[Work Ability and Health Promotion Offers needed by Healthcare Personnel in Germany: Results of an Expert Survey].

Arbeitsfähigkeit von Pflegekräften in Deutschland – welchen Präventionsbedarf hat das Pflegepersonal: Ergebnisse einer Expertenbefragung.

Journal

Gesundheitswesen (Bundesverband der Arzte des Offentlichen Gesundheitsdienstes (Germany))
ISSN: 1439-4421
Titre abrégé: Gesundheitswesen
Pays: Germany
ID NLM: 9204210

Informations de publication

Date de publication:
May 2020
Historique:
pubmed: 12 6 2019
medline: 12 8 2020
entrez: 12 6 2019
Statut: ppublish

Résumé

The burden on nursing staff in Germany is continuously increasing. Specific health promotion programs can help to reduce this burden. To develop such programs, the concrete needs of nurses for instructions and training have to be determined. The aim of the project "PFLEGEprevent" (funded by the Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege) is to develop a prevention program that focuses on the special needs of the nursing staff. The project is structured in four subprojects: (1) identification of needs, workloads and occupational challenges of caregivers and the scientific evidence (national expert survey and systematic literature review), (2) development of a specific prevention program, (3) implementation and evaluation of the prevention program (Intervention study; DRKS00012870), (4) development of a manual to instruct the implementation of the prevention program (transferability). In subproject (1) the current subjective work ability of the nursing staff in Germany and their need for preventive offers were revealed by a national expert survey. The survey was directed to nurses in outpatient, semi-inpatient and inpatient care facilities and clinics. In addition to personal information and questions on current work and organization, the subjective work ability of the nurses (based on the Work Ability Index, WAI) and the need for preventive offers were queried. A total of 1381 questionnaires were analysed. The majority of surveyed healthcare staff was female (81%). On average they were 40.1 years old (SD=12.0) and had worked in the care sector for 16.3 years (SD=10.9). The mean of the WAI score was 37.2 (SD=7.1) points, which indicates a good work ability. However, there were differences in work ability between types of institution and number of years in job. The care staff needed instructions mainly on the topics of stress, communication and teamwork. Active training was required for relaxation, back muscle training and strengthening. 75% of respondents said they would participate in a 5-day prevention program. ZIEL: Die berufliche Belastung der Pflegekräfte in Deutschland steigt zunehmend. Spezifische Präventionsangebote können dabei helfen, der steigenden Beanspruchung entgegen zu wirken. Um solch ein Angebot entwickeln zu können, muss vorab der konkrete Bedarf der Pflegekräfte an Schulungen und Maßnahmen im Bereich der Prävention ermittelt werden. Das Ziel des Projektes „PFLEGEprevent“ (gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege) ist es ein Präventionsprogramm zu entwickeln, das auf die speziellen Bedürfnisse von Pflegekräften ausgerichtet ist. Das Projekt besteht aus folgenden 4 Teilprojekten: (1) Identifizierung von Bedürfnissen, Arbeitsbelastungen und beruflichen Herausforderungen der Pflegekräfte und der wissenschaftlichen Evidenz (nationale Expertenbefragung und systematischer Literaturreview), (2) Entwicklung des Präventionsprogrammes für Pflegekräfte, (3) Implementierung und Evaluierung des Präventionsprogrammes (Interventionsstudie; DRKS00012870), (4) Ausarbeitung eines Manuals zur Umsetzung der Maßnahme (Übertragbarkeit). Zu Punkt (1) des Projektes „PFLEGEprevent“ wurde die aktuelle subjektive Arbeitsfähigkeit der Pflegekräfte in Deutschland und deren Bedarf im Bereich der Prävention mittels einer nationalen Expertenbefragung von Pflegekräften in Deutschland erhoben. Die Umfrage