[IT Failures in Hospitals - Structures and Processes in Hospitals for Coping Cyber Attacks].

IT-Angriffe an Kliniken.

Journal

Deutsche medizinische Wochenschrift (1946)
ISSN: 1439-4413
Titre abrégé: Dtsch Med Wochenschr
Pays: Germany
ID NLM: 0006723

Informations de publication

Date de publication:
Sep 2024
Historique:
medline: 31 8 2024
pubmed: 31 8 2024
entrez: 29 8 2024
Statut: ppublish

Résumé

Clinics are, by definition, part of a country's critical infrastructure. In recent years, hospitals have increasingly become the target of cyber attacks, resulting in disruptions to their functionality lasting weeks to even months. According to the "National Strategy for the Protection of Critical Infrastructures (CRITIS Strategy)", clinics are legally obligated to take preventive measures against such incidents. This involves evaluating, defining, and developing failure concepts for IT-dependent processes within a clinic to be prepared for a cyber attack. Specifically tailored emergency plans for computer system failures should be created and maintained in all IT-dependent areas of a clinic.Additionally, paper-based alternative solutions, such as request forms for diagnostic or consultation services, department-specific emergency documents, and patient documentation charts, should be kept in a readily accessible location known to staff in the respective areas. The complete restoration of a clinic's network after a cyber attack often requires extensive recovery of numerous IT systems, which may take weeks to months in some cases.If the hospital has robust plans for cyber emergency preparedness, including regular scans and real-time backups, stabilization and a quicker resumption of operations may be possible. Kliniken gehören per definitionem zur kritischen Infrastruktur eines Landes. Vermehrt sind in den vergangenen Jahren Krankenhäuser Ziel von Hackerangriffen mit der Folge einer wochen- bis sogar monatelangen Beeinträchtigung ihrer Handlungsfähigkeit geworden. Gemäß der „Nationalen Strategie zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (KRITIS-Strategie)“ sind Kliniken gesetzlich verpflichtet, dagegen Vorsorge zu treffen. Dazu sollten IT-abhängige Prozesse in einer Klinik evaluiert, definiert und Ausfallkonzepte erarbeitet werden, um auf einen Cyberangriff vorbereitet zu sein. Spezifisch auf einen EDV-Ausfall zugeschnittene Notfallpläne sollten in allen IT-abhängigen Bereichen einer Klinik erstellt und vorgehalten werden. Zudem sollten papierbasierte Ersatzlösungen, wie z. B. Anforderungsbelege für Diagnostik- oder Konsilleistungen, abteilungsspezifische Notfalldokumente und Patientendokumentationskurven an einem gut zugänglichen und den Mitarbeitenden des jeweiligen Bereichs bekannten Ort vorgehalten werden. Die vollständige Wiederherstellung eines Kliniknetzwerks nach einem Cyberangriff erfordert häufig eine umfassende Wiederherstellung zahlreicher IT-Systeme. Dies kann u. U. Wochen bis Monate dauern. Wenn das Krankenhaus über solide Pläne zur Cyber-Notfallvorsorge verfügt, die regelmäßige Scans und Backups in Echtzeit umfassen, können eine Stabilisierung und ein schnelleres Wiederanlaufen des Betriebs möglich sein.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Kliniken gehören per definitionem zur kritischen Infrastruktur eines Landes. Vermehrt sind in den vergangenen Jahren Krankenhäuser Ziel von Hackerangriffen mit der Folge einer wochen- bis sogar monatelangen Beeinträchtigung ihrer Handlungsfähigkeit geworden. Gemäß der „Nationalen Strategie zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (KRITIS-Strategie)“ sind Kliniken gesetzlich verpflichtet, dagegen Vorsorge zu treffen. Dazu sollten IT-abhängige Prozesse in einer Klinik evaluiert, definiert und Ausfallkonzepte erarbeitet werden, um auf einen Cyberangriff vorbereitet zu sein. Spezifisch auf einen EDV-Ausfall zugeschnittene Notfallpläne sollten in allen IT-abhängigen Bereichen einer Klinik erstellt und vorgehalten werden. Zudem sollten papierbasierte Ersatzlösungen, wie z. B. Anforderungsbelege für Diagnostik- oder Konsilleistungen, abteilungsspezifische Notfalldokumente und Patientendokumentationskurven an einem gut zugänglichen und den Mitarbeitenden des jeweiligen Bereichs bekannten Ort vorgehalten werden. Die vollständige Wiederherstellung eines Kliniknetzwerks nach einem Cyberangriff erfordert häufig eine umfassende Wiederherstellung zahlreicher IT-Systeme. Dies kann u. U. Wochen bis Monate dauern. Wenn das Krankenhaus über solide Pläne zur Cyber-Notfallvorsorge verfügt, die regelmäßige Scans und Backups in Echtzeit umfassen, können eine Stabilisierung und ein schnelleres Wiederanlaufen des Betriebs möglich sein.

Identifiants

pubmed: 39208862
doi: 10.1055/a-2360-1258
doi:

Types de publication

Journal Article

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

1094-1104

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Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

E. Pfenninger ist Mitglied im BDA und DGAI, ehemaliger Leiter der Stabsstelle Katastrophenschutz am Universitätsklinikum Ulm. M. Königsdorfer ist Leiter der Stabsstelle Katastrophenschutz am Universitätsklinikum Ulm

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