[Recommendations for contact tracing for tuberculosis - update 2023].

Empfehlungen für die Umgebungsuntersuchungen bei Tuberkulose – Update 2023.

Journal

Pneumologie (Stuttgart, Germany)
ISSN: 1438-8790
Titre abrégé: Pneumologie
Pays: Germany
ID NLM: 8906641

Informations de publication

Date de publication:
Sep 2023
Historique:
medline: 13 9 2023
pubmed: 4 8 2023
entrez: 3 8 2023
Statut: ppublish

Résumé

The aim of contact tracing for tuberculosis is in addition to active case finding the detection of chains of infection and the prevention of the further spread of the disease. In this context, a careful selection of contact persons is necessary, depending on the type and duration of contact, to identify persons who are recently infected and therefore to increase the benefit of a preventive therapy and to avoid unnecessary testing of persons who are not at risk of infection. Since the last update of the recommendations on contact tracing, data on the use of interferon-y release assays (IGRAs) in children has been improved markedly. These are the preferred test in contact tracing of adults. For children, both IGRAs and the tuberculin skin test can be used equivalently. Rifampicin for 4 months, rifampicin and isoniazid for 3 months, or isoniazid for 9 months are recommended as preventive therapy in cases of confirmed infection.The implementation of the contact tracing in different age groups as well as legal framework conditions and socio-medical aspects and challenges are dealt with in detail. In addition, special cases, such as environmental screening in day-care centers, schools, or other community facilities, are discussed separately. Ziel der Umgebungsuntersuchung bei Tuberkulose ist neben der aktiven Fallfindung das Aufdecken von Infektionsketten sowie die Verhütung der Weiterverbreitung der Erkrankung. Dabei ist eine sorgfältige Auswahl der Kontaktpersonen notwendig, die sich nach Art und Dauer des Kontaktes richtet, um möglichst frisch Infizierte zu identifizieren und so den Nutzen einer anschließenden präventiven Therapie zu erhöhen und unnötige Testungen von Personen ohne Ansteckungsrisiko zu vermeiden. Seit der letzten Überarbeitung der Empfehlungen zur Umgebungsuntersuchung hat sich die Datenlage zum Einsatz von Interferon-y release-Assays (IGRAs) bei Kindern weiterhin verbessert. Diese werden bevorzugt in der Umgebungsuntersuchung von erwachsenen Kontaktpersonen eingesetzt. Für Kinder unter 15 Jahren können sowohl IGRAs wie auch weiterhin der Tuberkulin-Hauttest gleichwertig verwendet werden. Als präventive Therapie bei nachgewiesener Infektion werden Rifampicin für 4 Monate, Rifampicin und Isoniazid für 3 Monate oder aber Isoniazid für 9 Monate empfohlen.Ausführlich wird auf die Durchführung der Umgebungsuntersuchung in verschiedenen Altersgruppen sowie rechtliche Rahmenbedingungen und sozialmedizinische Aspekte und Herausforderungen eingegangen. Zusätzlich werden Sonderfälle, wie die Umgebungsuntersuchung in Kitas, Schulen oder in anderen Gemeinschaftseinrichtungen, separat dargestellt.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Ziel der Umgebungsuntersuchung bei Tuberkulose ist neben der aktiven Fallfindung das Aufdecken von Infektionsketten sowie die Verhütung der Weiterverbreitung der Erkrankung. Dabei ist eine sorgfältige Auswahl der Kontaktpersonen notwendig, die sich nach Art und Dauer des Kontaktes richtet, um möglichst frisch Infizierte zu identifizieren und so den Nutzen einer anschließenden präventiven Therapie zu erhöhen und unnötige Testungen von Personen ohne Ansteckungsrisiko zu vermeiden. Seit der letzten Überarbeitung der Empfehlungen zur Umgebungsuntersuchung hat sich die Datenlage zum Einsatz von Interferon-y release-Assays (IGRAs) bei Kindern weiterhin verbessert. Diese werden bevorzugt in der Umgebungsuntersuchung von erwachsenen Kontaktpersonen eingesetzt. Für Kinder unter 15 Jahren können sowohl IGRAs wie auch weiterhin der Tuberkulin-Hauttest gleichwertig verwendet werden. Als präventive Therapie bei nachgewiesener Infektion werden Rifampicin für 4 Monate, Rifampicin und Isoniazid für 3 Monate oder aber Isoniazid für 9 Monate empfohlen.Ausführlich wird auf die Durchführung der Umgebungsuntersuchung in verschiedenen Altersgruppen sowie rechtliche Rahmenbedingungen und sozialmedizinische Aspekte und Herausforderungen eingegangen. Zusätzlich werden Sonderfälle, wie die Umgebungsuntersuchung in Kitas, Schulen oder in anderen Gemeinschaftseinrichtungen, separat dargestellt.

Identifiants

pubmed: 37536363
doi: 10.1055/a-2107-2147
doi:

Substances chimiques

Isoniazid V83O1VOZ8L
Rifampin VJT6J7R4TR

Types de publication

English Abstract Journal Article

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

607-631

Informations de copyright

Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

R. D. erhielt Honorare und/oder Reisekostenunterstützung für Vorträge bei Veranstaltungen, die von Hain Lifescience, Insmed, Mikrogen, Oxford Immunotec oder Qiagen gesponsert wurden. Alle weiteren Autorinnen und Autoren haben keine potenziellen COI angegeben.

Auteurs

Roland Diel (R)

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel.
Deutsches Zentrum für Lungenforschung, Airway Research Center North (ARCN), LungenClinic Grosshansdorf, Großhansdorf.
Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose, Berlin.

Cornelia Breuer (C)

Amt für Gesundheit und Prävention der Landeshauptstadt Dresden.
Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose, Berlin.

Lena Bös (L)

Robert Koch-Institut, Berlin.

Hilte Geerdes-Fenge (H)

Universitätsmedizin Rostock.

Annette Günther (A)

Helios-Klinikum Emil von Behring, Berlin.

Brit Häcker (B)

Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose, Berlin.

Jörg Hannemann (J)

Gesundheitsamt Hamburg-Mitte, Hamburg.

Albert Nienhaus (A)

Berufsgenossenschaft für Gesundheits- und Wohlfahrtspflege, Hamburg.
Universitätskrankenhaus Eppendorf, Hamburg.

Martin Priwitzer (M)

Gesundheitsamt, Landeshauptstadt Stuttgart.

Peter Witte (P)

Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose, Berlin.
Institut für Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum JWK, Minden.

Torsten Bauer (T)

Helios-Klinikum Emil von Behring, Berlin.
Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose, Berlin.

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