[Self-governance from the perspective of the chamber of physicians].

Selbstverwaltung aus Sicht der Ärztekammer.
Big data Continuing education and training Health insurance companies Quality assurance Reforms

Journal

Urologie (Heidelberg, Germany)
ISSN: 2731-7072
Titre abrégé: Urologie
Pays: Germany
ID NLM: 9918384886606676

Informations de publication

Date de publication:
Aug 2023
Historique:
accepted: 26 05 2023
medline: 31 7 2023
pubmed: 4 7 2023
entrez: 4 7 2023
Statut: ppublish

Résumé

The self-government of physicians in Germany is an enormous privilege for the profession. The core tasks of medical associations are the design of the professional framework, specialist and continuing education, and quality assurance. A look at history reveals important developments within the profession and its changing relationships with politics and also the different systems of government and constantly changing professional policy orientations, which are continuously changing and must be permanently shaped by the medical profession. In particular, the relationship to health insurance companies, to the economy, and to politics should be mentioned here. What is new, on the other hand, are the changing expectations in the medical profession, the shortage of skilled workers, management and care structures, and new types of ownership, for example, in centers providing medical care. The basic ethical code of physicians-scientific knowledge, experience, personal attitude, and human compassion-continue to be of utmost importance. Taking into account the rapid developments within modern medicine and the increasing expectations of society, additional qualifications that go beyond the historically traditional characteristics of the "good physician" are needed today and in the future. These new demands complement and deepen the relationship between patients, society, and the medical profession. In order to practice personalized medicine, the profession needs to be free from all sociopolitical directives. Die Selbstverwaltung der Ärzte in Deutschland ist ein enormes Privileg für diesen Berufsstand. Die Gestaltung der beruflichen Rahmenbedingungen, der Fort- und Weiterbildung und der Qualitätssicherung sind insbesondere für die Ärztekammern Kernaufgaben ihrer täglichen Arbeit. Ein Blick in die Geschichte offenbart wichtige Entwicklungen eines Berufsstands und dessen wechselvoller Beziehungen zur Politik, zu unterschiedlichen Regierungssystemen und sich stetig ändernden berufspolitischen Ausrichtungen, die stetig fortwirken und permanent durch die Ärzteschaft ausgestaltet werden müssen. Insbesondere das Verhältnis zu den Krankenkassen, zur Ökonomie und zur Politik ist hier zu nennen. Neu sind dagegen sich wandelnde Rollenbilder der ärztlichen Profession, Fachkräftemangel, Management- und Versorgungsstrukturen sowie neuartige Eigentumsverhältnisse z. B. in den Medizinischen Versorgungszentren. Die ethischen Grundwerte des Arztbildes – Wissenschaftlichkeit, Erfahrung, persönliche Haltung und menschliche Zuneigung – haben jederzeit einen unverändert hohen Stellenwert. Unter Berücksichtigung der rasanten Entwicklung der modernen Medizin und den gestiegenen gesellschaftlichen Erwartungen bedarf es in der Gegenwart und Zukunft zusätzlicher Qualifikationen, die über die historisch tradierten Merkmale für den „guten Arzt“ hinausreichen. Diese neuen Anspruchshorizonte ergänzen und vertiefen das Verhältnis zwischen Patienten, Gesellschaft und dem ärztlichen Berufsstand. Um Medizin am Menschen patientenindividuell auszuüben, bedarf es der Freiheit des Berufs ohne jegliche dirigistische wie auch immer geartete gesellschaftspolitische Einflussnahme.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Die Selbstverwaltung der Ärzte in Deutschland ist ein enormes Privileg für diesen Berufsstand. Die Gestaltung der beruflichen Rahmenbedingungen, der Fort- und Weiterbildung und der Qualitätssicherung sind insbesondere für die Ärztekammern Kernaufgaben ihrer täglichen Arbeit. Ein Blick in die Geschichte offenbart wichtige Entwicklungen eines Berufsstands und dessen wechselvoller Beziehungen zur Politik, zu unterschiedlichen Regierungssystemen und sich stetig ändernden berufspolitischen Ausrichtungen, die stetig fortwirken und permanent durch die Ärzteschaft ausgestaltet werden müssen. Insbesondere das Verhältnis zu den Krankenkassen, zur Ökonomie und zur Politik ist hier zu nennen. Neu sind dagegen sich wandelnde Rollenbilder der ärztlichen Profession, Fachkräftemangel, Management- und Versorgungsstrukturen sowie neuartige Eigentumsverhältnisse z. B. in den Medizinischen Versorgungszentren. Die ethischen Grundwerte des Arztbildes – Wissenschaftlichkeit, Erfahrung, persönliche Haltung und menschliche Zuneigung – haben jederzeit einen unverändert hohen Stellenwert. Unter Berücksichtigung der rasanten Entwicklung der modernen Medizin und den gestiegenen gesellschaftlichen Erwartungen bedarf es in der Gegenwart und Zukunft zusätzlicher Qualifikationen, die über die historisch tradierten Merkmale für den „guten Arzt“ hinausreichen. Diese neuen Anspruchshorizonte ergänzen und vertiefen das Verhältnis zwischen Patienten, Gesellschaft und dem ärztlichen Berufsstand. Um Medizin am Menschen patientenindividuell auszuüben, bedarf es der Freiheit des Berufs ohne jegliche dirigistische wie auch immer geartete gesellschaftspolitische Einflussnahme.

