Community Service as Patients' Tutor to Avoid Delirium.

Ehrenamtliche Patientenbegleiter zur Delirvermeidung.

Journal

Zeitschrift fur Orthopadie und Unfallchirurgie
ISSN: 1864-6743
Titre abrégé: Z Orthop Unfall
Pays: Germany
ID NLM: 101308227

Informations de publication

Date de publication:
Dec 2020
Historique:
pubmed: 27 9 2019
medline: 4 2 2021
entrez: 27 9 2019
Statut: ppublish

Résumé

Today, nearly two thirds of inpatients in trauma surgery hospitals are over 70 years old and at significant risk for comorbidities. These patients frequently suffer delirium. Delirium occurs in 15 - 30% of these trauma patients and increases the risk of mortality in up to 15 - 25% of cases. Conversation, attention, and activity significantly reduce this risk. Thus, the Centre for Geriatric Traumatology and the District Seniors Council have initiated a new project of a visiting service, to prevent delirium and anxiety conditions in elderly inpatients. Volunteers from the welfare program offer daily care for selected patients. They care for and interact with the patients for approximately one hour per day. They accompany the patients in the hospital and during mobilization, explain, read aloud, converse, or simply listen, and thus provide calm, support, and company. The attendants are volunteers who have been previously trained by the clinic, who regularly attend team meetings and draw up reports from each admission. All patients and relatives are informed prior to these visits and are notified with an accompanying letter. There are structured visiting plans for each week. From July 17 to May 19, 4031 patients in our clinic and in three other hospitals have been accompanied in the program. None of the patients suffered delirium. The patients and attendants found the care very good and personally satisfying. Evaluations of the volunteers for the success of their work, using the German school-grading system, was an average 1.3. Noticeable was the markedly reduced frequency of patient calls to nursing, who were thus relieved. Travel expenses and insurance costs for the volunteers were reimbursed. In times of skilled labour shortages, patient support provided by volunteer patient attendants enables innovative care for patients at risk for delirium. The assistance of the attendants alone reduced the workload on the nursing staff. Ein Großteil der stationär in unfallchirurgischen Kliniken behandelten Patienten ist über 70 Jahre alt und erheblich durch Begleiterkrankungen gefährdet. Häufig erleiden diese Patienten Stress und ein Delir. Das Delir kommt in der Unfallchirurgie in 15 – 30% bei diesen Patienten vor und birgt im Vollbild die Gefahr in bis zu 15 – 25% an den Folgen zu versterben. Ansprache, Zuwendung und Beschäftigung verringern hoch signifikant dieses Risiko. Daher wurde ein neues Projekt auf Initiative des Zentrums für Alterstraumatologie und des Kreisseniorenrates zur Vermeidung von Delir und Angstzuständen bei alten stationären Patienten mit einem Besuchsdienst gestartet. Dabei kümmern sich versicherte Laienhelfer um eine tägliche Betreuung von ausgesuchten Patienten. Sie betreuen und beschäftigen einen Patienten ca. 1 Stunde pro Tag. Sie begleiten die Patienten im Haus und bei der Mobilisation, erklären, lesen vor, unterhalten sich oder hören nur zu und vermitteln somit Ruhe und geben Rückhalt und Zusprache. Die Begleiter sind freiwillige und von der Klinik vorher geschulte Personen, die regelmäßig an Teamsitzungen teilnehmen und von jedem Aufenthalt einen Berichtsbogen erstellen. Alle Patienten und Angehörige sind von diesen Besuchen vorher unterrichtet und mit einem Begleitschreiben informiert. Wöchentlich gibt es strukturierte Besuchspläne. Nach einer Pilotphase in der Unfallchirurgie von 6 Monaten wurde das Projekt auf 14 Stationen in 4 Krankenhäuser ausgeweitet. 75 Begleiter wurden in einem 30-stündigen Curriculum geschult und mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Vom 1.7.17 bis 1.5.19 konnten 4031 Patienten begleitet werden. Keiner der Patienten erlitt ein Delir bis zur Entlassung. Die Patienten und Begleiter empfanden die Betreuung sehr gut und persönlich befriedigend. Die Bewertung der Ehrenamtlichen zum Erfolg ihrer Arbeit lag nach Schulnoten im Mittel bei 1,3. Auffällig war eine deutlich geringere Frequenz von Patientenrufen an das Pflegepersonal, das somit entlastet wurde. Für die Patientenbegleiter wurden Fahrtkosten und die Versicherung honoriert. In Zeiten von Fachkräftemangel ermöglicht die Patientenbegleitung durch Ehrenamtliche eine innovative Betreuung von delirgefährdeten Patienten. Allein durch Zuwendung von Begleitern konnte die Belastung des Pflegepersonals gesenkt werden.

