Hygiene and disinfection measures for monkeypox virus infections.
disinfection
health care
hygiene
infection prevention and control
monkeypox
Journal
GMS hygiene and infection control
ISSN: 2196-5226
Titre abrégé: GMS Hyg Infect Control
Pays: Germany
ID NLM: 101609519
Informations de publication
Date de publication:
2022
2022
Historique:
entrez:
19
12
2022
pubmed:
20
12
2022
medline:
20
12
2022
Statut:
epublish
Résumé
In Germany, recommendations on infection prevention and control of current virus outbreaks are given as communications by the Association for Applied Hygiene e.V. (VAH) together with the joint Disinfectant Commission of the German Association for the Control of Virus Diseases e.V. (DVV) and the Society of Virology* (GfV). The DVV was founded in 1954 in response to the ongoing threat to the population from polio and was given its current name in 1977. The DVV is supported by the Federal Ministry of Health, the Ministries of Health of the Federal States, scientific societies, as well as social foundations and organisations. Private individuals cannot be members of the DVV. The Society of Virology e.V. (GfV) is a scientific society for all virological fields in Germany, Austria and Switzerland, and is thus the largest virological society in Europe. With numerous commissions, guidelines and statements, it is the authoritative contact for research, healthcare and politics. The joint commission "Virus Disinfection" of these scientific societies focuses on the efficacy of chemical disinfection procedures against viruses. The VAH bundles the expertise of scientific societies and experts on infection prevention and is particularly committed to the quality assurance of hygiene measures. With the VAH disinfectant list, the association provides the standard reference for the selection of high-quality disinfection procedures. This disinfectant list has a tradition of more than 60 years in Germany. The original German version of this document was published in August 2022 and has now been made available to the international professional public in English. The document contains recommendations on hygiene and disinfection measures for monkeypox virus infections. Disinfectants against monkeypox must have at least proven efficacy against enveloped viruses (active against enveloped viruses); products with the efficacy ranges "limited virucidal activity" and "virucidal" can also be used. The disinfectant list of the VAH or the disinfectant list of the Robert Koch Institute are available for the selection of products. Especially in the case of contamination with crust or scab material, it should be noted that protein contamination can have a protective or stabilising effect on monkeypox. Therefore, cleaning - before disinfection - should always be carried out in this situation. Preventive measures such as vaccination and hygiene in the vicinity of people with monkeypox must be taken to prevent transmission to small children, pregnant women or people with a pronounced immune deficiency. In Deutschland geben der Verbund für angewandte Hygiene e.V. (VAH) zusammen mit der Kommission „Virusdesinfektion“ der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. (DVV) und der Gesellschaft für Virologie e.V. (GfV) Mitteilungen und Empfehlungen zu durch Viren übertragbare Krankheiten heraus. Der Schwerpunkt liegt dabei auf wirksamen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen zur Prävention und Kontrolle bei gehäuftem Auftreten von Virusinfektionen. Die DVV wurde 1954 als Reaktion auf die andauernde Gefährdung der Bevölkerung durch die Poliomyelitis gegründet und erhielt 1977 ihren heutigen Namen. Die DVV wird vom Bundesministerium für Gesundheit, den Gesundheitsministerien der Bundesländer, wissenschaftlichen Fachgesellschaften sowie sozial engagierten Stiftungen und Organisationen getragen. Einzelpersonen können nicht Mitglied der DVV sein. Die Gesellschaft für Virologie e.V. (GfV) ist eine Fachgesellschaft für alle virologischen Fachgebiete in Deutschland, Österreich und der Schweiz und damit die größte virologische Fachgesellschaft in Europa. Mit zahlreichen Kommissionen, Leitlinien und Stellungnahmen ist sie zu virologischen Themen der maßgebende Ansprechpartner für Forschung, Gesundheitswesen und Politik. Die gemeinsame Kommission „Virusdesinfektion“ dieser Fachgesellschaften nimmt die Wirksamkeit chemischer Desinfektionsverfahren gegenüber Viren in den Fokus. Der VAH bündelt die Expertise von Fachgesellschaften und Fachleuten zur Infektionsprävention und setzt sich insbesondere für die Qualitätssicherung von Hygienemaßnahmen ein. Mit der Desinfektionsmittel-Liste des VAH gibt der Verbund die Standardreferenz zur Auswahl von qualitativ hochwertigen Desinfektionsverfahren heraus. Diese Desinfektionsmittel-Liste hat in Deutschland eine mehr als 60jährige Tradition.Die deutsche Originalfassung des vorliegenden Übersichtsartikels zur aktuellen Situation der Affenpocken wurde im August 2022 veröffentlicht und wird jetzt auf Englisch der internationalen Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Der Artikel enthält Empfehlungen zu Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen bei Infektionen mit Affenpocken-Viren. Desinfektionsmittel gegen Affenpocken-Viren müssen mindestens eine nachgewiesene Wirksamkeit gegen behüllte Viren („begrenzt viruzid“) aufweisen; Produkte mit den Wirkbereichen „begrenzt viruzid PLUS“ und „viruzid“ können ebenfalls verwendet werden. Zur Auswahl von Produkten stehen die Desinfektionsmittel-Liste des VAH oder die Desinfektionsmittel-Liste des Robert Koch-Instituts zur Verfügung. Besonders bei Verunreinigungen mit Krusten- oder Schorfmaterial ist zu beachten, dass die Proteinbelastung eine schützende bzw. stabilisierende Wirkung auf Affenpocken haben kann. Daher ist hier stets eine gründliche Reinigung – vor der Desinfektion – durchzuführen. Durch Präventivmaßnahmen wie Impfungen und Hygieneverhalten gilt es, im Umfeld von an Affenpocken erkrankten Personen, Übertragungen auf Kleinkinder, Schwangere oder Personen mit einer ausgeprägten Immundefizienz zu verhindern.
