Complete, Durable Remission of Advanced Hepatocellular Carcinoma under Treatment with Viscum album Extracts: A Case Report.

Anhaltende komplette Remission eines fortgeschrittenen hepatozellulären Karzinoms unter Behandlung mit Viscum album Extrakten: ein Fallbericht.

Journal

Complementary medicine research
ISSN: 2504-2106
Titre abrégé: Complement Med Res
Pays: Switzerland
ID NLM: 101698453

Informations de publication

Date de publication:
2022
Historique:
received: 30 04 2021
accepted: 07 06 2022
pubmed: 29 6 2022
medline: 15 12 2022
entrez: 28 6 2022
Statut: ppublish

Résumé

Hepatocellular carcinoma (HCC) is the third leading cause of cancer deaths. Early-stage disease is treated with curative intent, but most patients present with advanced HCC, which carries a poor prognosis. Viscum album extracts (VAE) are used by cancer patients as an adjunct treatment or palliation. A 51-year-old female presented with relapsing multifocal HCC. She declined palliative treatment and commenced intravenous VAE treatment in conjunction with intravenous hepato-protective L-ornithine-L-aspartate (LOLA). She experienced a significant improvement of life-quality and performance status. After 3 months, a significant regression was noted on computerized tomography, and α-fetoprotein was in normal range. Imaging 11 months later confirmed a complete regression. The VAE and LOLA treatment continues to date. The patient had no other cancer-directed therapy. The regression is sustained for more than 5 years at publication, confirmed by regular imaging and serology. The patient is experiencing an unrestricted quality of life. Complete regression of advanced HCC is rare. Responses of HCC to VAE treatment have been reported before. However, this is the first documented case with a complete and durable regression of an HCC under treatment with VAE. Further studies should evaluate VAE treatment in HCC, especially when administered in forms as reported here. Hintergrund: Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist die dritthäufigste Ursache für krebsbedingte Todesfälle. Im Frühstadium wird die Krankheit mit kurativer Absicht behandelt, doch liegt bei den meisten Patienten ein fortgeschrittenes HCC vor, das mit einer schlechten Prognose verbunden ist. Viscum album Extrakte (VAE) werden von Krebspatienten als ergänzende Behandlung oder im Rahmen der Palliativtherapie angewendet. Fallvorstellung: Eine 51-jährige Frau stellte sich mit einem rezidivierten multifokalen HCC vor. Sie lehnte eine palliative Behandlung ab, und es wurde eine intravenöse VAE-Behandlung in Verbindung mit intravenösem hepatoprotektivem L-Ornithin-L-Aspartat (LOLA) eingeleitet. Die Lebensqua­lität und der Performance-Status der Patientin besserten sich deutlich. In der nach 3 Monaten durchgeführten Computertomographie war eine deutliche Regression nachweisbar, und die α-Fetoprotein-Konzentration lag im Normalbereich. Bildgebende Untersuchungen 11 Monate später bestätigten eine komplette Regression. Die VAE- und LOLA-Behandlung wird bis heute fortgeführt. Die Patientin erhielt keine andere antitumorale Therapie. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hält die Regression seit mehr als 5 Jahren an und wird durch regelmäßige bildgebende und serologische Untersuchungen bestätigt. Die Lebensqualität der Patientin ist nicht eingeschränkt. Schlussfolgerung: Eine vollständige Regression eines fortgeschrittenen HCC ist selten. Über das Ansprechen von HCC auf eine VAE-Behandlung wurde bereits früher berichtet. Dies ist jedoch der erste dokumentierte Fall von kompletter und anhaltender Regression eines HCC unter der Behandlung mit VAE. Die Behandlung mit VAE bei HCC sollte in weiteren Studien untersucht werden, insbesondere wenn sie in den hier beschriebenen Formen durchgeführt wird.

