[Smoking Cessation in Patients with COPD].

Tabakentwöhnung bei COPD.

Journal

Pneumologie (Stuttgart, Germany)
ISSN: 1438-8790
Titre abrégé: Pneumologie
Pays: Germany
ID NLM: 8906641

Informations de publication

Date de publication:
Apr 2023
Historique:
medline: 18 4 2023
pubmed: 24 3 2023
entrez: 23 3 2023
Statut: ppublish

Résumé

Tobacco dependence is a common comorbidity in patients with COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) that negatively affects the course of the disease. However, clinically relevant improvement in COPD can only be achieved by complete and permanent abstinence. Therefore, abstinence from tobacco use is a central therapeutic concept in smoking patients with COPD and requires specific and targeted treatment.After detailed documentation of smoking behaviour and motivational counseling outlining the risks of smoking, all such patients shall be offered a structured therapy for tobacco cessation. There is high-quality evidence for the effectiveness of a combination therapy of behavioral therapy and medication (to treat the withdrawal syndrome). Due to insufficient data, there is currently no recommendation for the use of e-cigarettes as a primary option for a cessation attempt.Smoking is the most important cause of COPD. Smoking cessation is the most effective and cost-efficient single intervention to reduce the risk of developing and progressing COPD. Tabakabhängigkeit ist eine häufige Komorbidität bei Patient*innen mit COPD (englisch: Chronic Obstructive Pulmonary Disease) und hat einen negativen Effekt auf den Verlauf der Erkrankung. Eine klinisch relevante Verbesserung der COPD kann jedoch nur durch vollständige und dauerhafte Abstinenz erreicht werden. Daher ist der Verzicht auf Tabakkonsum ein zentrales Therapiekonzept.Nach ausführlicher Dokumentation der Rauchgewohnheiten und einer motivierenden Beratung, in der die Risiken des Rauchens aufgezeigt werden, soll allen rauchenden Patient*innen mit COPD eine strukturierte Therapie zur Tabakentwöhnung angeboten werden. Es gibt hochwertige Evidenz für die Wirksamkeit einer Kombinationstherapie aus Verhaltenstherapie und Medikamenten (zur Behandlung des Entzugssyndroms). Aufgrund der aktuell unzureichenden Datenlage gibt es derzeit keine Empfehlung für die Verwendung von E-Zigaretten als primäre Option für einen Entwöhnungsversuch.Das Rauchen ist die mit Abstand häufigste Ursache der COPD. Die Tabakentwöhnung ist die wirksamste und kosteneffektivste Einzelmaßnahme, um das Risiko der COPD-Entstehung und das Voranschreiten der Erkrankung zu reduzieren.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Tabakabhängigkeit ist eine häufige Komorbidität bei Patient*innen mit COPD (englisch: Chronic Obstructive Pulmonary Disease) und hat einen negativen Effekt auf den Verlauf der Erkrankung. Eine klinisch relevante Verbesserung der COPD kann jedoch nur durch vollständige und dauerhafte Abstinenz erreicht werden. Daher ist der Verzicht auf Tabakkonsum ein zentrales Therapiekonzept.Nach ausführlicher Dokumentation der Rauchgewohnheiten und einer motivierenden Beratung, in der die Risiken des Rauchens aufgezeigt werden, soll allen rauchenden Patient*innen mit COPD eine strukturierte Therapie zur Tabakentwöhnung angeboten werden. Es gibt hochwertige Evidenz für die Wirksamkeit einer Kombinationstherapie aus Verhaltenstherapie und Medikamenten (zur Behandlung des Entzugssyndroms). Aufgrund der aktuell unzureichenden Datenlage gibt es derzeit keine Empfehlung für die Verwendung von E-Zigaretten als primäre Option für einen Entwöhnungsversuch.Das Rauchen ist die mit Abstand häufigste Ursache der COPD. Die Tabakentwöhnung ist die wirksamste und kosteneffektivste Einzelmaßnahme, um das Risiko der COPD-Entstehung und das Voranschreiten der Erkrankung zu reduzieren.

