[Traumatic Tracheobronchial Injuries - Recommendation of the Interdisciplinary Working Group of the DGT and DGU to Establish a Uniform Classification for Diagnostics and Therapy].

Traumatische tracheobronchiale Verletzungen – Empfehlung der interdisziplinären Arbeitsgruppe der DGT und DGU zur Etablierung einer einheitlichen Klassifikation für Diagnostik und Therapie.

Journal

Zentralblatt fur Chirurgie
ISSN: 1438-9592
Titre abrégé: Zentralbl Chir
Pays: Germany
ID NLM: 0413645

Informations de publication

Date de publication:
Feb 2023
Historique:
entrez: 23 2 2023
pubmed: 24 2 2023
medline: 3 3 2023
Statut: ppublish

Résumé

Traumatic tracheobronchial injuries are extremely rare. In comparison, iatrogenic injuries are somewhat more common. A literature search revealed that there is a large number of case reports and small case series for this clinical entity. There are hardly any reviews and they usually have a low level of evidence. One reason for this is the lack of a classification to allow comparison of the individual cases with each other. There is only one classification for iatrogenic injuries of the posterior tracheal wall, which the authors modified and expanded with regard to traumatic tracheobronchial injuries. This classification was extended by the authors to also include traumatic injuries. A three-digit classification is presented here. The grading of the injury covers the entire spectrum of injury patterns, from peribronchial emphysema to wall injuries of different depths to subtotal and complete rupture of the bronchus. In addition, the anatomical location and the cause of the injury were added to the classification. The levels of injury in the tracheobronchial tree are distinguished anatomically. The third digit distinguishes traumatic, iatrogenic and spontaneous injuries. On the basis of the three-digit classification resulting from these parameters, it is possible to group individual cases together and to develop recommendations for diagnostics and therapy. Traumatische tracheobronchiale Verletzungen stellen eine extrem seltene Entität dar. Im Vergleich dazu etwas häufiger sind iatrogene Verletzungen. Eine Literaturrecherche ergab, dass es für dieses Krankheitsbild eine Vielzahl von Case Reports und Kleinserienvorstellungen gibt. Übersichtsarbeiten sind kaum vorhanden und weisen dann i. d. R. einen geringen Evidenzgrad auf. Eine Ursache hierfür ist das Fehlen einer Klassifikation, um die einzelnen Verletzungen miteinander vergleichen zu können. Lediglich für iatrogene Verletzungen der trachealen Hinterwand gibt es eine Klassifikation, die von den Autoren im Hinblick auf traumatische Tracheobronchialverletzungen modifiziert und erweitert wurde. Diese Klassifikation wurde von den Autoren erweitert, um auch traumatische Verletzungen miteinzubeziehen. Es wird hier eine 3-stellige Klassifikation vorgestellt. Die Graduierung der Verletzung bildet vom peribronchialen Emphysem über die unterschiedlich tiefen Wandverletzungen bis zum subtotalen und kompletten Bronchusabriss das gesamte Spektrum der Verletzungsmuster ab. Zusätzlich wurden in der Klassifikation die anatomische Lage und die Ursache der Verletzung hinzugefügt. Anatomisch wird die Höhe der Verletzungen im Tracheobronchialbaum unterschieden. Die 3. Stelle unterscheidet traumatisch, iatrogen und spontan. Aufgrund der sich aus diesen Parametern ergebenden 3-stelligen Klassifikation ist es möglich, einzelne Fälle in Gruppen zusammenzufügen und daraus Empfehlungen für Diagnostik und Therapie zu entwickeln.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Traumatische tracheobronchiale Verletzungen stellen eine extrem seltene Entität dar. Im Vergleich dazu etwas häufiger sind iatrogene Verletzungen. Eine Literaturrecherche ergab, dass es für dieses Krankheitsbild eine Vielzahl von Case Reports und Kleinserienvorstellungen gibt. Übersichtsarbeiten sind kaum vorhanden und weisen dann i. d. R. einen geringen Evidenzgrad auf. Eine Ursache hierfür ist das Fehlen einer Klassifikation, um die einzelnen Verletzungen miteinander vergleichen zu können. Lediglich für iatrogene Verletzungen der trachealen Hinterwand gibt es eine Klassifikation, die von den Autoren im Hinblick auf traumatische Tracheobronchialverletzungen modifiziert und erweitert wurde. Diese Klassifikation wurde von den Autoren erweitert, um auch traumatische Verletzungen miteinzubeziehen. Es wird hier eine 3-stellige Klassifikation vorgestellt. Die Graduierung der Verletzung bildet vom peribronchialen Emphysem über die unterschiedlich tiefen Wandverletzungen bis zum subtotalen und kompletten Bronchusabriss das gesamte Spektrum der Verletzungsmuster ab. Zusätzlich wurden in der Klassifikation die anatomische Lage und die Ursache der Verletzung hinzugefügt. Anatomisch wird die Höhe der Verletzungen im Tracheobronchialbaum unterschieden. Die 3. Stelle unterscheidet traumatisch, iatrogen und spontan. Aufgrund der sich aus diesen Parametern ergebenden 3-stelligen Klassifikation ist es möglich, einzelne Fälle in Gruppen zusammenzufügen und daraus Empfehlungen für Diagnostik und Therapie zu entwickeln.

Identifiants

pubmed: 36822184
doi: 10.1055/a-1970-3555
doi:

Types de publication

English Abstract Journal Article

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

85-92

Informations de copyright

Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autorinnen/Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Sebastian Kalverkamp (S)

Thoraxchirurgie, Uniklinik RWTH Aachen, Aachen, Deutschland.

Philipp Störmann (P)

Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main, Deutschland.

Pascal Graeff (P)

Klinik für Unfallchirurgie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Deutschland.

Stephan Raab (S)

Herz- und Thoraxchirurgie, Universitätsklinikum Augsburg, Augsburg, Deutschland.

Articles similaires

[Redispensing of expensive oral anticancer medicines: a practical application].

Lisanne N van Merendonk, Kübra Akgöl, Bastiaan Nuijen
1.00
Humans Antineoplastic Agents Administration, Oral Drug Costs Counterfeit Drugs

Smoking Cessation and Incident Cardiovascular Disease.

Jun Hwan Cho, Seung Yong Shin, Hoseob Kim et al.
1.00
Humans Male Smoking Cessation Cardiovascular Diseases Female
Humans United States Aged Cross-Sectional Studies Medicare Part C
1.00
Humans Yoga Low Back Pain Female Male

Classifications MeSH