How safe is it to use ultrasound in prenatal medicine? Facts and contradictions - Part 2 - Laboratory experiments regarding non-thermal effects and epidemiological studies.
Wie sicher ist Ultraschall in der Pränatalmedizin? Fakten und Widersprüche – Teil 2 – Laborversuche zu nichtthermischen Effekten und epidemiologische Studien.
Journal
Ultraschall in der Medizin (Stuttgart, Germany : 1980)
ISSN: 1438-8782
Titre abrégé: Ultraschall Med
Pays: Germany
ID NLM: 8303585
Informations de publication
Date de publication:
Oct 2021
Oct 2021
Historique:
pubmed:
10
4
2021
medline:
6
10
2021
entrez:
9
4
2021
Statut:
ppublish
Résumé
The first part of this CME article (issue 5/20) provided a detailed examination of the biophysical effects of ultrasound waves, the exposure values, and in particular the thermal effect. In vivo and in vitro measurements have shown that the temperature increase in tissue associated with B-mode ultrasound is far too low to pose a potential risk. Even experiments with exposure values in the range of pulsed Doppler have shown that temperature increases of over 1.5 °C can only occur in areas in direct contact with the probe, thus making a limited exposure time particularly in the case of transvaginal application advisable. The second part of this CME article describes various laboratory and animal experiments for evaluating non-thermal effects and also presents the most important epidemiological studies in the last 30 years in the form of an overview and review. In addition to direct insonation of isolated cells to examine possible mutagenic effects, the blood of patients exposed in vivo to ultrasound was also analyzed in multiple experiments. Reproducible chromosome aberrations could not be found in any of the studies. In contrast, many experiments on pregnant rodents showed some significant complications, such as abortion, deformities, and behavioral disorders. As in the case of thermal effects, the results of these experiments indicate the presence of an intensity- or pressure-dependent effect threshold. Numerous epidemiological studies examining possible short-term and long-term consequences after intrauterine ultrasound exposure are available with the most important studies being discussed in the following. In contrast to information presented incorrectly in the secondary literature and in the lay press, health problems could not be seen in the children observed in the postpartum period in any of these studies. Im ersten Teil dieses CME-Artikels (Heft 5/20) waren die biophysikalischen Effekte von Ultraschallwellen, die Expositionsgrößen und insbesondere die Wärmewirkung ausführlich behandelt worden. In-vivo- und In-vitro-Messungen hatten gezeigt, dass insbesondere die mit dem B-Modus einhergehende Temperaturerhöhung im Gewebe weit unterhalb jeglichen Gefährdungspotenzials lag. Selbst aus Versuchen mit Expositionen im Leistungsbereich gepulster Doppler war hervorgegangen, dass lediglich im direkten Kontaktbereich der Sonden Temperaturerhöhungen von über 1,5 °C auftreten können – Erwärmungen, die insbesondere bei transvaginaler Applikation eine zeitliche Befristung der Expositionsdauer nahelegen. Dieser zweite Teil des CME-Artikels beschreibt zum einen verschiedene Labor- und Tierversuche zur Evaluierung von nichtthermischen Effekten und stellt des Weiteren die wichtigsten epidemiologischen Studien der letzten 30 Jahre in Form eines Überblicks und Reviews vor. Neben der direkten Beschallung von isolierten Zellen zur Untersuchung eventueller mutagener Folgen war in mehreren Versuchen auch das Blut von in vivo exponierten Patienten analysiert worden. In keiner der Studien konnte reproduzierbar eine Chromosomenaberration gefunden werden. Demgegenüber zeigten viele Versuche an trächtigen Nagern teils signifikante Komplikationen, wie Aborte und Fehlbildungen der Nachkommen sowie Verhaltensauffälligkeiten. Die Ergebnisse dieser Versuche deuten – vergleichbar mit den thermischen Effekten – auf das Vorhandensein einer leistungs- oder druckabhängigen Wirkungsschwelle hin. Epidemiologische Studien zur Untersuchung etwaiger Kurz- und Langzeitfolgen nach intrauterinen Ultraschallexpositionen stehen in großer Vielzahl zur Verfügung, wobei die wichtigsten Arbeiten nachfolgend besprochen werden. Anders als in der Sekundärliteratur und in der Laienpresse teilweise verfälscht wiedergegeben, konnte in keiner dieser Studien eine gesundheitliche Beeinträchtigung der post partum beobachteten Kinder gefunden werden.
Autres résumés
Type: Publisher
(ger)
Im ersten Teil dieses CME-Artikels (Heft 5/20) waren die biophysikalischen Effekte von Ultraschallwellen, die Expositionsgrößen und insbesondere die Wärmewirkung ausführlich behandelt worden. In-vivo- und In-vitro-Messungen hatten gezeigt, dass insbesondere die mit dem B-Modus einhergehende Temperaturerhöhung im Gewebe weit unterhalb jeglichen Gefährdungspotenzials lag. Selbst aus Versuchen mit Expositionen im Leistungsbereich gepulster Doppler war hervorgegangen, dass lediglich im direkten Kontaktbereich der Sonden Temperaturerhöhungen von über 1,5 °C auftreten können – Erwärmungen, die insbesondere bei transvaginaler Applikation eine zeitliche Befristung der Expositionsdauer nahelegen. Dieser zweite Teil des CME-Artikels beschreibt zum einen verschiedene Labor- und Tierversuche zur Evaluierung von nichtthermischen Effekten und stellt des Weiteren die wichtigsten epidemiologischen Studien der letzten 30 Jahre in Form eines Überblicks und Reviews vor. Neben der direkten Beschallung von isolierten Zellen zur Untersuchung eventueller mutagener Folgen war in mehreren Versuchen auch das Blut von in vivo exponierten Patienten analysiert worden. In keiner der Studien konnte reproduzierbar eine Chromosomenaberration gefunden werden. Demgegenüber zeigten viele Versuche an trächtigen Nagern teils signifikante Komplikationen, wie Aborte und Fehlbildungen der Nachkommen sowie Verhaltensauffälligkeiten. Die Ergebnisse dieser Versuche deuten – vergleichbar mit den thermischen Effekten – auf das Vorhandensein einer leistungs- oder druckabhängigen Wirkungsschwelle hin. Epidemiologische Studien zur Untersuchung etwaiger Kurz- und Langzeitfolgen nach intrauterinen Ultraschallexpositionen stehen in großer Vielzahl zur Verfügung, wobei die wichtigsten Arbeiten nachfolgend besprochen werden. Anders als in der Sekundärliteratur und in der Laienpresse teilweise verfälscht wiedergegeben, konnte in keiner dieser Studien eine gesundheitliche Beeinträchtigung der post partum beobachteten Kinder gefunden werden.
Types de publication
Journal Article
Langues
eng
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