[Enhancement of hospice philosophy and palliative care competence in nursing homes for seniors through cooperation with an outpatient hospice care service : A practical example].

Verbesserung von Hospizkultur und palliativer Kompetenz in Altenpflegeeinrichtungen durch die Kooperation mit einem ambulanten Hospizdienst : Ein Praxisbeispiel.
Hospice philosophy Interdisciplinary communication Palliative care Professional competence Volunteer hospice work

Journal

Zeitschrift fur Gerontologie und Geriatrie
ISSN: 1435-1269
Titre abrégé: Z Gerontol Geriatr
Pays: Germany
ID NLM: 9506215

Informations de publication

Date de publication:
Feb 2021
Historique:
received: 31 08 2020
accepted: 08 10 2020
pubmed: 14 11 2020
medline: 30 1 2021
entrez: 13 11 2020
Statut: ppublish

Résumé

The aim of palliative care is to help people with a progressive, probably fatal disease to achieve the highest possible quality of life. Any treatment is radically oriented towards the needs of the affected persons and their relatives. Although nursing institutions for seniors are the second most frequent place of death in Germany, residents in nursing homes do not yet reliably experience the hospice accompaniment and palliative care, which they need. In a research project the cooperation between a nursing home for seniors and an outpatient hospice service was investigated. This article pursues the question how the cooperation with an outpatient hospice service can contribute to change the hospice philosophy and palliative competence in a nursing home for seniors. A total of 23 guided interviews were carried out with residents, relatives and employees of a nursing home. The interviews were analyzed based on the method of qualitative content analysis according to Mayring. The cooperation with an outpatient hospice service can help to improve the confrontation with dying and death in nursing homes. It can make an important contribution to increase the perception of the personnel and to develop a hospice philosophy CONCLUSION: For a successful cooperation the roles and responsibilities of the persons involved in the care and accompaniment must be clarified. Residents need support to actively participate in the discussion and present their own wishes and expectations. HINTERGRUND: Menschen vor dem Hintergrund einer progredienten, wahrscheinlich tödlich verlaufenden Erkrankung zu größtmöglicher Lebensqualität zu verhelfen, ist das Ziel von Palliative Care. Der Einsatz der Maßnahmen orientiert sich dabei radikal an den Bedürfnissen der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Obwohl Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland bereits der zweithäufigste Sterbeort sind, erfahren Bewohner*innen hier noch nicht verlässlich die hospizliche Begleitung und palliative Versorgung, wie sie diese benötigen. In einem Forschungsprojekt wurde die Kooperation zwischen einer Altenpflegeeinrichtung und einem ambulanten Hospizdienst untersucht. Dieser Beitrag geht der Frage nach, wie die Kooperation mit dem ambulanten Hospizdienst und die damit einhergehende Begleitung dazu beitragen können, Hospizkultur und palliative Kompetenz in einer Altenpflegeeinrichtung positiv zu verändern. Es wurden 23 leitfadengestützte Interviews mit Bewohnern/Bewohnerinnen, Angehörigen und Mitarbeitenden der Altenpflegeeinrichtung geführt. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring. Die Kooperation mit dem ambulanten Hospizdienst kann einen wichtigen Beitrag zur Enttabuisierung von Sterben und Tod in der Einrichtung leisten. Sie kann dabei helfen, das Bewusstsein der Mitarbeitenden zu erhöhen und eine hospizliche Haltung zu entwickeln. Für eine gelingende Kooperation müssen die Rollen der an der Versorgung und Begleitung beteiligten Personen geklärt werden. Bewohner*innen sollten dabei unterstützt werden, ihre eigenen Vorstellungen einzubringen.

