Navigating the Future of Organisational Health Services Research in Germany and beyond: a Position Paper.
Die Zukunft der organisationalen Versorgungsforschung in Deutschland und darüber hinaus – ein Positionspapier.
Journal
Gesundheitswesen (Bundesverband der Arzte des Offentlichen Gesundheitsdienstes (Germany))
ISSN: 1439-4421
Titre abrégé: Gesundheitswesen
Pays: Germany
ID NLM: 9204210
Informations de publication
Date de publication:
22 Jul 2024
22 Jul 2024
Historique:
medline:
23
7
2024
pubmed:
23
7
2024
entrez:
22
7
2024
Statut:
aheadofprint
Résumé
Recent analyses have shown that in health services research in Germany, healthcare organisations are often considered primarily as a study setting, without fully taking their complex organisational nature into account, neither theoretically nor methodologically. Therefore, an initiative was launched to analyse the state of Organisational Health Services Research (OHSR) in Germany and to develop a strategic framework and road map to guide future efforts in the field. This paper summarizes positions that have been jointly developed by consulting experts from the interdisciplinary and international scientific community. In July 2023, a scoping workshop over the course of three days was held with 32 (inter)national experts from different research fields centred around OHSR topics using interactive workshop methods. Participants discussed their perspectives on OHSR, analysed current challenges in OHSR in Germany and developed key positions for the field's development. The seven agreed-upon key positions addressed conceptual and strategic aspects. There was consensus that the field required the development of a research agenda that can guide future efforts. On a conceptual level, the need to address challenges in terms of interdisciplinarity, terminology, organisation(s) as research subjects, international comparative research and utilisation of organisational theory was recognized. On a strategic level, requirements with regard to teaching, promotion of interdisciplinary and international collaboration, suitable funding opportunities and participatory research were identified. This position paper seeks to serve as a framework to support further development of OHSR in Germany and as a guide for researchers and funding organisations on how to move OHSR forward. Some of the challenges discussed for German OHSR are equally present in other countries. Thus, this position paper can be used to initiate fruitful discussions in other countries. Jüngste Analysen zeigen, dass Versorgungsorganisationen in der Versorgungsforschung in Deutschland häufig in erster Linie als Studiensetting betrachtet werden, ohne deren komplexen organisationalen Charakter in vollem Umfang zu berücksichtigen, weder theoretisch noch methodisch. Daher wurde eine Initiative gestartet, um den Stand der organisationsbezogenen Versorgungsforschung (OVF) in Deutschland zu analysieren und einen strategischen Rahmen und eine Roadmap zu entwickeln, die zukünftige Bemühungen in diesem Bereich leiten können. Der vorliegende Artikel fasst Positionen zusammen, die von wissenschaftlichen Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen und Ländern gemeinsam entwickelt wurden. Im Juli 2023 wurde ein dreitägiger Scoping-Workshop mit 32 (inter)nationalen Expert*innen aus verschiedenen Forschungsbereichen mit Bezug zu OVF-Themen unter Nutzung interaktiver Workshop-Methoden durchgeführt. Die Teilnehmenden diskutierten ihre Perspektiven auf OVF, analysierten aktuelle Herausforderungen in der OVF in Deutschland und entwickelten zentrale Positionen für die Entwicklung des Forschungsbereichs. Die sieben zentralen Positionen betrafen sowohl konzeptuelle als auch strategische Aspekte. Die Weiterentwicklung von OVF erfordert die Entwicklung einer Forschungsagenda, die zukünftige Bemühungen leiten kann. Auf konzeptueller Ebene müssen Herausforderungen in Bezug auf Interdisziplinarität, Terminologie, Organisation(en) als Forschungsgegenstand, international vergleichende Forschung und die Nutzung von Organisationstheorie adressiert werden. Auf strategischer Ebene wurden Anforderungen an die Lehre, die Förderung der interdisziplinären und internationalen Zusammenarbeit, geeignete Finanzierungsmöglichkeiten und partizipative Forschung identifiziert. Das Positionspapier soll als Rahmen zur Unterstützung der weiteren Entwicklung der OVF in Deutschland und als Leitfaden für Forscher*innen und Förderorganisationen dienen, die die OVF voranbringen möchten. Einige der für die deutsche OVF diskutierten Herausforderungen existieren auch in anderen Ländern. Daher kann dieses Positionspapier genutzt werden, um fruchtbare Diskussionen in anderen Ländern zu initiieren.
Sections du résumé
BACKGROUND
BACKGROUND
Recent analyses have shown that in health services research in Germany, healthcare organisations are often considered primarily as a study setting, without fully taking their complex organisational nature into account, neither theoretically nor methodologically. Therefore, an initiative was launched to analyse the state of Organisational Health Services Research (OHSR) in Germany and to develop a strategic framework and road map to guide future efforts in the field. This paper summarizes positions that have been jointly developed by consulting experts from the interdisciplinary and international scientific community.
