common forms of anterior uveitis are acute fibrinous unilateral uveitis, often associated with the HLA-B27 haplotype, and granulomatous inflammation, typically associated with sarcoidosis or herpes infections. Intermediate uveitis is usually idiopathic in nature but can also be associated with multiple sclerosis or sarcoidosis, while vitreoretinal lymphoma must also be considered as a masquerade syndrome in patients aged over 45. Posterior uveitis, on the other hand, as well as retinal vasculitis and panuveitis, have a very broad variety of etiologies; these can, however, be narrowed down through a similar findings-centered approach. Retinitis, for example, is often associated with infections (Toxoplasma gondii and viruses of the herpes group), whereas chorioditis is frequently idiopathic, although infections such as tuberculosis may occur. Therefore, the medical history and laboratory diagnosis should be tailored in patients with uveitis based on the anatomic focus of inflammation (anterior, intermediate, or posterior uveitis, or panuveitis) and the clinical picture (e.g., granulomatous versus nongranulomatous). Uveitis ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher intraokularer Entzündungen. Dabei variieren die zugrunde liegenden Ätiologien sehr stark in Abhängigkeit vom Subtyp der Uveitis, vor allem vom anatomischen Schwerpunkt. Die Hauptformen der anterioren Uveitis stellen die akute fibrinöse unilaterale Verlaufsform, häufig mit dem HLA-B27-Haplotyp assoziiert, und die granulomatöse Entzündung, typischerweise im Zusammenhang mit einer Sarkoidose oder einer Herpesinfektion, dar. Die intermediäre Uveitis ist meistens idiopathischer Natur, kann jedoch auch mit einer Multiplen Sklerose oder einer Sarkoidose assoziiert sein, während bei Patienten nach dem 45. Lebensjahr auch an ein vitreoretinales Lymphom als Masquerade-Syndrom gedacht werden muss. Die Uveitis posterior wiederum, und ähnlich auch die retinale Vaskulitis und Panuveitis, haben eine sehr breite ätiologische Vielfalt, die aber ebenso befundorientiert eingegrenzt werden kann. So haben Retinitiden häufig eine infektiöse Genese (Toxoplasma und Viren der Herpesgruppe), während es sich bei Chorioiditiden häufig um spezifische, vermutlich autoimmune Entitäten handelt, wobei auch hier Infektionen, z. B. Tuberkulose, zugrunde liegen können. Anamnese und Labordiagnostik sollten bei Patienten mit Uveitis daher maßgeschneidert und orientiert am anatomischen Schwerpunkt der Entzündung (Uveitis anterior, intermedia, posterior oder Panuveitis) und dem klinischen Bild (z. B. granulomatös vs. nicht granulomatös) erfolgen.
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Type: Publisher
(ger)
Uveitis ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher intraokularer Entzündungen. Dabei variieren die zugrunde liegenden Ätiologien sehr stark in Abhängigkeit vom Subtyp der Uveitis, vor allem vom anatomischen Schwerpunkt. Die Hauptformen der anterioren Uveitis stellen die akute fibrinöse unilaterale Verlaufsform, häufig mit dem HLA-B27-Haplotyp assoziiert, und die granulomatöse Entzündung, typischerweise im Zusammenhang mit einer Sarkoidose oder einer Herpesinfektion, dar. Die intermediäre Uveitis ist meistens idiopathischer Natur, kann jedoch auch mit einer Multiplen Sklerose oder einer Sarkoidose assoziiert sein, während bei Patienten nach dem 45. Lebensjahr auch an ein vitreoretinales Lymphom als Masquerade-Syndrom gedacht werden muss. Die Uveitis posterior wiederum, und ähnlich auch die retinale Vaskulitis und Panuveitis, haben eine sehr breite ätiologische Vielfalt, die aber ebenso befundorientiert eingegrenzt werden kann. So haben Retinitiden häufig eine infektiöse Genese (Toxoplasma und Viren der Herpesgruppe), während es sich bei Chorioiditiden häufig um spezifische, vermutlich autoimmune Entitäten handelt, wobei auch hier Infektionen, z. B. Tuberkulose, zugrunde liegen können. Anamnese und Labordiagnostik sollten bei Patienten mit Uveitis daher maßgeschneidert und orientiert am anatomischen Schwerpunkt der Entzündung (Uveitis anterior, intermedia, posterior oder Panuveitis) und dem klinischen Bild (z. B. granulomatös vs. nicht granulomatös) erfolgen.
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