[Chances and risks of conversion to outpatient treatment in trauma surgery and orthopedics].

Chancen und Risiken in der Ambulantisierung der Unfallchirurgie und Orthopädie.
Hybrid case flat rate Indications Medical services of healthcare insurance Outpatient surgery Remuneration

Journal

Chirurgie (Heidelberg, Germany)
ISSN: 2731-698X
Titre abrégé: Chirurgie (Heidelb)
Pays: Germany
ID NLM: 9918383081906676

Informations de publication

Date de publication:
06 Sep 2024
Historique:
accepted: 07 08 2024
medline: 7 9 2024
pubmed: 7 9 2024
entrez: 6 9 2024
Statut: aheadofprint

Résumé

At the latest since the Medical Services Healthcare Insurance Reform Act (MDK), the declared will of the legislation is the conversion of operations previously carried out in an inpatient setting to an outpatient setting. In trauma surgery and orthopedics numerous operations are carried out that could principally also be performed in an outpatient setting; however, a prerequisite is a medical assessment of the suitability of patients as well as an economic and normative framework that makes outpatient surgery attractive. Both the Outpatient Surgery in Hospitals Catalogue (AOP-Katalog) and the first edition of the Hybrid Diagnosis-related Groups (DRG) define interventions in trauma surgery that could be carried out in an outpatient setting. Hospitals are therefore required to find solutions for these interventions under processual and economic provisos. These range from omission of outpatient operations to the expansion as a separate financial department in the hospital. With the introduction of the hybrid DRG, the legislation enables equal remuneration for outpatient versus short-term inpatient treatment and leaves the case management up to the hospital; however, the performance of the AOP in the setting of a hospital and also hybrid case flat rates are as a rule not economically viable and bear the risk of the failure of all efforts at conversion to outpatient settings. It is necessary to carry out a fundamental revision of the remuneration and framework conditions for outpatient operations in trauma surgery and orthopedics in hospitals, involving practitioners. This is the only way that the conversion to outpatient treatment can succeed. Die Ambulantisierung bislang stationär erbrachter Operationen ist spätestens seit dem MDK-Reformgesetz erklärter gesetzgeberischer Wille. In der Unfallchirurgie und Orthopädie werden zahlreiche grundsätzlich ambulant erbringbare Operationen durchgeführt. Voraussetzung dafür ist aber eine medizinische Bewertung der Eignung der Patienten sowie ein wirtschaftlicher und normativer Rahmen, der das ambulante Operieren attraktiv macht. Sowohl der Katalog Ambulantes Operieren (AOP-Katalog) als auch die Erstauflage der Hybrid-DRGs („diagnosis related groups“) definieren unfallchirurgische Eingriffe, die ambulant erbracht werden können. Krankenhäuser sind damit aufgefordert, Lösungen für diese Eingriffe unter prozessualen und wirtschaftlichen Kautelen zu finden. Diese reichen vom Unterlassen ambulanter Operationen bis zum Ausbau als eigener Bereich der Wertschöpfung am Krankenhaus. Mit Einführung der Hybrid-DRGs ermöglicht der Gesetzgeber bei gleicher Vergütung die ambulante vs. kurzstationäre Behandlung und überlässt dem Krankenhaus die Fallsteuerung. Jedoch sind sowohl AOP-Leistungen im Setting eines Krankenhauses wie auch Hybrid-Fallpauschalen in aller Regel nicht wirtschaftlich zu erbringen und bergen das Risiko des Scheiterns aller Ambulantisierungsbestrebungen. Es bedarf einer grundsätzlichen Überarbeitung der Vergütung und der Rahmenbedingungen für das unfallchirurgische/orthopädische ambulante Operieren am Krankenhaus unter Einbeziehung der Praktiker. Nur so wird die Ambulantisierung gelingen können.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Die Ambulantisierung bislang stationär erbrachter Operationen ist spätestens seit dem MDK-Reformgesetz erklärter gesetzgeberischer Wille. In der Unfallchirurgie und Orthopädie werden zahlreiche grundsätzlich ambulant erbringbare Operationen durchgeführt. Voraussetzung dafür ist aber eine medizinische Bewertung der Eignung der Patienten sowie ein wirtschaftlicher und normativer Rahmen, der das ambulante Operieren attraktiv macht. Sowohl der Katalog Ambulantes Operieren (AOP-Katalog) als auch die Erstauflage der Hybrid-DRGs („diagnosis related groups“) definieren unfallchirurgische Eingriffe, die ambulant erbracht werden können. Krankenhäuser sind damit aufgefordert, Lösungen für diese Eingriffe unter prozessualen und wirtschaftlichen Kautelen zu finden. Diese reichen vom Unterlassen ambulanter Operationen bis zum Ausbau als eigener Bereich der Wertschöpfung am Krankenhaus. Mit Einführung der Hybrid-DRGs ermöglicht der Gesetzgeber bei gleicher Vergütung die ambulante vs. kurzstationäre Behandlung und überlässt dem Krankenhaus die Fallsteuerung. Jedoch sind sowohl AOP-Leistungen im Setting eines Krankenhauses wie auch Hybrid-Fallpauschalen in aller Regel nicht wirtschaftlich zu erbringen und bergen das Risiko des Scheiterns aller Ambulantisierungsbestrebungen. Es bedarf einer grundsätzlichen Überarbeitung der Vergütung und der Rahmenbedingungen für das unfallchirurgische/orthopädische ambulante Operieren am Krankenhaus unter Einbeziehung der Praktiker. Nur so wird die Ambulantisierung gelingen können.