METHODS
METHODS
In July 2023, a scoping workshop over the course of three days was held with 32 (inter)national experts from different research fields centred around OHSR topics using interactive workshop methods. Participants discussed their perspectives on OHSR, analysed current challenges in OHSR in Germany and developed key positions for the field's development.
RESULTS
RESULTS
The seven agreed-upon key positions addressed conceptual and strategic aspects. There was consensus that the field required the development of a research agenda that can guide future efforts. On a conceptual level, the need to address challenges in terms of interdisciplinarity, terminology, organisation(s) as research subjects, international comparative research and utilisation of organisational theory was recognized. On a strategic level, requirements with regard to teaching, promotion of interdisciplinary and international collaboration, suitable funding opportunities and participatory research were identified.
CONCLUSIONS
CONCLUSIONS
This position paper seeks to serve as a framework to support further development of OHSR in Germany and as a guide for researchers and funding organisations on how to move OHSR forward. Some of the challenges discussed for German OHSR are equally present in other countries. Thus, this position paper can be used to initiate fruitful discussions in other countries.
HINTERGRUND
UNASSIGNED
Jüngste Analysen zeigen, dass Versorgungsorganisationen in der Versorgungsforschung in Deutschland häufig in erster Linie als Studiensetting betrachtet werden, ohne deren komplexen organisationalen Charakter in vollem Umfang zu berücksichtigen, weder theoretisch noch methodisch. Daher wurde eine Initiative gestartet, um den Stand der organisationsbezogenen Versorgungsforschung (OVF) in Deutschland zu analysieren und einen strategischen Rahmen und eine Roadmap zu entwickeln, die zukünftige Bemühungen in diesem Bereich leiten können. Der vorliegende Artikel fasst Positionen zusammen, die von wissenschaftlichen Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen und Ländern gemeinsam entwickelt wurden.
METHODEN
METHODS
Im Juli 2023 wurde ein dreitägiger Scoping-Workshop mit 32 (inter)nationalen Expert*innen aus verschiedenen Forschungsbereichen mit Bezug zu OVF-Themen unter Nutzung interaktiver Workshop-Methoden durchgeführt. Die Teilnehmenden diskutierten ihre Perspektiven auf OVF, analysierten aktuelle Herausforderungen in der OVF in Deutschland und entwickelten zentrale Positionen für die Entwicklung des Forschungsbereichs.
ERGEBNISSE
UNASSIGNED
Die sieben zentralen Positionen betrafen sowohl konzeptuelle als auch strategische Aspekte. Die Weiterentwicklung von OVF erfordert die Entwicklung einer Forschungsagenda, die zukünftige Bemühungen leiten kann. Auf konzeptueller Ebene müssen Herausforderungen in Bezug auf Interdisziplinarität, Terminologie, Organisation(en) als Forschungsgegenstand, international vergleichende Forschung und die Nutzung von Organisationstheorie adressiert werden. Auf strategischer Ebene wurden Anforderungen an die Lehre, die Förderung der interdisziplinären und internationalen Zusammenarbeit, geeignete Finanzierungsmöglichkeiten und partizipative Forschung identifiziert.
SCHLUSSFOLGERUNG
UNASSIGNED
Das Positionspapier soll als Rahmen zur Unterstützung der weiteren Entwicklung der OVF in Deutschland und als Leitfaden für Forscher*innen und Förderorganisationen dienen, die die OVF voranbringen möchten. Einige der für die deutsche OVF diskutierten Herausforderungen existieren auch in anderen Ländern. Daher kann dieses Positionspapier genutzt werden, um fruchtbare Diskussionen in anderen Ländern zu initiieren.
Autres résumés
Type: Publisher
(ger)
Jüngste Analysen zeigen, dass Versorgungsorganisationen in der Versorgungsforschung in Deutschland häufig in erster Linie als Studiensetting betrachtet werden, ohne deren komplexen organisationalen Charakter in vollem Umfang zu berücksichtigen, weder theoretisch noch methodisch. Daher wurde eine Initiative gestartet, um den Stand der organisationsbezogenen Versorgungsforschung (OVF) in Deutschland zu analysieren und einen strategischen Rahmen und eine Roadmap zu entwickeln, die zukünftige Bemühungen in diesem Bereich leiten können. Der vorliegende Artikel fasst Positionen zusammen, die von wissenschaftlichen Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen und Ländern gemeinsam entwickelt wurden.
Types de publication
Journal Article
Langues
eng
ger
Sous-ensembles de citation
IM
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LA ist Vorstandsmitglied der DGMS und des DNVF. Sie ist Mitglied des Editorial Boards des Journal of Health Care Services and Implementation. JB erhält Fördermittel für mehrere OVF-Projekte in Australien und Europa. ME ist Vorsitzender der Society for Studies in Organizing Healthcare (SHOC). Die Arbeit des Instituts für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung, Universitätsklinikum Tübingen, wird durch einen zweckungebundenen Zuschuss des Arbeitgeberverbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg (Südwestmetall) unterstützt. Die übrigen Autor*innen erklären, dass keine Interessenkonflikte bestehen.