[Children visiting intensive care units and emergency departments : Kids are welcome!]

Besuche von minderjährigen Angehörigen in der Intensiv- und Notfallmedizin : Kinder als Besucher willkommen!

Journal

Medizinische Klinik, Intensivmedizin und Notfallmedizin
ISSN: 2193-6226
Titre abrégé: Med Klin Intensivmed Notfmed
Pays: Germany
ID NLM: 101575086

Informations de publication

Date de publication:
Jun 2023
Historique:
received: 06 02 2023
accepted: 06 03 2023
revised: 21 02 2023
medline: 5 6 2023
pubmed: 20 4 2023
entrez: 19 04 2023
Statut: ppublish

Résumé

In this white paper, key recommendations for visitation by children in intensive care units (ICU; both pediatric and adult), intermediate care units and emergency departments (ED) are presented. In ICUs and EDs in German-speaking countries, the visiting policies for children and adolescents are regulated very heterogeneously: sometimes they are allowed to visit patients without restrictions in age and time duration, sometimes this is only possible from the age of teenager on, and only for a short duration. A request from children to visit often triggers different, sometimes restrictive reactions among the staff. Management is encouraged to reflect on this attitude together with their employees and to develop a culture of family-centered care. Despite limited evidence, there are more advantages for than against a visit, also in hygienic, psychosocial, ethical, religious, and cultural aspects. No general recommendation can be made for or against visits. The decisions for a visit are complex and require careful consideration. In diesem Empfehlungspapier werden zentrale Vorschläge für den Besuch von Kindern auf Intensivstationen (Pädiatrie und Erwachsenenbereich), Intermediate-care-Stationen und in Notaufnahmen vorgestellt. Auf Intensivstationen und in Notaufnahmen im deutschsprachigen Raum werden die Besuchsregelungen für Kinder und Jugendliche sehr heterogen gestaltet. Mitunter dürfen sie ohne Begrenzungen in Alter und Dauer Patient:innen besuchen, manchmal ist dies erst ab dem Teenageralter und nur für kurze Dauer möglich. Ein Besuchswunsch von Kindern löst beim Personal oftmals unterschiedliche, teilweise ablehnende Reaktionen aus. Leitungen sind aufgefordert, diese Haltung gemeinsam mit ihren Mitarbeiter:innen zu reflektieren und eine Kultur der familienorientierten Versorgung zu entwickeln. Obwohl die Evidenz für Vorteile durch Kinder als Besuchende begrenzt ist, spricht mehr für als gegen einen Besuch, auch in hygienischer, psychosozialer, ethischer, religiöser und kultureller Hinsicht. Dennoch ist keine pauschale Empfehlung für oder gegen einen Besuch möglich. Die Entscheidungen für Besuche sind komplex und bedürfen sorgfältiger Überlegungen und Abwägungen.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
In diesem Empfehlungspapier werden zentrale Vorschläge für den Besuch von Kindern auf Intensivstationen (Pädiatrie und Erwachsenenbereich), Intermediate-care-Stationen und in Notaufnahmen vorgestellt. Auf Intensivstationen und in Notaufnahmen im deutschsprachigen Raum werden die Besuchsregelungen für Kinder und Jugendliche sehr heterogen gestaltet. Mitunter dürfen sie ohne Begrenzungen in Alter und Dauer Patient:innen besuchen, manchmal ist dies erst ab dem Teenageralter und nur für kurze Dauer möglich. Ein Besuchswunsch von Kindern löst beim Personal oftmals unterschiedliche, teilweise ablehnende Reaktionen aus. Leitungen sind aufgefordert, diese Haltung gemeinsam mit ihren Mitarbeiter:innen zu reflektieren und eine Kultur der familienorientierten Versorgung zu entwickeln. Obwohl die Evidenz für Vorteile durch Kinder als Besuchende begrenzt ist, spricht mehr für als gegen einen Besuch, auch in hygienischer, psychosozialer, ethischer, religiöser und kultureller Hinsicht. Dennoch ist keine pauschale Empfehlung für oder gegen einen Besuch möglich. Die Entscheidungen für Besuche sind komplex und bedürfen sorgfältiger Überlegungen und Abwägungen.