Identifiants

pubmed: 39242447
doi: 10.1007/s00104-024-02165-z
pii: 10.1007/s00104-024-02165-z
doi:

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ger

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Références

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AOP-Katalog. https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/ambulant_stationaere_versorgung/ambulantes_operieren_115_b/ambulantes_operieren_115_b.jsp . Zugegriffen: 10. Juni 2024
BDC, BDA https://www.bdc.de/ambulantisierung-bdc-und-bda-einigen-sich-auf-empfehlung-zur-aufteilung-der-hybrid-drg-zwischen-chirurgie-und-anaesthesie/ . Zugegriffen: 10. Juni 2024
Bundestag https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-982146 . Zugegriffen: 10. Juni 2024
BVOU https://www.bvou.net/hybrid-drg-ambulantisierung-auch-ambulant-denken/ . Zugegriffen: 10. Juni 2024
DKI https://www.dki.de/fileadmin/user_upload/2022-11-30_Anlage_DKI-Ergebnisbericht_Kosten-_und_Erloesvergleich_Ambulantes_Operieren.pdf . Zugegriffen: 10. Juni 2024
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Gutachten nach § 115b Abs. 1a SGB V. https://www.iges.com/sites/igesgroup/iges.de/myzms/content/e6/e1621/e10211/e27603/e27841/e27842/e27844/attr_objs27932/IGES_AOP_Gutachten_032022_ger.pdf . Zugegriffen: 10. Juni 2024
(2025) Hybrid-DRG-Vereinbarung. https://www.kbv.de/html/1150_68599.php . Zugegriffen: 10. Juni 2024
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Krankenhauspflegeentlastungsgesetz. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/gesetze-und-verordnungen/guv-20-lp/khpfleg . Zugegriffen: 10. Juni 2024
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Simon B, Navarro R, Nithin C et al (2023) Patient Pathway comparison for total hip replacement in the US and Germany—why payment model matters. NEJM Catal 4(6):1–25
Zentralinstitut kassenärztliche Versorgung, Mindestens 20 Prozent aller Behandlungsfälle in Kliniken potenziell ambulant erbringbar // 2021 hätten mehr als 2,5 Millionen stationäre Eingriffe ambulant vorgenommen werden können. Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung

Auteurs

N von Dercks (N)

Bereich 6 - Medizinmanagement, MedVZ, Universitätsklinikum Leipzig AöR, Liebigstraße 18, Haus 3, 04103, Leipzig, Deutschland. Nikolaus.vonDercks@medizin.uni-leipzig.de.

A Schuster (A)

Bereich 6 - Medizinmanagement, MedVZ, Universitätsklinikum Leipzig AöR, Liebigstraße 18, Haus 3, 04103, Leipzig, Deutschland.

C Kleber (C)

Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Universitätsklinikum Leipzig AöR, Leipzig, Deutschland.

P Hepp (P)

Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Universitätsklinikum Leipzig AöR, Leipzig, Deutschland.

Classifications MeSH