Higher Subjective Burden in Psychiatric Compared to Somatic Healthcare Workers in Germany During the first wave of the COVID-19 Pandemic.
Höhere subjektive Belastung des medizinischen Personals der psychiatrischen gegenüber der somatischen Versorgung in Deutschland während der ersten Welle der COVID-19 Pandemie.
Journal
Fortschritte der Neurologie-Psychiatrie
ISSN: 1439-3522
Titre abrégé: Fortschr Neurol Psychiatr
Pays: Germany
ID NLM: 8103137
Informations de publication
Date de publication:
11 Aug 2023
11 Aug 2023
Historique:
medline:
12
8
2023
pubmed:
12
8
2023
entrez:
11
8
2023
Statut:
aheadofprint
Résumé
The COVID-19 pandemic has posed unprecedented challenges for health care workers (HCWs) worldwide. While the adverse effects of the pandemic on the well-being of HCWs in general have now been established, little is known about the impact on HCWs of psychiatric hospitals (PHCWs). PHCWs are of special interest, given that they faced both an increase in infection rates among psychiatric patients as well as in mental strain of the general public due to consequences of the pandemic. The aim of the present study was to investigate how the pandemic affected PHCWs as well as possible differences between PHCWs and other health care workers (OHCWs) in Germany during the first wave of the pandemic. We conducted a country-wide anonymous online survey early during the first pandemic wave between April 15th and May 1st, 2020, to assess different aspects of subjective burden and perceived stress using 5-point Likert-scale questions. We analysed data of 1530 PHCWs and 2114 OHCWs and showed that PHCWs reported higher subjective burden and stress compared to OHCWs (p<0.001). Overall, nurses from both groups of HCWs showed higher ratings in subjective burden and stress than physicians. These higher ratings for subjective burden were even more pronounced for nurses working in psychiatric hospitals. Future research is needed to investigate the causes for PHCWs' increased stress and subjective burden, especially when taking into account the long-term effects of the pandemic, which may lead to further challenges and an ever-increasing workload, especially for PHCWs. Die COVID-19-Pandemie stellte medizinisches Personal weltweit vor ungeahnte Herausforderungen. Während die negativen Folgen der Pandemie auf das Wohlbefinden des medizinischen Personals (HCWs) im Allgemeinen bereits nachgewiesen wurden, ist über die Auswirkungen auf das Gesundheitspersonal in psychiatrischen Krankenhäusern (PHCWs) wenig bekannt. PHCWs sind von besonderem Interesse, da jene Berufsgruppe sowohl mit einem Anstieg der Infektionsraten bei psychiatrischen Patient:innen als auch mit der psychischen Belastung der Allgemeinbevölkerung durch die Folgen der Pandemie konfrontiert waren. Ziel der vorliegenden Studie war die Untersuchung der Folgen der Pandemie auf PHCWs sowie der Unterschiede zwischen PHCWs und anderem medizinischen Personal (OHCWs) in Deutschland während der ersten Welle der Pandemie. Wir führten eine bundesweite, anonyme Online-Befragung zu Beginn der ersten Pandemiewelle zwischen dem 15. April und dem 1. Mai 2020 durch, um verschiedene Aspekte der subjektiven Belastung und des wahrgenommenen Stresses anhand von Fragen auf einer 5-Punkte-Likert-Skala zu erfassen. Wir analysierten die Daten von 1530 PHCWs und 2114 OHCWs und konnten zeigen, dass PHCWs im Vergleich zu OHCWs eine höhere subjektive Belastung und Stress aufwiesen (p<.001). Insgesamt bewertete pflegerisches Personal aus beiden Gruppen die subjektive Belastung und den Stress höher als ärztliches Personal. Die höchsten Werte subjektiver Belastung wiesen Pflegekräfte in psychiatrischen Krankenhäusern auf. Weitere Studien sind erforderlich, um die Ursachen für den erhöhten Stress und die subjektive Belastung von PHCWs zu untersuchen. Dabei sollten insbesondere die langfristigen Auswirkungen der Pandemie, die zu weiteren Herausforderungen und einer kontinuierlich ansteigenden Arbeitsbelastung führen könnten, berücksichtigt werden.
Autres résumés
Type: Publisher
(ger)
Die COVID-19-Pandemie stellte medizinisches Personal weltweit vor ungeahnte Herausforderungen. Während die negativen Folgen der Pandemie auf das Wohlbefinden des medizinischen Personals (HCWs) im Allgemeinen bereits nachgewiesen wurden, ist über die Auswirkungen auf das Gesundheitspersonal in psychiatrischen Krankenhäusern (PHCWs) wenig bekannt. PHCWs sind von besonderem Interesse, da jene Berufsgruppe sowohl mit einem Anstieg der Infektionsraten bei psychiatrischen Patient:innen als auch mit der psychischen Belastung der Allgemeinbevölkerung durch die Folgen der Pandemie konfrontiert waren. Ziel der vorliegenden Studie war die Untersuchung der Folgen der Pandemie auf PHCWs sowie der Unterschiede zwischen PHCWs und anderem medizinischen Personal (OHCWs) in Deutschland während der ersten Welle der Pandemie. Wir führten eine bundesweite, anonyme Online-Befragung zu Beginn der ersten Pandemiewelle zwischen dem 15. April und dem 1. Mai 2020 durch, um verschiedene Aspekte der subjektiven Belastung und des wahrgenommenen Stresses anhand von Fragen auf einer 5-Punkte-Likert-Skala zu erfassen. Wir analysierten die Daten von 1530 PHCWs und 2114 OHCWs und konnten zeigen, dass PHCWs im Vergleich zu OHCWs eine höhere subjektive Belastung und Stress aufwiesen (p<.001). Insgesamt bewertete pflegerisches Personal aus beiden Gruppen die subjektive Belastung und den Stress höher als ärztliches Personal. Die höchsten Werte subjektiver Belastung wiesen Pflegekräfte in psychiatrischen Krankenhäusern auf. Weitere Studien sind erforderlich, um die Ursachen für den erhöhten Stress und die subjektive Belastung von PHCWs zu untersuchen. Dabei sollten insbesondere die langfristigen Auswirkungen der Pandemie, die zu weiteren Herausforderungen und einer kontinuierlich ansteigenden Arbeitsbelastung führen könnten, berücksichtigt werden.
Types de publication
Journal Article
Langues
eng
Sous-ensembles de citation
IM
Informations de copyright
Thieme. All rights reserved.
Déclaration de conflit d'intérêts
Theresa Halms, Victoria Kramer, Andreas Thomas, Irina Papazova, Anke Hierundar, Miriam Kunz, Elias Wagner, and Thomas Schneider-Axmann report no conflicts of interest. Peter Falkai was honorary speaker for Janssen-Cilag, Astra-Zeneca, Eli Lilly, Bristol Myers-Squibb, Lundbeck, Pfizer, Bayer Vital, SmithKline Beecham, Wyeth, and Essex. During the last 5 years, he was a member of the advisory boards of Janssen-Cilag, Astra-Zeneca, Eli Lilly, and Lundbeck. Presently, he is a member of the advisory boards of Richter Pharma, Abbot, and Otsuka. Alkomiet Hasan has received paid speakerships from Janssen, Otsuka, Rovi, Recordati, Advanz and AbbVie. He was member of Rovi, Recordati, Otsuka, Lundbeck, and Janssen advisory boards.