[Approach to patients with Assurity® and Endurity® pacemakers : Recommendations from the nucleus of the Working Group Electrophysiology and Rhythmology of the German Cardiac Society].

Vorgehen bei Patienten mit Assurity®- und Endurity®-Schrittmachern : Empfehlungen des Nucleus der Arbeitsgruppe Elektrophysiologie und Rhythmologie (AGEP) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

Journal

Herzschrittmachertherapie & Elektrophysiologie
ISSN: 1435-1544
Titre abrégé: Herzschrittmacherther Elektrophysiol
Pays: Germany
ID NLM: 9425873

Informations de publication

Date de publication:
Dec 2022
Historique:
received: 22 09 2022
accepted: 23 09 2022
pubmed: 26 10 2022
medline: 29 11 2022
entrez: 25 10 2022
Statut: ppublish

Résumé

In a subset of patients with pacemaker models Assurity® and Endurity® (Abbott, Sylmar, California, USA; worldwide outside the USA approximately 83,000 devices), a mistake during production may have occurred resulting in insufficient adhesion between the pulse generator header and device housing which in turn may allow moisture to enter the header. This may cause loss of telemetry, switch to back-up mode, reduced battery longevity, or in worst case loss of pacing. Until June 2022, these malfunctions were reported for 128 devices worldwide (0.15%); no permanent harm to patients due to this issue has been reported. The nucleus of the AGEP suggests the following recommendations: (1) Patients with a device under safety advisory should be informed. (2) The risks for the patient in case of loss of stimulation should be assessed. Patients should be categorized into "likely pacemaker-dependent" (e.g., indication permanent atrioventricular [AV] block, no intrinsic rhythm at the last follow-up, percentage of ventricular pacing in the device memory > 90%), "unknown", or "likely not pacemaker-dependent" (e.g., indication sick sinus syndrome, intrinsic rhythm > 50 bpm at the last follow-up, percentage of ventricular pacing in the device memory < 1%). (3) In likely pacemaker-non-dependent patients, information about this issue should be provided together with an unchanged follow-up or a follow-up with shortened intervals (e.g., every 3 months) and/or remote monitoring. (4) In patients with unknown risk if stimulation failure occurs, at least follow-up intervals should be shortened to, for example, 3 months and/or remote monitoring should be initialized. In addition, risks and benefits of a device exchange should be weighed against each other. (5) In patients who are likely pacemaker-dependent, device exchange is recommended. Bei einer Untergruppe von Schrittmachern der Modelle Assurity® und Endurity® (Fa. Abbott, Sylmar, Kalifornien, USA; weltweit ca. 83.000 Geräte) kann es bei der Herstellung zu einem Verarbeitungsfehler der Verbindung zwischen Konnektorblock („header“) und Metallgehäuse gekommen sein, wodurch Feuchtigkeit eindringen kann. Dies kann zu Verlust der Telemetriefähigkeit, Umstellen in den Back-up-Modus, verkürzter Batterielaufzeit oder im schlimmsten Fall zu einem Stimulationsverlust führen. Bis Juni 2022 wurden solche Ausfälle bei 128 Geräten weltweit (0,15 %) gemeldet, gesundheitliche Schäden durch einen Ausfall wurden bis zu diesem Zeitpunkt nicht gemeldet.Der Nucleus der AGEP empfiehlt hierzu folgendes Vorgehen: 1. Patienten, bei denen ein betroffenes Gerät implantiert wurde, sollten informiert werden. 2. Die Risiken für den Patienten im Fall eines Ausfalls des Schrittmachers sollten abgeschätzt werden und die Patienten in „vermutlich schrittmacherabhängig“ (z. B. Indikation: permanenter AV-Block, bei letzter Kontrolle kein Eigenrhythmus, Anteil ventrikulärer Stimulation im Speicher > 90 %), „unklar“ und „vermutlich nicht schrittmacherabhängig“ (z. B. Indikation: Sick-Sinus-Syndrom, bei letzter Kontrolle Eigenrhythmus > 50/min, Anteil ventrikulärer Stimulation im Speicher < 1 %) kategorisiert werden. 3. Bei vermutlich nicht schrittmacherabhängigen Patienten genügt eine Information zusammen mit unveränderter Nachsorge, ggf. können die Nachkontroll-Intervalle auf z. B. 3 Monate verkürzt und/oder eine Fernnachsorge initiiert werden. 4. Bei Patienten mit unklarem Risiko im Fall eines Schrittmacherausfalls sollten zumindest die Nachkontroll-Intervalle auf z. B. 3 Monate verkürzt und/oder ein Fernnachsorge initiiert werden und individuell Nutzen und Risiken eines Geräteaustauschs abgewogen werden. 5. Bei vermutlich schrittmacherabhängigen Patienten wird ein Geräteaustausch empfohlen.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Bei einer Untergruppe von Schrittmachern der Modelle Assurity® und Endurity® (Fa. Abbott, Sylmar, Kalifornien, USA; weltweit ca. 83.000 Geräte) kann es bei der Herstellung zu einem Verarbeitungsfehler der Verbindung zwischen Konnektorblock („header“) und Metallgehäuse gekommen sein, wodurch Feuchtigkeit eindringen kann. Dies kann zu Verlust der Telemetriefähigkeit, Umstellen in den Back-up-Modus, verkürzter Batterielaufzeit oder im schlimmsten Fall zu einem Stimulationsverlust führen. Bis Juni 2022 wurden solche Ausfälle bei 128 Geräten weltweit (0,15 %) gemeldet, gesundheitliche Schäden durch einen Ausfall wurden bis zu diesem Zeitpunkt nicht gemeldet.Der Nucleus der AGEP empfiehlt hierzu folgendes Vorgehen: 1. Patienten, bei denen ein betroffenes Gerät implantiert wurde, sollten informiert werden. 2. Die Risiken für den Patienten im Fall eines Ausfalls des Schrittmachers sollten abgeschätzt werden und die Patienten in „vermutlich schrittmacherabhängig“ (z. B. Indikation: permanenter AV-Block, bei letzter Kontrolle kein Eigenrhythmus, Anteil ventrikulärer Stimulation im Speicher > 90 %), „unklar“ und „vermutlich nicht schrittmacherabhängig“ (z. B. Indikation: Sick-Sinus-Syndrom, bei letzter Kontrolle Eigenrhythmus > 50/min, Anteil ventrikulärer Stimulation im Speicher < 1 %) kategorisiert werden. 3. Bei vermutlich nicht schrittmacherabhängigen Patienten genügt eine Information zusammen mit unveränderter Nachsorge, ggf. können die Nachkontroll-Intervalle auf z. B. 3 Monate verkürzt und/oder eine Fernnachsorge initiiert werden. 4. Bei Patienten mit unklarem Risiko im Fall eines Schrittmacherausfalls sollten zumindest die Nachkontroll-Intervalle auf z. B. 3 Monate verkürzt und/oder ein Fernnachsorge initiiert werden und individuell Nutzen und Risiken eines Geräteaustauschs abgewogen werden. 5. Bei vermutlich schrittmacherabhängigen Patienten wird ein Geräteaustausch empfohlen.

