[MRI in a dog with confirmed pseudorabies infection].

Magnetresonanztomographie des Gehirns bei einem Hund mit nachgewiesenem Morbus Aujeszky.

Journal

Tierarztliche Praxis. Ausgabe K, Kleintiere/Heimtiere
ISSN: 2567-5842
Titre abrégé: Tierarztl Prax Ausg K Kleintiere Heimtiere
Pays: Germany
ID NLM: 9717383

Informations de publication

Date de publication:
Aug 2019
Historique:
entrez: 22 8 2019
pubmed: 23 8 2019
medline: 26 3 2020
Statut: ppublish

Résumé

We describe the magnetic resonance imaging (MRI) examination in a dog with confirmed suid herpesvirus 1 (SHV-1) infection and compare the findings to the results of the histopathologic examination. A 5-year-old female German Hunting Terrier used for hunting displayed severe pruritus and fever 7 days after contact with a wild boar. Two days after the onset of the first disease symptoms, the dog was presented with seizures and hyperthermia. MRI examination revealed hyperintense alterations in the occipital, temporal and parietal lobe areas. In the contrast sequences, contrast enhancement of the medulla oblongata as well as of the pachy- and leptomeninges within the occipital lobe and the cerebellum could be detected. The bitch was euthanized because of the acute deterioration of its condition. Histopathologically, multifocal mild to moderate mixed cellular vasculitis and satellitosis were found in the brain stem and pons, where SHV-1 antigen was detectable immunohistochemically in neurons and glial cells. In molecular-biological studies of the trigeminal ganglion and the medulla oblongata, SHV-1-specific DNA was detected. The MRI lesions of our patient displayed marked differences to the changes described in the literature for central European tick-borne meningoencephalomyelitis or the paralytic course of rabies. By contrast, it appears that similarities to the lesions described in canine distemper and the encephalitic form of rabies did exist. Beschrieben wird die MRT-Untersuchung bei einem Hund mit nachgewiesener Infektion durch Schweine-Herpesvirus 1 vor dem Hintergrund der durchgeführten histopathologischen Untersuchung. Eine 5 Jahre alte, jagdlich geführte Jagdterrierhündin zeigte 7 Tage nach Wildschweinkontakt starken Juckreiz und Fieber. Zwei Tage nach Auftreten der ersten Krankheitssymptome wurde der Hund mit Krampfanfällen und Hyperthermie vorgestellt. Magnetresonanztomographisch zeigten sich in den T2-gewichteten Sequenzen hyperintense Veränderungen im Bereich des Okzipital-, Temporal- und Parietallappens. In den nach Kontrastmittelgabe angefertigten Sequenzen konnte eine Kontrastmittelanreicherung im Bereich der Medulla oblongata sowie der Pachy- und Leptomeningen im Bereich des Okzipitallappens und Kleinhirns nachgewiesen werden. Die Hündin wurde aufgrund des sich akut weiter verschlechternden Zustands euthanasiert. Histopathologisch fanden sich eine multifokale gering- bis mittelgradige gemischtzellige Vaskulitis und Satellitose im Bereich von Stammhirn und Pons mit immunhistologischem Nachweis von SHV-1-Antigen in Neuronen und Gliazellen. In molekularbiologischen Untersuchungen des Trigeminusganglions sowie der Medulla oblongata war SHV-1-spezifische DNA nachweisbar. Die MRT-Läsionen weisen deutliche Unterschiede zu den in der Literatur bei Frühsommer-Meningoenzephalitis oder der paralytischen Verlaufsform der Tollwut beschriebenen Veränderungen auf. Demgegenüber scheinen Ähnlichkeiten zu den bei Staupe und der enzephalitischen Verlaufsform der Tollwut beschriebenen Veränderungen zu bestehen.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Beschrieben wird die MRT-Untersuchung bei einem Hund mit nachgewiesener Infektion durch Schweine-Herpesvirus 1 vor dem Hintergrund der durchgeführten histopathologischen Untersuchung. Eine 5 Jahre alte, jagdlich geführte Jagdterrierhündin zeigte 7 Tage nach Wildschweinkontakt starken Juckreiz und Fieber. Zwei Tage nach Auftreten der ersten Krankheitssymptome wurde der Hund mit Krampfanfällen und Hyperthermie vorgestellt. Magnetresonanztomographisch zeigten sich in den T2-gewichteten Sequenzen hyperintense Veränderungen im Bereich des Okzipital-, Temporal- und Parietallappens. In den nach Kontrastmittelgabe angefertigten Sequenzen konnte eine Kontrastmittelanreicherung im Bereich der Medulla oblongata sowie der Pachy- und Leptomeningen im Bereich des Okzipitallappens und Kleinhirns nachgewiesen werden. Die Hündin wurde aufgrund des sich akut weiter verschlechternden Zustands euthanasiert. Histopathologisch fanden sich eine multifokale gering- bis mittelgradige gemischtzellige Vaskulitis und Satellitose im Bereich von Stammhirn und Pons mit immunhistologischem Nachweis von SHV-1-Antigen in Neuronen und Gliazellen. In molekularbiologischen Untersuchungen des Trigeminusganglions sowie der Medulla oblongata war SHV-1-spezifische DNA nachweisbar. Die MRT-Läsionen weisen deutliche Unterschiede zu den in der Literatur bei Frühsommer-Meningoenzephalitis oder der paralytischen Verlaufsform der Tollwut beschriebenen Veränderungen auf. Demgegenüber scheinen Ähnlichkeiten zu den bei Staupe und der enzephalitischen Verlaufsform der Tollwut beschriebenen Veränderungen zu bestehen.

Identifiants

pubmed: 31434127
doi: 10.1055/a-0948-8760
doi:

Substances chimiques

Antigens, Viral 0

Types de publication

Case Reports Journal Article

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

272-281

Informations de copyright

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York.

Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autoren bestätigen, dass kein Interessenkonflikt vorliegt.

Auteurs

Stephan Engelhardt (S)

Tierklinik Dresdner Heide, Dresden.

Stefan Schneider (S)

Tierklinik Dresdner Heide, Dresden.

Astrid Buder (A)

Tierklinik Dresdner Heide, Dresden.

Heike Aupperle-Lellbach (H)

Institut für Veterinärpathologie, Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig, jetzt: Laboklin GmbH & Co. KG.

Ingo Pfeil (I)

Tierklinik Dresdner Heide, Dresden.

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