[Prostate Surgery for Benign Prostatic Syndrome >200 ml: Endoscopic, Robotic, or Open Approach].

Prostatachirurgie beim benignen Prostatasyndrom >200 ml: Endoskopisch, robotisch oder doch offen?

Journal

Aktuelle Urologie
ISSN: 1438-8820
Titre abrégé: Aktuelle Urol
Pays: Germany
ID NLM: 0421406

Informations de publication

Date de publication:
Jun 2024
Historique:
medline: 29 5 2024
pubmed: 29 5 2024
entrez: 28 5 2024
Statut: ppublish

Résumé

Surgical approaches for benign prostatic hyperplasia have evolved and diversified over the past decades. While numerous studies document the efficacy of surgical procedures for moderate prostate sizes, there remains insufficient data for large prostate volumes >200 ml, leaving important questions unanswered regarding their effectiveness and safety. Consequently, selecting and adapting suitable therapeutic options for this specific patient group often poses a significant challenge. In this context, this review comprehensively summarizes and discusses current insights into surgical treatment options for large prostate volumes (>200 ml) following an extensive literature review.In summary, the surgical treatment of prostate volumes >200 ml is a challenge regardless of the chosen surgical method. Minimally invasive approaches should be considered standard practice today. Anatomical endoscopic enucleation of the prostate is a size-independent method and has the lowest morbidity. As it may be performed in spinal anaesthesia, endoscopic enucleation is feasible in patients with an increased anaesthetic risk. In extremely large prostate glands, the procedure poses challenges even for highly experienced surgeons. Especially in obese patients, the surgeon should be familiar with different exit strategies. Robot-assisted simple prostatectomy provides a minimally invasive alternative that may also treat pathologies such as diverticula or large bladder stones in the same surgical session. Due to its transabdominal approach, the morbidity and anaesthetic risk is comparatively higher. Each centre and surgeon should individually decide in which method they have the greatest expertise and which option is best suited for the specific case. In cases of limited expertise, it is advisable to refer patients to a centre with appropriate specialization. Die operativen Therapieansätze der benignen Prostatahyperplasie (BPH) wurden in den letzten Jahrzenten weiterentwickelt und diversifiziert. Während die Wirksamkeit der operativen Verfahren bei moderaten Prostatagrößen in zahlreichen Studien dokumentiert wird, bleibt die Datenlage bei großen Prostatavolumina >200 ml unzureichend. Hierdurch bleiben wichtige Fragen hinsichtlich ihrer Effektivität und Sicherheit offen. Aufgrund dessen ist die Auswahl und Anpassung der geeigneten Therapieoptionen für diese spezielle Patientengruppe oft eine große Herausforderung. In dieser Übersichtsarbeit werden nach einer umfassenden Literaturrecherche die aktuellen Erkenntnisse zu den operativen Therapiemöglichkeiten bei großen Prostatavolumina >200 ml zusammengefasst und diskutiert.Die operative Behandlung von Prostatavolumina >200 ml ist unabhängig von der gewählten Operationsmethode eine Herausforderung. Minimalinvasive Ansätze sollten heutzutage Standard sein. Die anatomische endoskopische Enukleation ist das Verfahren mit der geringsten Morbidität und ist prinzipiell größenunabhängig durchführbar. Da das Verfahren auch in Spinalanästhesie durchführbar ist, ist es auch für Patienten mit erhöhtem Narkoserisiko geeignet. Bei extremen Prostatavolumina stellt dieses Verfahren aber auch erfahrene Operateure vor Herausforderungen. Besonders in Kombination mit einer Adipositas sollte der Operateur verschiedene Exit-Strategien kennen. Die roboterassistierte Adenomenukleation bietet eine minimalinvasive Alternative, mit welcher begleitende Pathologien (Divertikel oder große Blasensteine) mitbehandelt werden können. Allerdings sind die Invasivität und das Narkoserisiko durch den abdominellen Zugang vergleichsweise höher. Jede Klinik und jeder Operateur sollte individuell entscheiden, in welcher Methode die größte Expertise vorliegt und welche Option für den jeweiligen Fall am besten geeignet ist. Sollte die Expertise begrenzt sein, ist es ratsam, den Patienten einem Zentrum mit entsprechender Spezialisierung zuzuweisen.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Die operativen Therapieansätze der benignen Prostatahyperplasie (BPH) wurden in den letzten Jahrzenten weiterentwickelt und diversifiziert. Während die Wirksamkeit der operativen Verfahren bei moderaten Prostatagrößen in zahlreichen Studien dokumentiert wird, bleibt die Datenlage bei großen Prostatavolumina >200 ml unzureichend. Hierdurch bleiben wichtige Fragen hinsichtlich ihrer Effektivität und Sicherheit offen. Aufgrund dessen ist die Auswahl und Anpassung der geeigneten Therapieoptionen für diese spezielle Patientengruppe oft eine große Herausforderung. In dieser Übersichtsarbeit werden nach einer umfassenden Literaturrecherche die aktuellen Erkenntnisse zu den operativen Therapiemöglichkeiten bei großen Prostatavolumina >200 ml zusammengefasst und diskutiert.Die operative Behandlung von Prostatavolumina >200 ml ist unabhängig von der gewählten Operationsmethode eine Herausforderung. Minimalinvasive Ansätze sollten heutzutage Standard sein. Die anatomische endoskopische Enukleation ist das Verfahren mit der geringsten Morbidität und ist prinzipiell größenunabhängig durchführbar. Da das Verfahren auch in Spinalanästhesie durchführbar ist, ist es auch für Patienten mit erhöhtem Narkoserisiko geeignet. Bei extremen Prostatavolumina stellt dieses Verfahren aber auch erfahrene Operateure vor Herausforderungen. Besonders in Kombination mit einer Adipositas sollte der Operateur verschiedene Exit-Strategien kennen. Die roboterassistierte Adenomenukleation bietet eine minimalinvasive Alternative, mit welcher begleitende Pathologien (Divertikel oder große Blasensteine) mitbehandelt werden können. Allerdings sind die Invasivität und das Narkoserisiko durch den abdominellen Zugang vergleichsweise höher. Jede Klinik und jeder Operateur sollte individuell entscheiden, in welcher Methode die größte Expertise vorliegt und welche Option für den jeweiligen Fall am besten geeignet ist. Sollte die Expertise begrenzt sein, ist es ratsam, den Patienten einem Zentrum mit entsprechender Spezialisierung zuzuweisen.