Sections du résumé

BACKGROUND BACKGROUND
Today, nearly two thirds of inpatients in trauma surgery hospitals are over 70 years old and at significant risk for comorbidities. These patients frequently suffer delirium. Delirium occurs in 15 - 30% of these trauma patients and increases the risk of mortality in up to 15 - 25% of cases. Conversation, attention, and activity significantly reduce this risk.
OBJECTIVES OBJECTIVE
Thus, the Centre for Geriatric Traumatology and the District Seniors Council have initiated a new project of a visiting service, to prevent delirium and anxiety conditions in elderly inpatients. Volunteers from the welfare program offer daily care for selected patients.
METHODS METHODS
They care for and interact with the patients for approximately one hour per day. They accompany the patients in the hospital and during mobilization, explain, read aloud, converse, or simply listen, and thus provide calm, support, and company. The attendants are volunteers who have been previously trained by the clinic, who regularly attend team meetings and draw up reports from each admission. All patients and relatives are informed prior to these visits and are notified with an accompanying letter. There are structured visiting plans for each week.
RESULTS RESULTS
From July 17 to May 19, 4031 patients in our clinic and in three other hospitals have been accompanied in the program. None of the patients suffered delirium. The patients and attendants found the care very good and personally satisfying. Evaluations of the volunteers for the success of their work, using the German school-grading system, was an average 1.3. Noticeable was the markedly reduced frequency of patient calls to nursing, who were thus relieved. Travel expenses and insurance costs for the volunteers were reimbursed.
CONCLUSION CONCLUSIONS
In times of skilled labour shortages, patient support provided by volunteer patient attendants enables innovative care for patients at risk for delirium. The assistance of the attendants alone reduced the workload on the nursing staff.
HINTERGRUND UNASSIGNED
Ein Großteil der stationär in unfallchirurgischen Kliniken behandelten Patienten ist über 70 Jahre alt und erheblich durch Begleiterkrankungen gefährdet. Häufig erleiden diese Patienten Stress und ein Delir. Das Delir kommt in der Unfallchirurgie in 15 – 30% bei diesen Patienten vor und birgt im Vollbild die Gefahr in bis zu 15 – 25% an den Folgen zu versterben. Ansprache, Zuwendung und Beschäftigung verringern hoch signifikant dieses Risiko.
ZIELE UNASSIGNED
Daher wurde ein neues Projekt auf Initiative des Zentrums für Alterstraumatologie und des Kreisseniorenrates zur Vermeidung von Delir und Angstzuständen bei alten stationären Patienten mit einem Besuchsdienst gestartet.
METHODE METHODS
Dabei kümmern sich versicherte Laienhelfer um eine tägliche Betreuung von ausgesuchten Patienten. Sie betreuen und beschäftigen einen Patienten ca. 1 Stunde pro Tag. Sie begleiten die Patienten im Haus und bei der Mobilisation, erklären, lesen vor, unterhalten sich oder hören nur zu und vermitteln somit Ruhe und geben Rückhalt und Zusprache. Die Begleiter sind freiwillige und von der Klinik vorher geschulte Personen, die regelmäßig an Teamsitzungen teilnehmen und von jedem Aufenthalt einen Berichtsbogen erstellen. Alle Patienten und Angehörige sind von diesen Besuchen vorher unterrichtet und mit einem Begleitschreiben informiert. Wöchentlich gibt es strukturierte Besuchspläne.
ERGEBNISSE UNASSIGNED
Nach einer Pilotphase in der Unfallchirurgie von 6 Monaten wurde das Projekt auf 14 Stationen in 4 Krankenhäuser ausgeweitet. 75 Begleiter wurden in einem 30-stündigen Curriculum geschult und mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Vom 1.7.17 bis 1.5.19 konnten 4031 Patienten begleitet werden. Keiner der Patienten erlitt ein Delir bis zur Entlassung. Die Patienten und Begleiter empfanden die Betreuung sehr gut und persönlich befriedigend. Die Bewertung der Ehrenamtlichen zum Erfolg ihrer Arbeit lag nach Schulnoten im Mittel bei 1,3. Auffällig war eine deutlich geringere Frequenz von Patientenrufen an das Pflegepersonal, das somit entlastet wurde. Für die Patientenbegleiter wurden Fahrtkosten und die Versicherung honoriert.
SCHLUSSFOLGERUNG UNASSIGNED
In Zeiten von Fachkräftemangel ermöglicht die Patientenbegleitung durch Ehrenamtliche eine innovative Betreuung von delirgefährdeten Patienten. Allein durch Zuwendung von Begleitern konnte die Belastung des Pflegepersonals gesenkt werden.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Ein Großteil der stationär in unfallchirurgischen Kliniken behandelten Patienten ist über 70 Jahre alt und erheblich durch Begleiterkrankungen gefährdet. Häufig erleiden diese Patienten Stress und ein Delir. Das Delir kommt in der Unfallchirurgie in 15 – 30% bei diesen Patienten vor und birgt im Vollbild die Gefahr in bis zu 15 – 25% an den Folgen zu versterben. Ansprache, Zuwendung und Beschäftigung verringern hoch signifikant dieses Risiko.

Identifiants

pubmed: 31556077
doi: 10.1055/a-0974-4175
doi:

Types de publication

Journal Article

Langues

eng ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

625-629

Informations de copyright

Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

The authors declare that they have no conflict of interest./Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Axel Prokop (A)

Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Kliniken Sindelfingen, Klinikverbund Südwest.

Karl Michael Reinauer (KM)

Medizinische Klinik VI - Altersmedizin, Kliniken Sindelfingen, Klinikverbund Südwest.

Manfred Koebler (M)

Landratsamt Böblingen, Kreisseniorenrat Böblingen.

Erna Schwerb (E)

Pflegegruppenleitung Unfallchirurgie, Kliniken Sindelfingen, Klinikverbund Südwest.

Lisa Keller (L)

Nachbarschaftshilfe e. V., FISH, Leonberg.

Marc Chmielnicki (M)

Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Kliniken Sindelfingen, Klinikverbund Südwest.

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