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Type: Publisher
(ger)
In Deutschland geben der Verbund für angewandte Hygiene e.V. (VAH) zusammen mit der Kommission „Virusdesinfektion“ der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. (DVV) und der Gesellschaft für Virologie e.V. (GfV) Mitteilungen und Empfehlungen zu durch Viren übertragbare Krankheiten heraus. Der Schwerpunkt liegt dabei auf wirksamen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen zur Prävention und Kontrolle bei gehäuftem Auftreten von Virusinfektionen. Die DVV wurde 1954 als Reaktion auf die andauernde Gefährdung der Bevölkerung durch die Poliomyelitis gegründet und erhielt 1977 ihren heutigen Namen. Die DVV wird vom Bundesministerium für Gesundheit, den Gesundheitsministerien der Bundesländer, wissenschaftlichen Fachgesellschaften sowie sozial engagierten Stiftungen und Organisationen getragen. Einzelpersonen können nicht Mitglied der DVV sein. Die Gesellschaft für Virologie e.V. (GfV) ist eine Fachgesellschaft für alle virologischen Fachgebiete in Deutschland, Österreich und der Schweiz und damit die größte virologische Fachgesellschaft in Europa. Mit zahlreichen Kommissionen, Leitlinien und Stellungnahmen ist sie zu virologischen Themen der maßgebende Ansprechpartner für Forschung, Gesundheitswesen und Politik. Die gemeinsame Kommission „Virusdesinfektion“ dieser Fachgesellschaften nimmt die Wirksamkeit chemischer Desinfektionsverfahren gegenüber Viren in den Fokus. Der VAH bündelt die Expertise von Fachgesellschaften und Fachleuten zur Infektionsprävention und setzt sich insbesondere für die Qualitätssicherung von Hygienemaßnahmen ein. Mit der Desinfektionsmittel-Liste des VAH gibt der Verbund die Standardreferenz zur Auswahl von qualitativ hochwertigen Desinfektionsverfahren heraus. Diese Desinfektionsmittel-Liste hat in Deutschland eine mehr als 60jährige Tradition.Die deutsche Originalfassung des vorliegenden Übersichtsartikels zur aktuellen Situation der Affenpocken wurde im August 2022 veröffentlicht und wird jetzt auf Englisch der internationalen Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Der Artikel enthält Empfehlungen zu Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen bei Infektionen mit Affenpocken-Viren. Desinfektionsmittel gegen Affenpocken-Viren müssen mindestens eine nachgewiesene Wirksamkeit gegen behüllte Viren („begrenzt viruzid“) aufweisen; Produkte mit den Wirkbereichen „begrenzt viruzid PLUS“ und „viruzid“ können ebenfalls verwendet werden. Zur Auswahl von Produkten stehen die Desinfektionsmittel-Liste des VAH oder die Desinfektionsmittel-Liste des Robert Koch-Instituts zur Verfügung. Besonders bei Verunreinigungen mit Krusten- oder Schorfmaterial ist zu beachten, dass die Proteinbelastung eine schützende bzw. stabilisierende Wirkung auf Affenpocken haben kann. Daher ist hier stets eine gründliche Reinigung – vor der Desinfektion – durchzuführen. Durch Präventivmaßnahmen wie Impfungen und Hygieneverhalten gilt es, im Umfeld von an Affenpocken erkrankten Personen, Übertragungen auf Kleinkinder, Schwangere oder Personen mit einer ausgeprägten Immundefizienz zu verhindern.
Identifiants
pubmed: 36531784
doi: 10.3205/dgkh000421
pii: dgkh000421
pmc: PMC9727782
doi:
Types de publication
Journal Article
Langues
eng
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Copyright © 2022 Eggers et al.
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