Identifiants

pubmed: 38806034
doi: 10.1055/a-2307-3887
doi:

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Journal Article Review

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

213-218

Informations de copyright

Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autorinnen/Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Friedrich Otto Hartung (FO)

Universitätsklinikum Mannheim, Klinik für Urologie und Urochirurgie, Mannheim, Germany.

Britta Gruene (B)

Universitätsklinikum Mannheim, Klinik für Urologie und Urochirurgie, Mannheim, Germany.

Benedikt Becker (B)

Abteilung für Urologie, Asklepios Klinik Barmbek, Hamburg, Germany.

Marie-Claire Rassweiler-Seyfried (MC)

Universitätsklinikum Mannheim, Klinik für Urologie und Urochirurgie, Mannheim, Germany.

Arkadiusz Miernik (A)

Abteilung für Urologie, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, Germany.

Lukas Lusuardi (L)

Urologie, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg, Austria.

Thomas Rw Herrmann (TR)

Urologie, Spital Thurgau AG, Frauenfeld, Switzerland.

Karin Lehrich (K)

Urologie, Meoclinic, Berlin, Germany.

Christopher Netsch (C)

Universitätsklinikum Mannheim, Klinik für Urologie und Urochirurgie, Mannheim, Germany.

Jonas Herrmann (J)

Universitätsklinikum Mannheim, Klinik für Urologie und Urochirurgie, Mannheim, Germany.

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