[50 years of renal cell carcinoma].
50 Jahre Nierenzellkarzinom.
Journal
Aktuelle Urologie
ISSN: 1438-8820
Titre abrégé: Aktuelle Urol
Pays: Germany
ID NLM: 0421406
Informations de publication
Date de publication:
Aug 2019
Aug 2019
Historique:
entrez:
10
8
2019
pubmed:
10
8
2019
medline:
11
4
2020
Statut:
ppublish
Résumé
In the past 50 years, many knowledge gaps regarding renal cell carcinoma (RCC) have been closed. A pathological tumour classification has been developed and different histological subtypes are known today. In clear cell RCC, the (mutated) von Hippel-Lindau gene located on chromosome 3 is highly important. Operative therapy of non-metastatic RCC has evolved from radical nephrectomy to less radical techniques including procedures sparing the adrenal gland as well as nephron-sparing surgery. Surgical procedures are increasingly performed using laparoscopic or robot-assisted approaches. Even less invasive techniques such as cryoablation, radiofrequency ablation or active surveillance are applied for small renal masses, if indicated. Metastatic RCC is most commonly treated by systemic therapy. Chemotherapy has no effect in RCC. For more than 20 years, cytokine therapy was the standard of care for metastatic RCC. Mutations of the von Hippel-Lindau gene associated with accumulation of hypoxia-inducible factor, followed by increased transcription of vascular endothelial growth factor, provided the scientific rationale for the successful use of tyrosine kinase inhibitors, mTOR inhibitors, and anti-VEGF antibodies introduced in 2006. The development of checkpoint inhibitors has changed the systemic treatment of RCC in yet another relevant manner. In den letzten 50 Jahren konnten auch beim Nierenzellkarzinom viele Wissenlücken geschlossen werden. Die Pathologie hat zu einer einheitlichen Klasifikation gefunden und verschiedene histologische Subtypen detektiert. Beim klarzelligen Nierenzellkarzinom kommt dem (mutierten) von-Hippel-Lindau-Gen auf dem Chromosom 3 eine überragende Bedeutung zu. Die operative Therapie des nichtmetastasierten Nierenzellkarzinoms hat über die radikale Nephrektomie zu einer dem Tumorstadium angemessenen Operation mit Belassen der Nebeniere und Etablierung der nierenerhaltenden Operationstechniken gefunden. Dies geschieht heute zunehmend laparoskopisch bzw. roboterassitiert. Noch minimal-inasiver ist dann nur die Kryoablation, Radiofrequenzablation oder die aktive Überwachung – jeweils für den kleinen Nierentumor bis 4 cm und strenger Indikationsstellung. Beim metastasierten Nierenzellkarzinom dominiert die systemische Therapie. Schnell war erkannt, dass Chemotherapeutika nicht zur Therapie des Nierenzellkarzinoms geeignet sind. Die Ära der Zytokintherapie – immerhin über 20 Jahre eingesetzt – ist unvergessen. Die fortgeschriebenen Erkenntnisse zur Mutation des von-Hippel-Lindau-Gens mit Akkumulation des hypoxieinduzierenden Faktors und nachfolgend erhöhter Transkription von vaskulärem endothelialem Wachstumsfaktor (VEGF) waren Rationale für den erfolgreichen Einsatz von Tyrosinkinase-Inhibitoren, mTOR-Inhibitor und VEGF-Antikörpern wie wir sie seit 2006 kennen. Der Einsatz der Checkpoint-Inhibitoren hat die systemische Therapie des Nierenzellkarzinoms erneut und relevant verändert.
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Type: Publisher
(ger)
In den letzten 50 Jahren konnten auch beim Nierenzellkarzinom viele Wissenlücken geschlossen werden. Die Pathologie hat zu einer einheitlichen Klasifikation gefunden und verschiedene histologische Subtypen detektiert. Beim klarzelligen Nierenzellkarzinom kommt dem (mutierten) von-Hippel-Lindau-Gen auf dem Chromosom 3 eine überragende Bedeutung zu. Die operative Therapie des nichtmetastasierten Nierenzellkarzinoms hat über die radikale Nephrektomie zu einer dem Tumorstadium angemessenen Operation mit Belassen der Nebeniere und Etablierung der nierenerhaltenden Operationstechniken gefunden. Dies geschieht heute zunehmend laparoskopisch bzw. roboterassitiert. Noch minimal-inasiver ist dann nur die Kryoablation, Radiofrequenzablation oder die aktive Überwachung – jeweils für den kleinen Nierentumor bis 4 cm und strenger Indikationsstellung. Beim metastasierten Nierenzellkarzinom dominiert die systemische Therapie. Schnell war erkannt, dass Chemotherapeutika nicht zur Therapie des Nierenzellkarzinoms geeignet sind. Die Ära der Zytokintherapie – immerhin über 20 Jahre eingesetzt – ist unvergessen. Die fortgeschriebenen Erkenntnisse zur Mutation des von-Hippel-Lindau-Gens mit Akkumulation des hypoxieinduzierenden Faktors und nachfolgend erhöhter Transkription von vaskulärem endothelialem Wachstumsfaktor (VEGF) waren Rationale für den erfolgreichen Einsatz von Tyrosinkinase-Inhibitoren, mTOR-Inhibitor und VEGF-Antikörpern wie wir sie seit 2006 kennen. Der Einsatz der Checkpoint-Inhibitoren hat die systemische Therapie des Nierenzellkarzinoms erneut und relevant verändert.
Substances chimiques
Antineoplastic Agents
0
Von Hippel-Lindau Tumor Suppressor Protein
EC 2.3.2.27
VHL protein, human
EC 6.3.2.-
Types de publication
Journal Article
Review
Langues
ger
Sous-ensembles de citation
IM
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