Identifiants

pubmed: 37401971
doi: 10.1007/s00120-023-02132-2
pii: 10.1007/s00120-023-02132-2
doi:

Types de publication

English Abstract Journal Article Review

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

790-795

Informations de copyright

© 2023. The Author(s), under exclusive licence to Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature.

Références

Brody H (2010) Medicine’s ethical responsibility for health care reform—the top five list. N Engl J Med 362(4):283–285. https://doi.org/10.1056/NEJMp0911423
doi: 10.1056/NEJMp0911423 pubmed: 20032315
Dinges M (Hrsg) (1996) Medizinkritische Bewegungen im Deutschen Reich (ca. 1870–ca. 1933). Franz Steiner Verlag, Stuttgart
Eckart WU (2011) Illustrierte Geschichte der Medizin: Von der französischen Revolution bis zur Gegenwart. Springer, Berlin, S 77–105
doi: 10.1007/978-3-642-12610-9
Frevert U (1984) Krankheit als politisches Problem 1770–1880: Soziale Unterschichten in Preußen zwischen medizinischer Polizei und staatlicher Sozialversicherung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen
doi: 10.13109/9783666357213
Hafeneger B, Velke M, Frings L (2016) Geschichte der Hessischen Ärztekammern 1887–1956: Autonomie – Verantwortung – Interessen. Wochenschau Verlag, Schwalbach, S 48–50
Heidel G (1990) Dresdener Beitrag zur gesamtdeutschen ärztlichen Standespolitik. Vom Ärztlichen Verein zu Dresden zum Deutschen Ärztevereinsbund. Dtsch Ärztebl 87:A1523–A1526 (Sonderdruck, S. 1–4)
Jütte R (1996) Geschichte der alternativen Medizin: von der Volksmedizin zu den unkonventionellen Therapien von heute. C.H. Beck, München, S 32–42
Richter HE (1872) Geschichte und Literatur der Ärztevereine. Ärztliches Vereinsblatt 1 (S. 65–74, 82–93)
Sächsische Landesärztekammer (Hrsg) (2020) Sachsen – Wiege der ärztlichen Selbstverwaltung in Deutschland. Dresden
Schulze J (2019) Neugründung und Entwicklung der Sächsischen Landesärztekammer nach 1990 und Bedeutung der ärztlichen Selbstverwaltung. In: Sachsen – Wiege der ärztlichen Selbstverwaltung in Deutschland Bd. 2020
Schulze, Jan/Klakow-Frank, Regine: 111. Deutscher Ärztetag, Beschlussprotokoll, Drucksache III-01, Ulm (2008).
Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (2007) Positionspapier des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierates. Ärztedemographie und Reform der ärztlichen Berufsbildung Bern
Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (2012) Positionspapier Bern
Vogt G (1998) Ärztliche Selbstverwaltung im Wandel: Eine historische Dokumentation am Beispiel der Ärztekammer Nordrhein. Dt. Ärzte-Verlag, Köln, S 67–68
Wahl M (2020) Einleitung. Sachsen – Wiege der ärztlichen Selbstverwaltung in Deutschland. Dresden, S 13
Wahl M (2020) Die Entwicklung der ärztlichen Selbstverwaltung im Königreich Sachsen, 1870/71 bis 1918. In: Sachsen – Wiege der ärztlichen Selbstverwaltung in Deutschland. Dresden, S 83
Weidner T (2012) Die unpolitische Profession: Deutsche Mediziner im langen 19. Jahrhundert. Campus, Frankfurt a. M., S 382–393
Weltärztebund (2017) Deklaration von Genf. 68. Generalversammlung des Weltärztebundes, Chicago

Auteurs

Erik Bodendieck (E)

Sächsische Landeärztekammer, Schützenhöhe 16, 01099, Dresden, Deutschland. e.bodendieck@slaek.de.

Articles similaires

[Redispensing of expensive oral anticancer medicines: a practical application].

Lisanne N van Merendonk, Kübra Akgöl, Bastiaan Nuijen
1.00
Humans Antineoplastic Agents Administration, Oral Drug Costs Counterfeit Drugs

Smoking Cessation and Incident Cardiovascular Disease.

Jun Hwan Cho, Seung Yong Shin, Hoseob Kim et al.
1.00
Humans Male Smoking Cessation Cardiovascular Diseases Female
Humans United States Aged Cross-Sectional Studies Medicare Part C
1.00
Humans Yoga Low Back Pain Female Male

Classifications MeSH