"Fall Risk Scoring" in Outpatient Gait Analysis: Validation of a New Fall Risk Assessment for Nursing Home Residents.
„Fall Risk Scoring“ in der ambulanten Ganganalyse: Validierung eines neuen Sturzrisikoassessments bei Heimbewohnern.
Journal
Zeitschrift fur Orthopadie und Unfallchirurgie
ISSN: 1864-6743
Titre abrégé: Z Orthop Unfall
Pays: Germany
ID NLM: 101308227
Informations de publication
Date de publication:
09 Oct 2023
09 Oct 2023
Historique:
medline:
10
10
2023
pubmed:
10
10
2023
entrez:
9
10
2023
Statut:
aheadofprint
Résumé
Falls in senior home residents are common. Individual preventive training can lower the fall risk. To detect the need for training, a systematic assessment of the individual fall risk is needed. The aim of this study was thus to assess whether a fall risk score based on free field insole measurements can distinguish between an at-risk group of senior home residents and a healthy young control group. A published fall risk score was used in senior home residents over the age of 75 and a young (< 40 years) control group to determine the individual fall risk. In addition, the fall events over 12 months were assessed. Statistical analysis including ROC analysis was performed to determine the ability of the score to detect participants at heightened fall risk. In total, 18 nursing home residents and 9 young control participants were included. Of the nursing home residents, 15 had at least one fall, with a total of 37 falls recorded over 12 months. In the control group, no falls were recorded. The fall risk score was significantly different between nursing home residents and the control group (9.2 + 3.2 vs. 5.7 ± 2.2). Furthermore, the score significantly differentiated fallers from non-fallers (10.3 ± 1.8 vs. 5.2 ± 2.5), with a cut-off > 7.5 (AUC: 0.95) and a sensitivity of 86.7% (specificity 83.3%). The fall risk score is able to detect the difference between senior nursing home residents and young, healthy controls, as well as between fallers and non-fallers. Its main proof of concept is demonstrated, as based on movement data outside special gait labs, and it can simplify the risk of fall determination in geriatric nursing home residents and can now be used in further, prospective studies. Stürze von älteren Heimbewohnern sind häufig. Individuelle Prävention kann die Wahrscheinlichkeit zu stürzen senken. Um den Präventionsbedarf zu erkennen, bedarf es einer systematischen Erfassung des individuellen Sturzrisikos. In dieser Studie soll daher untersucht werden, inwiefern ein Sturzrisikoscore, gebildet aus mit einer erhöhten Sturzneigung assoziierten Gangparametern, zwischen einer hoch sturzgefährdeten Gruppe und einer jungen gesunden Kontrollgruppe unterscheiden kann. Ein bereits publizierter Sturzrisikoscore wurde bei über 75-jährigen, sturzgefährdeten Heimbewohnern sowie bei einer jungen, gesunden unter 40-jährigen Kontrollgruppe angewendet und ein individueller Score gebildet. Zusätzlich wurden die Sturzereignisse über einen Zeitraum von 12 Monaten erfasst. Nach Prüfung auf Normalverteilung wurde mittels Mittelwertvergleich und ROC-Analyse die Möglichkeit, Teilnehmer mithilfe des Scores zwischen älteren sturzgefährdeten Teilnehmern und jungen, gesunden Personen zu differenzieren, getestet. Es wurden 18 Heimbewohner und 9 junge, gesunde Teilnehmer in die Analyse einbezogen. Unter den Älteren stürzten 15 mindestens einmal, wobei insgesamt 37 Stürze innerhalb der 12 Monate erfasst wurden (2,06 ± 2,16; Range: 0–8). Unter den Jüngeren stürzte niemand. Dabei unterschied sich der Sturzrisikoscore der Heimbewohner von dem der Jüngeren signifikant (9,2 ± 3,2 vs. 5,7 ± 2,2). Ebenso unterschied sich der Score zwischen Gestürzten und nicht Gestürzten signifikant (10,3 ± 1,8 vs. 5,2 ± 2,5). Die Gestürzten und nicht Gestürzten konnte der Score mit einem Cut-off > 7,5 (AUC: 0,95) und einer Sensitivität von 86,7% differenzieren (Spezifität: 83,3%). Der gebildete Score erlaubt grundsätzlich die Differenzierung zwischen älterem und jüngerem Studienkollektiv, wie auch zwischen Gestürzten und nicht Gestürzten. Der gebildete Score basiert auf Bewegungsdaten, die außerhalb spezieller Ganglabore erhoben wurden, kann die Detektion von sturzrisikogefährdeten Heimbewohnern erleichtern und nun in prospektiven Studien weiter etabliert werden.
Autres résumés
Type: Publisher
(ger)
Stürze von älteren Heimbewohnern sind häufig. Individuelle Prävention kann die Wahrscheinlichkeit zu stürzen senken. Um den Präventionsbedarf zu erkennen, bedarf es einer systematischen Erfassung des individuellen Sturzrisikos. In dieser Studie soll daher untersucht werden, inwiefern ein Sturzrisikoscore, gebildet aus mit einer erhöhten Sturzneigung assoziierten Gangparametern, zwischen einer hoch sturzgefährdeten Gruppe und einer jungen gesunden Kontrollgruppe unterscheiden kann. Ein bereits publizierter Sturzrisikoscore wurde bei über 75-jährigen, sturzgefährdeten Heimbewohnern sowie bei einer jungen, gesunden unter 40-jährigen Kontrollgruppe angewendet und ein individueller Score gebildet. Zusätzlich wurden die Sturzereignisse über einen Zeitraum von 12 Monaten erfasst. Nach Prüfung auf Normalverteilung wurde mittels Mittelwertvergleich und ROC-Analyse die Möglichkeit, Teilnehmer mithilfe des Scores zwischen älteren sturzgefährdeten Teilnehmern und jungen, gesunden Personen zu differenzieren, getestet. Es wurden 18 Heimbewohner und 9 junge, gesunde Teilnehmer in die Analyse einbezogen. Unter den Älteren stürzten 15 mindestens einmal, wobei insgesamt 37 Stürze innerhalb der 12 Monate erfasst wurden (2,06 ± 2,16; Range: 0–8). Unter den Jüngeren stürzte niemand. Dabei unterschied sich der Sturzrisikoscore der Heimbewohner von dem der Jüngeren signifikant (9,2 ± 3,2 vs. 5,7 ± 2,2). Ebenso unterschied sich der Score zwischen Gestürzten und nicht Gestürzten signifikant (10,3 ± 1,8 vs. 5,2 ± 2,5). Die Gestürzten und nicht Gestürzten konnte der Score mit einem Cut-off > 7,5 (AUC: 0,95) und einer Sensitivität von 86,7% differenzieren (Spezifität: 83,3%). Der gebildete Score erlaubt grundsätzlich die Differenzierung zwischen älterem und jüngerem Studienkollektiv, wie auch zwischen Gestürzten und nicht Gestürzten. Der gebildete Score basiert auf Bewegungsdaten, die außerhalb spezieller Ganglabore erhoben wurden, kann die Detektion von sturzrisikogefährdeten Heimbewohnern erleichtern und nun in prospektiven Studien weiter etabliert werden.
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