Sections du résumé

BACKGROUND BACKGROUND
The aim of palliative care is to help people with a progressive, probably fatal disease to achieve the highest possible quality of life. Any treatment is radically oriented towards the needs of the affected persons and their relatives. Although nursing institutions for seniors are the second most frequent place of death in Germany, residents in nursing homes do not yet reliably experience the hospice accompaniment and palliative care, which they need.
OBJECTIVE OBJECTIVE
In a research project the cooperation between a nursing home for seniors and an outpatient hospice service was investigated. This article pursues the question how the cooperation with an outpatient hospice service can contribute to change the hospice philosophy and palliative competence in a nursing home for seniors.
MATERIAL AND METHODS METHODS
A total of 23 guided interviews were carried out with residents, relatives and employees of a nursing home. The interviews were analyzed based on the method of qualitative content analysis according to Mayring.
RESULTS RESULTS
The cooperation with an outpatient hospice service can help to improve the confrontation with dying and death in nursing homes. It can make an important contribution to increase the perception of the personnel and to develop a hospice philosophy CONCLUSION: For a successful cooperation the roles and responsibilities of the persons involved in the care and accompaniment must be clarified. Residents need support to actively participate in the discussion and present their own wishes and expectations.
ZUSAMMENFASSUNG UNASSIGNED
HINTERGRUND: Menschen vor dem Hintergrund einer progredienten, wahrscheinlich tödlich verlaufenden Erkrankung zu größtmöglicher Lebensqualität zu verhelfen, ist das Ziel von Palliative Care. Der Einsatz der Maßnahmen orientiert sich dabei radikal an den Bedürfnissen der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Obwohl Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland bereits der zweithäufigste Sterbeort sind, erfahren Bewohner*innen hier noch nicht verlässlich die hospizliche Begleitung und palliative Versorgung, wie sie diese benötigen.
ZIEL DER ARBEIT UNASSIGNED
In einem Forschungsprojekt wurde die Kooperation zwischen einer Altenpflegeeinrichtung und einem ambulanten Hospizdienst untersucht. Dieser Beitrag geht der Frage nach, wie die Kooperation mit dem ambulanten Hospizdienst und die damit einhergehende Begleitung dazu beitragen können, Hospizkultur und palliative Kompetenz in einer Altenpflegeeinrichtung positiv zu verändern.
MATERIAL UND METHODEN METHODS
Es wurden 23 leitfadengestützte Interviews mit Bewohnern/Bewohnerinnen, Angehörigen und Mitarbeitenden der Altenpflegeeinrichtung geführt. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
ERGEBNISSE UNASSIGNED
Die Kooperation mit dem ambulanten Hospizdienst kann einen wichtigen Beitrag zur Enttabuisierung von Sterben und Tod in der Einrichtung leisten. Sie kann dabei helfen, das Bewusstsein der Mitarbeitenden zu erhöhen und eine hospizliche Haltung zu entwickeln.
SCHLUSSFOLGERUNG UNASSIGNED
Für eine gelingende Kooperation müssen die Rollen der an der Versorgung und Begleitung beteiligten Personen geklärt werden. Bewohner*innen sollten dabei unterstützt werden, ihre eigenen Vorstellungen einzubringen.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
HINTERGRUND: Menschen vor dem Hintergrund einer progredienten, wahrscheinlich tödlich verlaufenden Erkrankung zu größtmöglicher Lebensqualität zu verhelfen, ist das Ziel von Palliative Care. Der Einsatz der Maßnahmen orientiert sich dabei radikal an den Bedürfnissen der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Obwohl Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland bereits der zweithäufigste Sterbeort sind, erfahren Bewohner*innen hier noch nicht verlässlich die hospizliche Begleitung und palliative Versorgung, wie sie diese benötigen.

Identifiants

pubmed: 33185720
doi: 10.1007/s00391-020-01803-5
pii: 10.1007/s00391-020-01803-5
doi:

Types de publication

Journal Article Review

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

13-19

Références

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Auteurs

Susanne Frewer-Graumann (S)

FOM Hochschule für Oekonomie und Management, Martin-Luther-King-Weg 30-30a, 48155, Münster, Deutschland. susanne.frewer-graumann@fom.de.

Anne-Katrin Teichmüller (AK)

Forschungsgesellschaft für Gerontologie, Institut für Gerontologie, TU Dortmund, Evinger Platz 13, 44339, Dortmund, Deutschland.

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