Identifiants

pubmed: 36283993
doi: 10.1007/s00399-022-00906-3
pii: 10.1007/s00399-022-00906-3
pmc: PMC9691480
doi:

Types de publication

English Abstract Journal Article Review

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

446-449

Informations de copyright

© 2022. The Author(s).

Références

Dringende Sicherheitsinformation zu Assurity, Endurity von Abbott Sylmar. https://www.bfarm.de/SharedDocs/Kundeninfos/DE/01/2022/16448-22_kundeninfo_de . html?nn=597716. Zugegriffen: 22. Sept. 2022

Auteurs

Carsten W Israel (CW)

Klinik für Innere Medizin - Kardiologie, Diabetologie & Nephrologie, Evangelisches Klinikum Bethel, Burgsteig 13, 33617, Bielefeld, Deutschland. Carsten.Israel@evkb.de.

Philipp Sommer (P)

Klinik Für Elektrophysiologie/Rhythmologie, Herz- und Diabetes-Zentrum Bad Oeynhausen, Bad Oeynhausen, Deutschland.

Christian Veltmann (C)

Elektrophysiologie Bremen, Bremen, Deutschland.

Daniel Steven (D)

Klinik III für Innere Medizin, Abteilung für Elektrophysiologie, Herzzentrum, Universitätsklinik Köln, Köln, Deutschland.

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