Sections du résumé

BACKGROUND BACKGROUND
Hepatocellular carcinoma (HCC) is the third leading cause of cancer deaths. Early-stage disease is treated with curative intent, but most patients present with advanced HCC, which carries a poor prognosis. Viscum album extracts (VAE) are used by cancer patients as an adjunct treatment or palliation.
CASE PRESENTATION METHODS
A 51-year-old female presented with relapsing multifocal HCC. She declined palliative treatment and commenced intravenous VAE treatment in conjunction with intravenous hepato-protective L-ornithine-L-aspartate (LOLA). She experienced a significant improvement of life-quality and performance status. After 3 months, a significant regression was noted on computerized tomography, and α-fetoprotein was in normal range. Imaging 11 months later confirmed a complete regression. The VAE and LOLA treatment continues to date. The patient had no other cancer-directed therapy. The regression is sustained for more than 5 years at publication, confirmed by regular imaging and serology. The patient is experiencing an unrestricted quality of life.
CONCLUSION CONCLUSIONS
Complete regression of advanced HCC is rare. Responses of HCC to VAE treatment have been reported before. However, this is the first documented case with a complete and durable regression of an HCC under treatment with VAE. Further studies should evaluate VAE treatment in HCC, especially when administered in forms as reported here.
Hintergrund: Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist die dritthäufigste Ursache für krebsbedingte Todesfälle. Im Frühstadium wird die Krankheit mit kurativer Absicht behandelt, doch liegt bei den meisten Patienten ein fortgeschrittenes HCC vor, das mit einer schlechten Prognose verbunden ist. Viscum album Extrakte (VAE) werden von Krebspatienten als ergänzende Behandlung oder im Rahmen der Palliativtherapie angewendet. Fallvorstellung: Eine 51-jährige Frau stellte sich mit einem rezidivierten multifokalen HCC vor. Sie lehnte eine palliative Behandlung ab, und es wurde eine intravenöse VAE-Behandlung in Verbindung mit intravenösem hepatoprotektivem L-Ornithin-L-Aspartat (LOLA) eingeleitet. Die Lebensqua­lität und der Performance-Status der Patientin besserten sich deutlich. In der nach 3 Monaten durchgeführten Computertomographie war eine deutliche Regression nachweisbar, und die α-Fetoprotein-Konzentration lag im Normalbereich. Bildgebende Untersuchungen 11 Monate später bestätigten eine komplette Regression. Die VAE- und LOLA-Behandlung wird bis heute fortgeführt. Die Patientin erhielt keine andere antitumorale Therapie. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hält die Regression seit mehr als 5 Jahren an und wird durch regelmäßige bildgebende und serologische Untersuchungen bestätigt. Die Lebensqualität der Patientin ist nicht eingeschränkt. Schlussfolgerung: Eine vollständige Regression eines fortgeschrittenen HCC ist selten. Über das Ansprechen von HCC auf eine VAE-Behandlung wurde bereits früher berichtet. Dies ist jedoch der erste dokumentierte Fall von kompletter und anhaltender Regression eines HCC unter der Behandlung mit VAE. Die Behandlung mit VAE bei HCC sollte in weiteren Studien untersucht werden, insbesondere wenn sie in den hier beschriebenen Formen durchgeführt wird.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Hintergrund: Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist die dritthäufigste Ursache für krebsbedingte Todesfälle. Im Frühstadium wird die Krankheit mit kurativer Absicht behandelt, doch liegt bei den meisten Patienten ein fortgeschrittenes HCC vor, das mit einer schlechten Prognose verbunden ist. Viscum album Extrakte (VAE) werden von Krebspatienten als ergänzende Behandlung oder im Rahmen der Palliativtherapie angewendet. Fallvorstellung: Eine 51-jährige Frau stellte sich mit einem rezidivierten multifokalen HCC vor. Sie lehnte eine palliative Behandlung ab, und es wurde eine intravenöse VAE-Behandlung in Verbindung mit intravenösem hepatoprotektivem L-Ornithin-L-Aspartat (LOLA) eingeleitet. Die Lebensqua­lität und der Performance-Status der Patientin besserten sich deutlich. In der nach 3 Monaten durchgeführten Computertomographie war eine deutliche Regression nachweisbar, und die α-Fetoprotein-Konzentration lag im Normalbereich. Bildgebende Untersuchungen 11 Monate später bestätigten eine komplette Regression. Die VAE- und LOLA-Behandlung wird bis heute fortgeführt. Die Patientin erhielt keine andere antitumorale Therapie. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hält die Regression seit mehr als 5 Jahren an und wird durch regelmäßige bildgebende und serologische Untersuchungen bestätigt. Die Lebensqualität der Patientin ist nicht eingeschränkt. Schlussfolgerung: Eine vollständige Regression eines fortgeschrittenen HCC ist selten. Über das Ansprechen von HCC auf eine VAE-Behandlung wurde bereits früher berichtet. Dies ist jedoch der erste dokumentierte Fall von kompletter und anhaltender Regression eines HCC unter der Behandlung mit VAE. Die Behandlung mit VAE bei HCC sollte in weiteren Studien untersucht werden, insbesondere wenn sie in den hier beschriebenen Formen durchgeführt wird.

Identifiants

pubmed: 35764068
pii: 000525409
doi: 10.1159/000525409
doi:

Substances chimiques

Plant Extracts 0

Types de publication

Case Reports

Langues

eng

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

483-491

Informations de copyright

© 2022 S. Karger AG, Basel.

Auteurs

Maurice Orange (M)

Oncological Day Clinic, Klinik Arlesheim, Arlesheim, Switzerland.

Nicoletta Poidimani (N)

Day Clinic Integrative Oncology, Casa Andrea Cristoforo, Ascona, Switzerland.
Centre Integrative Medicine, Kantonspital, St. Gallen, Switzerland.
Department of Gastroenterology, Ospedale San Paolo, Milano, Italy.

Andrea Crosignani (A)

Department of Gastroenterology, Ospedale San Paolo, Milano, Italy.

Paul G Werthmann (PG)

Center for Complementary Medicine, Faculty of Medicine, University of Freiburg, Freiburg, Germany.
Institute for Applied Epistemology and Medical Methodology at the University of Witten/Herdecke, Freiburg, Germany.
Department of General and Visceral Surgery, University Hospital Ulm, Ulm, Germany.

Corrado Bertotto (C)

Day Clinic Integrative Oncology, Casa Andrea Cristoforo, Ascona, Switzerland.
Centre Integrative Medicine, Kantonspital, St. Gallen, Switzerland.

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