Identifiants

pubmed: 37076742
doi: 10.1007/s00063-023-01004-z
pii: 10.1007/s00063-023-01004-z
pmc: PMC10115374
doi:

Types de publication

English Abstract Journal Article Review

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

351-357

Subventions

Organisme : Deutsche Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
ID : 001

Informations de copyright

© 2023. The Author(s).

Références

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pubmed: 33394069

Auteurs

Maria Brauchle (M)

Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Landeskrankenhaus Feldkirch, Feldkirch, Österreich.

Teresa Deffner (T)

Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena, Jena, Deutschland.

Alexander Brinkmann (A)

Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und spezielle Schmerztherapie, Kliniken Landkreis Heidenheim gGmbH, Heidenheim, Deutschland.

Svenja Dehner (S)

Klinik fürAnästhesiologie, Intensiv- und Schmerztherapie mit Abteilung Palliativmedizin, Klinikum St. Georg gGmbH, Leipzig, Deutschland.

Rolf Dubb (R)

Akademie der Kreiskliniken Reutlingen GmbH, Reutlingen, Deutschland.

Simon Finkeldei (S)

KinderKrisenIntervention, der AETAS Kinderstiftung, München, Deutschland.

Birga Gatzweiler (B)

Ludwig-Maximilians-Universität Klinikum Kinderpalliativzentrum München, München, Deutschland.

Carsten Hermes (C)

, Bonn, Deutschland.

Christian Heyd (C)

Weiterbildung in den Gesundheitsfachberufen, Universitätsmedizin Mainz, Mainz, Deutschland.

Magdalena Hoffmann (M)

Klinische Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie, Universitätsklinik für Innere Medizin/Research Unit for Safety in Health, Klinische Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Universitätsklinik für Chirurgie, Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich.
Stabsstelle Qualitätsmanagement-Risikomanagement, Landeskrankenhaus(LKH)-Universitätsklinikum Graz, Graz, Österreich.

Marie-Madlen Jeitziner (MM)

Universitätsklinik für Intensivmedizin, Universitätsspital Bern (Inselspital), Universität Bern, Bern, Schweiz.

Arnold Kaltwasser (A)

Akademie der Kreiskliniken Reutlingen GmbH, Reutlingen, Deutschland.

Tita Kern (T)

KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung, München, Deutschland.

Kathrin Knochel (K)

Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München, Deutschland.

Lars Krüger (L)

Herz- und Diabeteszentrum NRW, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, Bad Oeynhausen, Deutschland.

Heiner Melching (H)

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, Berlin, Deutschland.

Guido Michels (G)

Klinik für Akut- und Notfallmedizin, St.-Antonius-Hospital gGmbH, Eschweiler, Deutschland.

Tilmann Müller-Wolff (T)

Hochschule für angewandte Wissenschaften München, München, Deutschland.

Sabrina Pelz (S)

Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm, Ulm, Deutschland.

Julian Rudolph (J)

Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin, Landeskrankenhaus Feldkirch, Feldkirch, Österreich.

Denise Schindele (D)

Regionale Kliniken Holding, Klinikum Ludwigsburg, Ludwigsburg, Deutschland.

Anna-Henrikje Seidlein (AH)

Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Zentrum für Intensiv- und Überwachungspflege, Universitätsmedizin Greifswald, Greifswald, Deutschland.

Arne Simon (A)

Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar, Deutschland.

Marina Ufelmann (M)

Pflegedirektion/Bildungszentrum Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München, Deutschland.

Peter Nydahl (P)

Pflegeforschung und -entwicklung, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Kiel, Kiel, Deutschland. peter.nydahl@uksh.de.

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