Current German Guidelines on Diagnosis and Treatment of Secondary Hemochromatosis in Patients with Congenital Anemias.
Aktuelle deutsche Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der sekundären Eisenüberladung bei Patienten mit angeborenen Anämien.
Journal
Klinische Padiatrie
ISSN: 1439-3824
Titre abrégé: Klin Padiatr
Pays: Germany
ID NLM: 0326144
Informations de publication
Date de publication:
Nov 2022
Nov 2022
Historique:
entrez:
15
11
2022
pubmed:
16
11
2022
medline:
19
11
2022
Statut:
ppublish
Résumé
Adequate diagnosis and treatment of secondary hemochromatosis in patients with congenital anemias is important for reducing long-term mortality and morbidity as for improving patients' quality of life. Due to the strong migration movements during recent years, the number of patients in Germany suffering from hemoglobinopathies as some of the most relevant disorders in the context of iron overload (IOL) has increased enormously. Many of these patients had received inadequate medical care in their countries of origin prior to migration, including diagnosis and treatment of IOL. In parallel, various medical developments and achievements took place, including the expansion of stem cell transplant as curative therapeutic option and the introduction of gene therapy for patients with hemoglobinopathies. Diagnostic tools to assess both liver and heart IOL became available at more sites in Germany. Overall experience with iron elimination therapy either as monotherapy or as combination of different chelators increased. All these aspects were considered during revision of the consensus-based guideline on the diagnosis and treatment of secondary IOL in patients with congenital anemias (AWMF Reg. No. 025/029). Here, we briefly summarize the procedure for the revision of the guideline, provide a brief overview of innovations as compared to the previous version dated from 2015, and finally present the consensus recommendations adopted in the current version. Eine adäquate Diagnose und Behandlung der sekundären Hämochromatose bei Patienten mit angeborenen Anämien ist wichtig, um die langfristige Mortalität und Morbidität zu senken und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Durch die starken Migrationsbewegungen der letzten Jahre ist die Zahl der Patienten in Deutschland, die an einer Hämoglobinopathie als einer der wichtigsten Erkrankungen im Zusammenhang mit Eisenüberladung leiden, enorm gestiegen. Viele dieser Patienten wurden in ihren Herkunftsländern vor der Migration nur unzureichend medizinisch versorgt, einschließlich der Diagnose und Behandlung der Eisenüberladung. Parallel dazu gab es verschiedene medizinische Entwicklungen und Errungenschaften, darunter die Ausweitung der Stammzelltransplantation als kurative Therapieoption und die Einführung der Gentherapie für Patienten mit Hämoglobinopathien. An einer zunehmenden Zahl von Standorten in Deutschland wurde die nicht invasive Diagnostik zur Beurteilung der Leber- und Herz-Eisenüberladung eingeführt. Die allgemeine Erfahrung mit der Eiseneliminationstherapie, ob als Monotherapie oder in Form einer Kombination verschiedener Chelatoren, nahm zu. All diese Aspekte wurden bei der Überarbeitung der konsensbasierten Leitlinie zur Diagnose und Behandlung der sekundären Eisenüberladung bei Patienten mit angeborenen Anämien (AWMF Reg. Nr. 025/029) berücksichtigt. Wir fassen hier kurz das Vorgehen bei der Überarbeitung der Leitlinie zusammen, geben einen kurzen Überblick über die Neuerungen im Vergleich zur Vorgängerversion aus dem Jahr 2015 und stellen schließlich die in der aktuellen Version übernommenen Konsensusempfehlungen vor.
Autres résumés
Type: Publisher
(ger)
Eine adäquate Diagnose und Behandlung der sekundären Hämochromatose bei Patienten mit angeborenen Anämien ist wichtig, um die langfristige Mortalität und Morbidität zu senken und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Durch die starken Migrationsbewegungen der letzten Jahre ist die Zahl der Patienten in Deutschland, die an einer Hämoglobinopathie als einer der wichtigsten Erkrankungen im Zusammenhang mit Eisenüberladung leiden, enorm gestiegen. Viele dieser Patienten wurden in ihren Herkunftsländern vor der Migration nur unzureichend medizinisch versorgt, einschließlich der Diagnose und Behandlung der Eisenüberladung. Parallel dazu gab es verschiedene medizinische Entwicklungen und Errungenschaften, darunter die Ausweitung der Stammzelltransplantation als kurative Therapieoption und die Einführung der Gentherapie für Patienten mit Hämoglobinopathien. An einer zunehmenden Zahl von Standorten in Deutschland wurde die nicht invasive Diagnostik zur Beurteilung der Leber- und Herz-Eisenüberladung eingeführt. Die allgemeine Erfahrung mit der Eiseneliminationstherapie, ob als Monotherapie oder in Form einer Kombination verschiedener Chelatoren, nahm zu. All diese Aspekte wurden bei der Überarbeitung der konsensbasierten Leitlinie zur Diagnose und Behandlung der sekundären Eisenüberladung bei Patienten mit angeborenen Anämien (AWMF Reg. Nr. 025/029) berücksichtigt. Wir fassen hier kurz das Vorgehen bei der Überarbeitung der Leitlinie zusammen, geben einen kurzen Überblick über die Neuerungen im Vergleich zur Vorgängerversion aus dem Jahr 2015 und stellen schließlich die in der aktuellen Version übernommenen Konsensusempfehlungen vor.
Types de publication
Journal Article
Langues
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H. Cario received consultancy fees and honoraria from Chiesi, Bristol-Myers Squibb, Novartis Pharma, BluebirdBio, Agios Pharmaceuticals, Vertex Pharmaceuticals, and Global Blood Therapeutics. R. Grosse received consultancy fees and honoraria from Novartis Pharma. A. Jarisch received consultancy fees and honoraria from Novartis Pharma GmbH and BluebirdBio. L. Oevermann received consultancy fees and honoraria from Novartis Pharma GmbH, BluebirdBio, Global Blood Therapeutics, and Vertex Pharmaceuticals. A. Puzik has no potential COI to declare. All authors confirm that these activities did not influence the current manuscript nor the guideline development.