[Aggressive lymphoma (DLBCL, MCL) - what's new?]
Aggressive Lymphome (DLBCL, MCL) – was ist neu?
Journal
Deutsche medizinische Wochenschrift (1946)
ISSN: 1439-4413
Titre abrégé: Dtsch Med Wochenschr
Pays: Germany
ID NLM: 0006723
Informations de publication
Date de publication:
Nov 2022
Nov 2022
Historique:
entrez:
1
11
2022
pubmed:
2
11
2022
medline:
4
11
2022
Statut:
ppublish
Résumé
Our understanding of the molecular basis of the development and progression of malignant lymphoma has significantly improved over the last decades leading to the identification of genetic alterations with proven prognostic impact on the clinical course of the disease, such as BIOLOGIE: Der kürzlich publizierte „LymphGen-Algorithmus“ differenziert 7 genetische Subtypen, die sich in der Aktivierung onkogener Signalwege, im Genexpressionsmuster, im Tumormikromilieu, der Überlebenswahrscheinlichkeit und potenzieller zielgerichteter Therapien unterscheiden. Der Einsatz des neuen Antikörper-Wirkstoff-Konjugats Polatuzumab-Vedotin (6 Zyklen der Kombination aus Polatuzumab + R-CHP) waren der bisherigen Erstlinien-Standardtherapie mit R-CHOP hinsichtlich 2-Jahres-PFS überlegen. Subgruppenanalysen wiesen vor allem auf eine Wirksamkeit bei Patienten mit Hochrisikofaktoren hin. Seit Kurzem steht mit dem gegen den CD19 gerichteten Antikörper Tafasitamab in Kombination mit dem Immunmodulator Lenalidomid eine wirksame Rezidivtherapie für jene Patientengruppe zur Verfügung, die für eine Hochdosistherapie nicht geeignet ist. In 2 Phase-III-Studien wurde kürzlich bereits im 1. Rezidiv eine Überlegenheit von CAR-T-Zellen gegenüber dem bisherigen Standard der Hochdosistherapie, gefolgt von aPBSCT, gezeigt. Mit den bispezifischen, T-Zell-rekrutierenden CD3 / CD20-Antikörpern Mosunetuzumab, Epcoritamab und Glofitamab sind derzeit weitere vielversprechende immuntherapeutische Ansätze Gegenstand aktueller Phase I/II-Studien. MCL.: BIOLOGIE: Trotz der weiteren Entschlüsselung des genetischen Hintergrunds des MCL ist weiterhin nur für TP53 eine klinische Relevanz nachgewiesen. In der Ära der zielgerichteten Therapiestrategien wird derzeit die Bedeutung des BTK-Inhibitors Ibrutinib für die Erstlinien- und Erhaltungstherapie des MCL evaluiert. Für ältere Patienten erwies sich kürzlich die Kombination des Proteasom-Inhibitors Bortezomib, Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednisolon (VR-CAP) der bisherigen Standardtherapie mit R-CHOP überlegen. Für ältere Patienten, die für intensivere Therapieregime nicht geeignet sind, führte die Erweiterung des klassischen Regimes Rituximab + Bendamustin um Ibrutinib zu einer deutlichen Verbesserung des PFS. Für das rezidivierte/refraktäre MCL wurden neben dem seit Jahren zugelassenen Ibrutinib kürzlich auch die beiden Next-Generation-BTK-Inhibitoren Acalabrutinib and Zanubrutinib zugelassen. Der bcl1-Inhibitor Venetoclax bietet für Hochrisikopatienten, die nach vorangegangener Therapie mit Ibrutinib ein Rezidiv erlitten, eine vielversprechende Behandlungsmöglichkeit. Bezüglich immuntherapeutischer Therapieansätze erfolgte kürzlich die Zulassung des CD19-CAR-T-Zell-Konstrukts Brexucabtagene autoleucel ab dem 2. Rezidiv.
Autres résumés
Type: Publisher
(ger)
BIOLOGIE: Der kürzlich publizierte „LymphGen-Algorithmus“ differenziert 7 genetische Subtypen, die sich in der Aktivierung onkogener Signalwege, im Genexpressionsmuster, im Tumormikromilieu, der Überlebenswahrscheinlichkeit und potenzieller zielgerichteter Therapien unterscheiden.
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Déclaration de conflit d'intérêts
Prof. Dreyling gibt an innerhalb der vergangenen 3 Jahre Forschungsunterstützung von Abbvie, Bayer, BMS/Celgene, Gilead/Kite, Janssen, Roche und Vortragshonorare von Amgen, Astra Zeneca Gilead/Kite, Janssen, Lilly, Novartis, Roche erhalten zu haben. Er war in einem Beratungsgremium von Astra Zeneca, BeiGene, BMS/Celgene, Gilead/Kite, Janssen, Lili/Loxo, Novartis, Roche tätig.