[Position paper on working in the intensive care unit during pregnancy : DIVI recommendations for improving the situation of pregnant employees in the ICU].

Positionspapier zum Arbeiten in der Schwangerschaft auf der Intensivstation : DIVI-Empfehlungen zur Verbesserung der Lage von schwangeren Mitarbeiterinnen auf einer Intensivstation.
Human resource planning Maternity protection Ongoing employment Prohibition of employment Ressources

Journal

Die Anaesthesiologie
ISSN: 2731-6866
Titre abrégé: Anaesthesiologie
Pays: Germany
ID NLM: 9918384886806676

Informations de publication

Date de publication:
26 Mar 2024
Historique:
medline: 26 3 2024
pubmed: 26 3 2024
entrez: 26 3 2024
Statut: aheadofprint

Résumé

The Maternity Protection Act is intended to protect the mother and the child from hazards, excessive demands and damage to health in the workplace, and from financial disadvantages and loss of employment. However, the objectives defined by the Maternity Protection Act-the safety and health of the pregnant employee on the one hand and the prevention of disadvantages in working life on the other-are not yet adequately achieved in the intensive care unit (ICU). Implementation of the Maternity Protection Act to the benefit of all involved parties should also be promoted in the specialist areas represented by the DIVI, in particular the work of pregnant physicians and nursing staff and other working specialists (respiratory therapists, physiotherapists, speech therapists, psychotherapists, and social workers) in the ICU. The aim of this paper is to raise awareness of the need to consider each pregnant and breastfeeding staff member individually and to work together to find a personal solution for continuing to work in the ICU. Possible ways and solutions to achieve this goal are outlined and practical examples are given for implementation in everyday clinical routine. These are also based on comprehensive presentation of activities according to a traffic light color-code system for all occupational groups. Arguments against pregnant employees working in the ICU are discussed and possible solutions are presented. Das Mutterschutzgesetz soll die Mutter und das Kind vor Gefahren, Überforderung und Gesundheitsschädigung am Arbeitsplatz ebenso wie vor finanziellen Einbußen und dem Verlust des Arbeitsplatzes schützen. Allerdings werden die mit dem Mutterschutzgesetz definierten Ziele der Sicherheit und Gesundheit der schwangeren Mitarbeiterin einerseits und der Verhinderung von Benachteiligungen im Berufsleben andererseits derzeit auf der Intensivstation noch nicht ausreichend erfüllt. Es sollte eine für alle Beteiligten gewinnbringende Umsetzung des Mutterschutzgesetzes auch in den in der DIVI vertretenen Fachbereichen vorangetrieben werden, insbesondere das Arbeiten von Schwangeren im ärztlichen und Pflegefachpersonal sowie in weiteren Gesundheitsfachberufen (Atmungstherapie, Physiotherapie, Logopädie, Psychologie und Sozialdienst) auf Intensivstationen. Es soll dafür sensibilisiert werden, jede schwangere und stillende Mitarbeiterin individuell zu betrachten und gemeinsam eine persönliche Lösung für die Weiterbeschäftigung auch während der Schwangerschaft auf der Intensivstation zu erarbeiten. Es werden mögliche Wege und Lösungen zur Erreichung dieses Ziels skizziert und Praxisbeispiele zur Umsetzung im klinischen Alltag gegeben. Diese basieren auch auf einer umfangreichen Darstellung von Tätigkeiten nach einem Ampelsystem für alle Berufsgruppen. Aspekte, die gegen die Beschäftigung einer schwangeren Mitarbeiterin auf der Intensivstation sprechen oder diese einschränken, werden diskutiert und potenzielle Lösungsoptionen aufgezeigt.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Das Mutterschutzgesetz soll die Mutter und das Kind vor Gefahren, Überforderung und Gesundheitsschädigung am Arbeitsplatz ebenso wie vor finanziellen Einbußen und dem Verlust des Arbeitsplatzes schützen. Allerdings werden die mit dem Mutterschutzgesetz definierten Ziele der Sicherheit und Gesundheit der schwangeren Mitarbeiterin einerseits und der Verhinderung von Benachteiligungen im Berufsleben andererseits derzeit auf der Intensivstation noch nicht ausreichend erfüllt. Es sollte eine für alle Beteiligten gewinnbringende Umsetzung des Mutterschutzgesetzes auch in den in der DIVI vertretenen Fachbereichen vorangetrieben werden, insbesondere das Arbeiten von Schwangeren im ärztlichen und Pflegefachpersonal sowie in weiteren Gesundheitsfachberufen (Atmungstherapie, Physiotherapie, Logopädie, Psychologie und Sozialdienst) auf Intensivstationen. Es soll dafür sensibilisiert werden, jede schwangere und stillende Mitarbeiterin individuell zu betrachten und gemeinsam eine persönliche Lösung für die Weiterbeschäftigung auch während der Schwangerschaft auf der Intensivstation zu erarbeiten. Es werden mögliche Wege und Lösungen zur Erreichung dieses Ziels skizziert und Praxisbeispiele zur Umsetzung im klinischen Alltag gegeben. Diese basieren auch auf einer umfangreichen Darstellung von Tätigkeiten nach einem Ampelsystem für alle Berufsgruppen. Aspekte, die gegen die Beschäftigung einer schwangeren Mitarbeiterin auf der Intensivstation sprechen oder diese einschränken, werden diskutiert und potenzielle Lösungsoptionen aufgezeigt.

Identifiants

pubmed: 38530388
doi: 10.1007/s00101-024-01402-8
pii: 10.1007/s00101-024-01402-8
doi:

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ger

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Références

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Auteurs

Celina Cornelius (C)

Medizinische Fakultät Heidelberg, Klinik für Anästhesiologie, Universität Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 420, 69120, Heidelberg, Deutschland. celina.cornelius@med.uni-heidelberg.de.

Teresa Deffner (T)

Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena, Jena, Deutschland.

Aileen Hill (A)

Klinik für Anästhesiologie und Klinik für Operative Intensivmedizin, Uniklinik RWTH Aachen, Aachen, Deutschland.

Christina Rohlfes (C)

BDH-Klinik Hessisch Oldendorf, Hessisch Oldendorf, Deutschland.

Bernd Ellner (B)

Klinik rechts der Isar, Technische Universität München, München, Deutschland.

Silke Klarmann (S)

Therapiezentrum, Imland Klinik gGmbH Rendsburg, Rendsburg, Deutschland.

Sabine Riedel (S)

Physikalische Therapie und Rehabilitation, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland.

Sabrina Pelz (S)

Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm, Ulm, Deutschland.

Sabrina Kopp (S)

Zentrum für Kardiologie, Kardiologie I, Universitätsmedizin Mainz, Mainz, Deutschland.

Laura Borgstedt (L)

TUM School of Medicine, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München, Deutschland.

Diana Freund (D)

Klinik für Anästhesie, Intensiv‑, Notfall- und Schmerzmedizin, Universitätsmedizin Greifswald, Greifswald, Deutschland.

Andreas Schöpfel (A)

Betriebsärztlicher Dienst, Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg, Deutschland.

Patrick Meybohm (P)

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg, Deutschland.

Felix Walcher (F)

Universitätsklinik für Unfallchirurgie A.ö.R, Universitätsklinikum Magdeburg, Magdeburg, Deutschland.
DIVI e.V., Berlin, Deutschland.

Thorsten Brenner (T)

Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Essen, Essen, Deutschland.

Stefanie Klenke (S)

Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Essen, Essen, Deutschland.

Classifications MeSH