Endothelial Cell Loss in Patients with Phakic Intraocular Lenses.

Endothelzellverlust bei phaken Intraokularlinsen.

Journal

Klinische Monatsblatter fur Augenheilkunde
ISSN: 1439-3999
Titre abrégé: Klin Monbl Augenheilkd
Pays: Germany
ID NLM: 0014133

Informations de publication

Date de publication:
19 Jan 2024
Historique:
medline: 20 1 2024
pubmed: 20 1 2024
entrez: 19 1 2024
Statut: aheadofprint

Résumé

Although the safety of phakic intraocular lenses (pIOLs) has been continuously improved over 70-years of development, high endothelial cell losses can occur even with current pIOL models. Numerous studies have demonstrated that the distance of a pIOL to the corneal endothelium plays a crucial role in the extent of endothelial cell loss. For this reason alone, higher endothelial cell loss tends to be observed with anterior chamber lenses than with posterior chamber lenses. Adequate preoperative anterior chamber depth is essential, at least for iris-fixed pIOLs, in order to ensure a safe distance from the endothelium. However, the anterior chamber becomes shallower with age and therefore it may be useful to consider patient age in the safety criteria. Although endothelial cell loss is generally low with current pIOL models, regular monitoring of the endothelial cell density remains essential due to large interindividual differences in patients with pIOLs. If the endothelial cell loss is greater than expected and the follow-up visits confirm the trend, the pIOL should be explanted without delay. The endothelial reserve should be considered on an individual basis by taking into account patient age, physiological endothelial cell loss, and loss due to further surgery. With careful indication and long-term patient care, pIOLs remain a safe treatment option. Obwohl die Sicherheit der phaken Intraokularlinsen (pIOLs) über eine bereits 70-jährige Entwicklungsgeschichte kontinuierlich verbessert wurde, können hohe Endothelzellverluste auch bei den aktuellen pIOL-Modellen auftreten. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Entfernung einer pIOL zum Hornhautendothel eine entscheidende Rolle beim Endothelzellverlust spielt. Allein deswegen werden bei den Vorderkammerlinsen tendenziell höhere Endothelzellverluste beobachtet als bei den Hinterkammerlinsen. Eine ausreichende präoperative Vorderkammertiefe ist essenziell, zumindest bei den irisfixierten pIOLs, um eine sichere Distanz zum Endothel zu gewährleisten. Die Vorderkammer wird jedoch mit zunehmendem Alter flacher und es kann deswegen sinnvoll sein, das Patientenalter bei den Sicherheitskriterien mitzuberücksichtigen. Obwohl der Endothelzellverlust bei den aktuellen pIOL-Modellen i. d. R. gering ist, sind regelmäßige Kontrollen mit Messung der Endothelzelldichte aufgrund großer interindividueller Unterschiede bei den Patienten mit pIOLs nach wie vor unverzichtbar. Falls ein höherer Endothelzellverlust beobachtet wird als erwartet und die nachfolgenden Kontrollen die Tendenz bestätigen, soll die pIOL rechtzeitig explantiert werden. Hierbei ist die Endothelreserve individuell zu betrachten, indem man das Patientenalter, den physiologischen Endothelzellverlust sowie den Verlust durch weitere Operationen berücksichtigen sollte. Bei einer sorgfältigen Indikationsstellung und einer langfristigen Patientenbetreuung stellen die pIOLs nach wie vor eine sichere Behandlungsoption dar.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Obwohl die Sicherheit der phaken Intraokularlinsen (pIOLs) über eine bereits 70-jährige Entwicklungsgeschichte kontinuierlich verbessert wurde, können hohe Endothelzellverluste auch bei den aktuellen pIOL-Modellen auftreten. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Entfernung einer pIOL zum Hornhautendothel eine entscheidende Rolle beim Endothelzellverlust spielt. Allein deswegen werden bei den Vorderkammerlinsen tendenziell höhere Endothelzellverluste beobachtet als bei den Hinterkammerlinsen. Eine ausreichende präoperative Vorderkammertiefe ist essenziell, zumindest bei den irisfixierten pIOLs, um eine sichere Distanz zum Endothel zu gewährleisten. Die Vorderkammer wird jedoch mit zunehmendem Alter flacher und es kann deswegen sinnvoll sein, das Patientenalter bei den Sicherheitskriterien mitzuberücksichtigen. Obwohl der Endothelzellverlust bei den aktuellen pIOL-Modellen i. d. R. gering ist, sind regelmäßige Kontrollen mit Messung der Endothelzelldichte aufgrund großer interindividueller Unterschiede bei den Patienten mit pIOLs nach wie vor unverzichtbar. Falls ein höherer Endothelzellverlust beobachtet wird als erwartet und die nachfolgenden Kontrollen die Tendenz bestätigen, soll die pIOL rechtzeitig explantiert werden. Hierbei ist die Endothelreserve individuell zu betrachten, indem man das Patientenalter, den physiologischen Endothelzellverlust sowie den Verlust durch weitere Operationen berücksichtigen sollte. Bei einer sorgfältigen Indikationsstellung und einer langfristigen Patientenbetreuung stellen die pIOLs nach wie vor eine sichere Behandlungsoption dar.

Identifiants

pubmed: 38242162
doi: 10.1055/a-2209-5251
doi:

Types de publication

Journal Article

Langues

eng ger

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IM

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Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

Gerd U. Auffarth: Vortragstätigkeit bei Alcon, Johnson & Johnson, Oculus; Studientätigkeit bei Alcon, Johnson & Johnson, Oculus, Heidelberg Engineering. Ramin Khoramnia: Vortragstätigkeit bei Alcon, Ophtec, Johnson & Johnson, Oculus, Heidelberg Engineering; Studientätigkeit bei Alcon, Johnson & Johnson, Oculus, Heidelberg Engineering. Grzegorz Łabuz und Tadas Naujokaitis geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht./Gerd U. Auffarth: lecture fees from Alcon, Johnson & Johnson, Oculus; research grants from Alcon, Johnson & Johnson, Oculus, Heidelberg Engineering. Ramin Khoramnia: lecture fees from Alcon, Ophtec, Johnson & Johnson, Oculus, Heidelberg Engineering; research grants from Alcon, Johnson & Johnson, Oculus, Heidelberg Engineering. Grzegorz Łabuz and Tadas Naujokaitis declare that they have no conflict of interest.

Auteurs

Tadas Naujokaitis (T)

International Vision Correction Research Centre (IVCRC) und David J Apple International Laboratory for Ocular Pathology, Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Deutschland.

Gerd U Auffarth (GU)

International Vision Correction Research Centre (IVCRC) und David J Apple International Laboratory for Ocular Pathology, Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Deutschland.

Grzegorz Łabuz (G)

International Vision Correction Research Centre (IVCRC) und David J Apple International Laboratory for Ocular Pathology, Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Deutschland.

Ramin Khoramnia (R)

International Vision Correction Research Centre (IVCRC) und David J Apple International Laboratory for Ocular Pathology, Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Deutschland.

Classifications MeSH