Identifiants

pubmed: 36958341
doi: 10.1055/a-2020-4284
doi:

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English Abstract Journal Article

Langues

ger

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IM

Pagination

206-219

Informations de copyright

Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

SA erhielt Forschungsförderung von Boehringer Ingelheim und Honorar für Referententätigkeit von Boehringer Ingelheim, Novartis, AstraZeneca, GSK, Chiesi, Merini. SA ist Leiter der Task Force Tabakentwöhnung der DGP und Mitglied des ABNR.DK erhielt Forschungsförderung vom Bundesministerium für Gesundheit für die Durchführung der Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA; DRKS00017157 und DRKS00028054) und für die ABC-II-Studie (RCT zum Training von Hausärzten in der leitliniengerechten Kurzberatung zur Tabakentwöhnung; DRKS00012786).AB erklärt: Förderung durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, eigenes Tabakentwöhnungsprogramm (Nichtraucher in sechs Wochen). Mitglied im Vorstand des Wissenschaftlichen Aktionskreises Tabakentwöhnung (WAT) e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) e. V.AH hielt Vorträge für Orion Pharma.SM erklärt: Pfizer (Vortragshonorar + Beratung); Johnson + Johnson (Honorartätigkeit Workshop + Advisory Board); Leitung Raucherambulanz Chemnitz; Wissenschaftlicher Arbeitskreis Tabakentwöhnung; Mitarbeit S3 LL Alkohol und Tabak.DN erhielt Forschungsunterstützung für Forschungsprojekte des Instituts von EU, DFG, BMBF, BMG, DGUV, BGW, Verwaltungs-BG, Bundesarbeitsministerium, Bayerischen Ministerien, Industrie (MAN, FMG, Siemens, Audi), Versicherungen, ADAC/ÖAMTC, Kliniken, Erzbischöfliches Ordinariat, Caritas. DN erhielt Vortragshonorare von Bristol MyersSquibb, Berlin Chemie, Boehringer Ingelheim, Chiesi, GSK, Mundipharma, Novartis, Hexal, Lilly. DN ist Mitglied eines Advisory Boards von Pfizer zur Rauchentwöhnung. DN ist Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin im Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR).KS erhielt Forschungsförderung von der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd und Honorare für Referententätigkeit von AstraZeneca, GSK, Chiesi, Sanofi Genzyme und Berlin-Chemie.HW erklärt, während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen oder persönlichen Verbindungen im oben genannten Sinne zu haben.SS begleitet im Rahmen ihrer Tätigkeit beim ÄZQ die Erstellung von Leitlinien methodisch und organisatorisch.

Auteurs

Stefan Andreas (S)

Lungenfachklinik Immenhausen; Klinik für Kardiologie und Pneumologie, Universitätsmedizin Göttingen, Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL).

Daniel Kotz (D)

Institut für Allgemeinmedizin (ifam), Schwerpunkt Suchtforschung und klinische Epidemiologie, Centre for Health and Society (chs), Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Anil Batra (A)

Klinik für Psychatrie und Psychotherapie, Sektion Suchtmedizin und Suchtforschung, Universitätsklinikum Tübingen.

Andreas Hellmann (A)

Praxis für Pneumologie, Onkologie und Schlafmedizin am Diako, die Stadtklinik, Augsburg.

Stephan Mühlig (S)

Institut für Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie, Technische Universität Chemnitz.

Dennis Nowak (D)

Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, LMU Klinikum, Ludwig-Maximilians-Universität München, Comprehensive Pneumology Center (CPC) Munich, Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL).

Konrad Schultz (K)

Klinik Bad Reichenhall der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd.

Heinrich Worth (H)

Facharztforum Fürth.

Sabine Schüler (S)

Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), Berlin.

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