richtete sich an Pflegepersonal in ambulanten, teilstationären und stationären Pflegeeinrichtungen und Kliniken. Neben personenbezogenen Angaben und Fragen zur aktuellen Arbeit und Einrichtung, wurden die subjektive Arbeitsfähigkeit der Pflegekräfte (anhand des Work Ability Index, WAI) und der Bedarf an Präventionsangeboten abgefragt. Es wurden 1381 Fragebögen von Pflegekräften (w=81%) ausgewertet. Im Mittel waren die Befragten 40,1 Jahre alt (SD=12,0) und arbeiteten seit 16,3 Jahren (SD=10,9) in der Pflege. Im Schnitt ergabt sich ein WAI-Score von 37,2 (SD=7,1) Punkten, was einer gerade noch guten Arbeitsfähigkeit entspricht. Es zeigten sich jedoch Unterschiede in der Arbeitsfähigkeit nach Art der Einrichtung und Anzahl der Berufsjahre. Der Bedarf des Pflegepersonals bei Schulungsangeboten bestand v. a. zu den Themen Stress, Kommunikation und Teamarbeit. Praktische Präventionsmaßnahmen sind v. a. in den Bereichen Entspannung, Rückengesundheit und Kräftigung gefragt. 75% der Befragten wären bereit an einem 5-tägigen Präventionsprogramm teilzunehmen. Die subjektive Arbeitsfähigkeit der befragten Pflegekräfte ist kritisch bis mäßig. Der Bedarf an einem speziell für Pflegekräfte entwickeltem Präventionsprogramm zur besseren Bewältigung von Belastungen und Herausforderungen des beruflichen Alltags liegt eindeutig vor.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
ZIEL: Die berufliche Belastung der Pflegekräfte in Deutschland steigt zunehmend. Spezifische Präventionsangebote können dabei helfen, der steigenden Beanspruchung entgegen zu wirken. Um solch ein Angebot entwickeln zu können, muss vorab der konkrete Bedarf der Pflegekräfte an Schulungen und Maßnahmen im Bereich der Prävention ermittelt werden. Das Ziel des Projektes „PFLEGEprevent“ (gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege) ist es ein Präventionsprogramm zu entwickeln, das auf die speziellen Bedürfnisse von Pflegekräften ausgerichtet ist. Das Projekt besteht aus folgenden 4 Teilprojekten: (1) Identifizierung von Bedürfnissen, Arbeitsbelastungen und beruflichen Herausforderungen der Pflegekräfte und der wissenschaftlichen Evidenz (nationale Expertenbefragung und systematischer Literaturreview), (2) Entwicklung des Präventionsprogrammes für Pflegekräfte, (3) Implementierung und Evaluierung des Präventionsprogrammes (Interventionsstudie; DRKS00012870), (4) Ausarbeitung eines Manuals zur Umsetzung der Maßnahme (Übertragbarkeit).

Identifiants

pubmed: 31185499
doi: 10.1055/a-0905-3007
doi:

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Journal Article

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ger

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Pagination

422-430

Informations de copyright

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York.

Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Veronika Ehegartner (V)

Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung - IBE, Ludwig-Maximilians-Universität München, München.
Pettenkofer School of Public Health, Ludwig-Maximilians-Universität, München.

Michaela Kirschneck (M)

Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung - IBE, Ludwig-Maximilians-Universität München, München.
Pettenkofer School of Public Health, Ludwig-Maximilians-Universität, München.

Dieter Frisch (D)

Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung - IBE, Ludwig-Maximilians-Universität München, München.
Pettenkofer School of Public Health, Ludwig-Maximilians-Universität, München.

Angela Schuh (A)

Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung - IBE, Ludwig-Maximilians-Universität München, München.
Pettenkofer School of Public Health, Ludwig-Maximilians-Universität, München.

Sandra Kus (S)

Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung - IBE, Ludwig-Maximilians-Universität München, München.
Pettenkofer School of Public Health, Ludwig-Maximilians-Universität, München.

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