[Information on Death Certificates: Comparison Between Inpatient and Outpatient Sectors].

Angaben auf Todesbescheinigungen – Vergleich des hospitalen und ambulanten Bereichs.

Journal

Gesundheitswesen (Bundesverband der Arzte des Offentlichen Gesundheitsdienstes (Germany))
ISSN: 1439-4421
Titre abrégé: Gesundheitswesen
Pays: Germany
ID NLM: 9204210

Informations de publication

Date de publication:
Dec 2023
Historique:
pubmed: 21 10 2023
medline: 21 10 2023
entrez: 20 10 2023
Statut: ppublish

Résumé

The death of a person and the circumstances of death are documented on the death certificate in Germany. The path of the corpse to burial as well as the quality of the cause of death statistics are significantly influenced by the information in the official death certificate. The quality of the information in the death certificates has been repeatedly criticized. The aim of the present study was to identify typical sources of error in death certificates and to obtain information on whether qualitative differences exist between death certificates completed in the outpatient and inpatient sectors. A retrospective evaluation was performed of 218 death certificates of deaths examined by the Institute of Legal Medicine as part of a second postmortem examination prior to cremation. Of these, 118 death certificates were issued in the hospital and 100 death certificates were issued on an outpatient basis by the family physician or a physician on duty in the outpatient sector. All but one of the death certificates issued on an outpatient basis were legible. The information on the underlying disease was plausible. More than one-third of the epicrises had no significant findings or were not completed at all. The entry on the immediate causes of death in the designated field on the death certificate (Ia in the causal chain) were inadequate in one third of the cases. The error rate in the entries was higher in outpatient than in inpatient deaths. In the future, therefore, it will be necessary to prepare for the special situation of a post-mortem examination by means of further and advanced training events and to convey the importance of the diagnoses determined in the process, in order to eliminate these avoidable sources of error. Der Tod eines Menschen und die Todesumstände werden in Deutschland auf der Todesbescheinigung dokumentiert. Der Weg des Leichnams zur Bestattung sowie die Qualität der Todesursachenstatistik werden maßgeblich durch die Angaben in der amtlichen Todesbescheinigung beeinflusst. Die Qualität der Angaben in den Todesbescheinigungen wird immer wieder bemängelt. Ziel der vorliegenden Studie war es, typische Fehlerquellen in Todesbescheinigungen zu identifizieren und Hinweise zu erhalten, ob qualitative Unterschiede zwischen den im ambulanten und stationären Bereich ausgefüllten Todesbescheinigungen bestehen. Es erfolgte eine retrospektive Auswertung von 218 Todesbescheinigungen von Todesfällen, die im Rahmen einer zweiten Leichenschau vor der Feuerbestattung von der Rechtsmedizin untersucht wurden. Davon wurden 118 Todesbescheinigungen im Krankenhaus (hospitale Leichenschau) und 100 Todesbescheinigungen ambulant durch den zuständigen Hausarzt/die zuständige Hausärztin oder eine(n) im ambulanten Sektor diensthabende(n) Arzt/Ärztin ausgestellt. Bis auf eine ambulant ausgestellte Todesbescheinigung waren alle Dokumente lesbar. Die Angaben zur Grunderkrankung waren plausibel. Über ein Drittel der Epikrisen waren ohne nennenswerten Erkenntnisgewinn oder gar nicht ausgefüllt. Die Eintragung zu den unmittelbaren Todesursachen in dem dafür vorgesehenen Feld auf der Todesbescheinigung (Ia in der Kausalkette) waren in gut einem Drittel der Fälle unzureichend. Die Fehlerrate bei den Eintragungen war im ambulanten Bereich höher als bei hospitalen Sterbefällen. Es gilt deshalb für die Zukunft, durch Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen auf die besondere Situation einer Leichenschau vorzubereiten und die Bedeutung der dabei festgelegten Diagnosen zu vermitteln, um diese vermeidbaren Fehlerquellen abzustellen.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Der Tod eines Menschen und die Todesumstände werden in Deutschland auf der Todesbescheinigung dokumentiert. Der Weg des Leichnams zur Bestattung sowie die Qualität der Todesursachenstatistik werden maßgeblich durch die Angaben in der amtlichen Todesbescheinigung beeinflusst. Die Qualität der Angaben in den Todesbescheinigungen wird immer wieder bemängelt. Ziel der vorliegenden Studie war es, typische Fehlerquellen in Todesbescheinigungen zu identifizieren und Hinweise zu erhalten, ob qualitative Unterschiede zwischen den im ambulanten und stationären Bereich ausgefüllten Todesbescheinigungen bestehen. Es erfolgte eine retrospektive Auswertung von 218 Todesbescheinigungen von Todesfällen, die im Rahmen einer zweiten Leichenschau vor der Feuerbestattung von der Rechtsmedizin untersucht wurden. Davon wurden 118 Todesbescheinigungen im Krankenhaus (hospitale Leichenschau) und 100 Todesbescheinigungen ambulant durch den zuständigen Hausarzt/die zuständige Hausärztin oder eine(n) im ambulanten Sektor diensthabende(n) Arzt/Ärztin ausgestellt. Bis auf eine ambulant ausgestellte Todesbescheinigung waren alle Dokumente lesbar. Die Angaben zur Grunderkrankung waren plausibel. Über ein Drittel der Epikrisen waren ohne nennenswerten Erkenntnisgewinn oder gar nicht ausgefüllt. Die Eintragung zu den unmittelbaren Todesursachen in dem dafür vorgesehenen Feld auf der Todesbescheinigung (Ia in der Kausalkette) waren in gut einem Drittel der Fälle unzureichend. Die Fehlerrate bei den Eintragungen war im ambulanten Bereich höher als bei hospitalen Sterbefällen. Es gilt deshalb für die Zukunft, durch Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen auf die besondere Situation einer Leichenschau vorzubereiten und die Bedeutung der dabei festgelegten Diagnosen zu vermitteln, um diese vermeidbaren Fehlerquellen abzustellen.

Identifiants

pubmed: 37863049
doi: 10.1055/a-2098-3164
doi:

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English Abstract Journal Article

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ger

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1200-1204

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Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autorinnen/Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Paul Jonathan Witte (PJ)

Institut für Rechtsmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland.

Ann Sophie Schröder (AS)

Institut für Rechtsmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland.

Jan-Peter Sperhake (JP)

Institut für Rechtsmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland.

Benjamin Ondruschka (B)

Institut für Rechtsmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland.

Classifications MeSH