[Importance of tail length in sheep and the breeding for short tails].

Bedeutung der Schwanzlänge beim Schaf und Zucht auf Kurzschwänzigkeit.

Journal

Tierarztliche Praxis. Ausgabe G, Grosstiere/Nutztiere
ISSN: 2567-5834
Titre abrégé: Tierarztl Prax Ausg G Grosstiere Nutztiere
Pays: Germany
ID NLM: 9715779

Informations de publication

Date de publication:
Jun 2022
Historique:
entrez: 5 7 2022
pubmed: 6 7 2022
medline: 7 7 2022
Statut: ppublish

Résumé

Breeding for short tails in sheep may represent a good measure in order to avoid the continuation of tail docking in lambs. Since the ancestor of domestic sheep, the mouflon, has a short, narrow tail, it may be assumed that longer tails are a result of domestication. Previous studies on the heritability of tail length in domestic sheep were able to show values of 0.38 to 0.77, depending on the breed. Breeding for short tails must however ensure the avoidance of spinal malformations and those of neighboring structures. Until breeding progress is achieved, management measures may reduce the negative effects of long and woolly tails (e. g. myiasis, dermatitis). This includes prevention of diarrhea by balanced, ruminant-friendly feeding, a farm-specific and sustainable parasite management program as well as the deliberate shearing of uncut tails. Eine Möglichkeit, das Kopieren von Schwänzen bei Schafen in der Zukunft zu vermeiden, stellt die Zucht auf Kurzschwänzigkeit dar. Dies erscheint vielversprechend, da die Urform der Hausschafe, der Mufflon, einen relativ kurzen schmalen Schwanz besitzt. Es kann folglich davon ausgegangen werden, dass längere Schwänze ein Resultat der Domestikation sind. Ältere Untersuchungen zur Heritabilität der Schwanzlänge beim Hausschaf konnten rasseabhängig Werte von 0,38 bis 0,77 nachweisen. Bei der Zucht auf Kurzschwänzigkeit muss jedoch darauf geachtet werden, dass keine Missbildungen der Wirbelsäule und benachbarter Strukturen auftreten. Bis in diesem Bereich ein Zuchtfortschritt erreicht ist, können durch Managementmaßnahmen die negativen Auswirkungen länger bewollter Schwänze (z. B. Myiasisbefall, Dermatitis) gemindert werden. Dazu gehören die Vermeidung von Durchfällen durch eine ausgewogene wiederkäuergerechte Fütterung, ein betriebsspezifisch angepasstes nachhaltiges Parasitenmanagementprogramm und die gezielte Schur unkupierter Schwänze.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Eine Möglichkeit, das Kopieren von Schwänzen bei Schafen in der Zukunft zu vermeiden, stellt die Zucht auf Kurzschwänzigkeit dar. Dies erscheint vielversprechend, da die Urform der Hausschafe, der Mufflon, einen relativ kurzen schmalen Schwanz besitzt. Es kann folglich davon ausgegangen werden, dass längere Schwänze ein Resultat der Domestikation sind. Ältere Untersuchungen zur Heritabilität der Schwanzlänge beim Hausschaf konnten rasseabhängig Werte von 0,38 bis 0,77 nachweisen. Bei der Zucht auf Kurzschwänzigkeit muss jedoch darauf geachtet werden, dass keine Missbildungen der Wirbelsäule und benachbarter Strukturen auftreten. Bis in diesem Bereich ein Zuchtfortschritt erreicht ist, können durch Managementmaßnahmen die negativen Auswirkungen länger bewollter Schwänze (z. B. Myiasisbefall, Dermatitis) gemindert werden. Dazu gehören die Vermeidung von Durchfällen durch eine ausgewogene wiederkäuergerechte Fütterung, ein betriebsspezifisch angepasstes nachhaltiges Parasitenmanagementprogramm und die gezielte Schur unkupierter Schwänze.

Identifiants

pubmed: 35790157
doi: 10.1055/a-1851-9402
doi:

Types de publication

Journal Article

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

187-194

Informations de copyright

Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autoren bestätigen, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Hannah Hümmelchen (H)

Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere, Justus-Liebig-Universität.

Henrik Wagner (H)

Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere, Justus-Liebig-Universität.

Sven König (S)

Institut für Tierzucht und Haustiergenetik, Justus-Liebig- Universität.

Axel Wehrend (A)

Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere, Justus-Liebig-Universität.

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