[Coagulation disorders in liver cirrhosis - Diagnostics and management].
Gerinnungsstörungen bei Leberzirrhose – Diagnostik und Management.
Journal
Deutsche medizinische Wochenschrift (1946)
ISSN: 1439-4413
Titre abrégé: Dtsch Med Wochenschr
Pays: Germany
ID NLM: 0006723
Informations de publication
Date de publication:
Aug 2024
Aug 2024
Historique:
medline:
3
8
2024
pubmed:
3
8
2024
entrez:
2
8
2024
Statut:
ppublish
Résumé
Patients with liver cirrhosis often exhibit complex alterations in their hemostatic system that can be associated with both bleeding and thrombotic complications. While prophylactic correction of abnormal coagulation parameters should be avoided, an individualized approach is recommended prior to invasive procedures, whereby specific preventive measures to stabilize hemostasis should be based on the periprocedural bleeding risk. While the haemostatic system of patients with compensated cirrhosis is often in a rebalanced haemostatic state due to a parallel decline in both pro- and anti-haemostatic factors, a decompensation of liver cirrhosis can lead to destabilization of this fragile equilibrium. Since conventional coagulation tests do not adequately capture the complex changes in the hemostatic system in cirrhosis, functional analysis methods such as viscoelastic tests or thrombin generation assays can be used for evaluating the coagulation status. This review describes the underlying pathophysiological changes in the hemostatic system in liver cirrhosis, provides an overview of diagnostic methods and discusses therapeutic measures in case of bleeding and thrombotic complications. Patienten mit Leberzirrhose weisen komplexe Veränderungen des hämostatischen Systems auf, die sowohl mit Blutungs- als auch mit thrombotischen Komplikationen einhergehen können und im Rahmen des klinischen Managements berücksichtigt werden sollten.Während eine prophylaktische Korrektur abnormaler Gerinnungsparameter vermieden werden sollte, ist vor invasiven Prozeduren ein individualisiertes Vorgehen zu empfehlen, wobei sich spezifische Präventionsmaßnahmen zur Stabilisierung der Gerinnung am periprozeduralen Blutungsrisiko orientieren sollten.Weiterhin gilt zu beachten, dass sich die hämostatischen Veränderungen in Abhängigkeit des Stadiums der Erkrankung unterscheiden. Während sich das hämostatische System bei kompensierter Zirrhose oftmals in einem Gleichgewicht befindet, kann das Auftreten einer akuten Dekompensation zu einer Destabilisierung dieses Zustands führen.Da konventionelle Gerinnungstests die komplexen Veränderungen des hämostatischen Systems bei Zirrhose nicht adäquat erfassen, können funktionelle Analysemethoden, wie viskoelastische Testverfahren oder Thrombingenerierungstests bei der Evaluation des Gerinnungsstatus hilfreich sein.Die vorliegende Übersichtsarbeit beschreibt die zugrunde liegenden pathophysiologischen Veränderungen des hämostatischen Systems bei Leberzirrhose, liefert einen Überblick über geeignete Diagnostikmethoden und thematisiert Therapiemaßnahmen im Falle von Blutungs- und thrombotischen Komplikationen.
Autres résumés
Type: Publisher
(ger)
Patienten mit Leberzirrhose weisen komplexe Veränderungen des hämostatischen Systems auf, die sowohl mit Blutungs- als auch mit thrombotischen Komplikationen einhergehen können und im Rahmen des klinischen Managements berücksichtigt werden sollten.Während eine prophylaktische Korrektur abnormaler Gerinnungsparameter vermieden werden sollte, ist vor invasiven Prozeduren ein individualisiertes Vorgehen zu empfehlen, wobei sich spezifische Präventionsmaßnahmen zur Stabilisierung der Gerinnung am periprozeduralen Blutungsrisiko orientieren sollten.Weiterhin gilt zu beachten, dass sich die hämostatischen Veränderungen in Abhängigkeit des Stadiums der Erkrankung unterscheiden. Während sich das hämostatische System bei kompensierter Zirrhose oftmals in einem Gleichgewicht befindet, kann das Auftreten einer akuten Dekompensation zu einer Destabilisierung dieses Zustands führen.Da konventionelle Gerinnungstests die komplexen Veränderungen des hämostatischen Systems bei Zirrhose nicht adäquat erfassen, können funktionelle Analysemethoden, wie viskoelastische Testverfahren oder Thrombingenerierungstests bei der Evaluation des Gerinnungsstatus hilfreich sein.Die vorliegende Übersichtsarbeit beschreibt die zugrunde liegenden pathophysiologischen Veränderungen des hämostatischen Systems bei Leberzirrhose, liefert einen Überblick über geeignete Diagnostikmethoden und thematisiert Therapiemaßnahmen im Falle von Blutungs- und thrombotischen Komplikationen.
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Journal Article
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