Interdisciplinary plastic and reconstructive surgery of head and neck squamous cell carcinomas.

Interdisziplinäre Plastische und Rekonstruktive Chirurgie von Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs.

Journal

Laryngo- rhino- otologie
ISSN: 1438-8685
Titre abrégé: Laryngorhinootologie
Pays: Germany
ID NLM: 8912371

Informations de publication

Date de publication:
May 2024
Historique:
medline: 3 5 2024
pubmed: 3 5 2024
entrez: 2 5 2024
Statut: ppublish

Résumé

Squamous cell carcinomas are the most common malignancies in the oral cavity, pharynx, and larynx. Even in the age of the most modern drug treatment methods, radical resection of these tumors is and currently remains the therapeutic gold standard. The loss of anatomical structures associated with surgery inevitably increases the functional deficits caused by the tumor itself. In this context, the extent of functional deficits is largely determined by the extent of resection. Complete organ resections, such as glossectomy, complete palate resection, laryngectomy, or transverse pharyngo-laryngectomy, lead to severe functional deficits, such as swallowing disturbances with life-threatening aspiration and articulation disorders up to the inability to speak. With the help of plastic reconstructive surgery, the lost tissue can be replaced and the specific functions of the upper aerodigestive tract can be preserved or restored.In recent decades, reconstructive surgical procedures have developed enormously in the treatment of malignant tumors of the head and neck. In order to make optimal use of them, a comprehensive, interdisciplinary therapy concept is a prerequisite for positive oncological and functional outcome. In addition to general medical and social parameters, surgical parameters play a crucial role in the choice of the reconstruction method. The extent to which the surgical measures must be interdisciplinary depends on the localization of the defects in the head and neck region and on the type of replacement tissue required. Here, the expertise of plastic surgery, oral and maxillofacial surgery, and abdominal surgery comes into play in particular. The use of different tissues, the combination of different grafts and flaps, or the preforming of donor regions allow reconstructions far beyond the level of simply restoring surface integrity. The functional results and thus the quality of life of patients after surgical therapy of extensive tumors of the mentioned localizations depend decisively on the type of reconstruction. Therefore, in the following review, special emphasis 1 be placed on the choice of reconstruction method and reconstruction technique for tissue loss after resections of HNSCC. Das Plattenepithelkarzinom ist das häufigste Malignom im Bereich der Mundhöhle, des Pharynx und des Larynx. Auch im Zeitalter modernster medikamentöser Behandlungsverfahren ist und bleibt derzeit die radikale Resektion dieser Tumoren der therapeutische Goldstandard. Der mit der Operation verbundene Verlust anatomischer Strukturen verstärkt zwangsläufig die durch den Tumor selbst hervorgerufenen Funktionsstörungen. Dabei wird der Umfang der funktionellen Defizite maßgeblich vom Resektionsausmaß bestimmt. Komplette Organresektionen, wie die Glossektomie, die komplette Gaumenresektion, die Laryngektomie oder die quere Pharyngo- Laryngektomie führen zu schwersten Funktionsausfällen, wie Störungen des Schluckaktes mit lebensbedrohlichen Aspirationen und Artikulationsstörungen bis hin zur Sprechunfähigkeit. Mit Hilfe der plastisch- rekonstruktiven Chirurgie lassen sich der Gewebeverlust ersetzen und die spezifischen Funktionen des oberen Aerodigestivtraktes erhalten bzw. wiederherstellen.In den letzten Jahrzehnten haben sich die rekonstruktiven Operationsverfahren im Rahmen der Behandlung maligner Tumoren des Kopf- Hals- Bereichs enorm weiter entwickelt. Um diese optimal zu nutzen, ist ein umfassendes, interdisziplinäres Therapiekonzept Voraussetzung für den onkologischen und funktionellen Erfolg. Dabei spielen neben allgemeinmedizinischen und sozialen vor allem operationstechnische Parameter die entscheidende Rolle bei der Wahl der Rekonstruktionsmethode. In wie weit die operativen Maßnahmen fachübergreifend erfolgen müssen, hängt von der Lokalisation der Defekte im Kopf-Hals-Bereich und von der Art des benötigten Ersatzgewebes ab. Hierbei kommt neben der Expertise der HNO-Chirurgen die Expertise der Plastischen Chirurgen, der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen und der Abdominalchirurgen besonders zum Tragen. Der Einsatz unterschiedlicher Gewebe, die Kombination verschiedener Transplantate und Lappen oder die Präformierung von Spenderregionen ermöglichen Rekonstruktionen weit über das Maß der alleinigen Wiederherstellung der Oberflächenintegrität. Die funktionellen Ergebnisse und damit die Lebensqualität der Patienten nach chirurgischer Therapie ausgedehnter Tumoren der genannten Lokalisationen hängen entscheidend von der Art der Rekonstruktion ab. Deshalb wird im nachfolgenden Referat der besondere Schwerpunkt auf die Wahl der Rekonstruktionsmethode und die Rekonstruktionstechnik bei Gewebeverlusten nach Resektionen von Plattenepithelkarzinomen im Kopf-Hals-Bereich (HNSCC) gelegt.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Das Plattenepithelkarzinom ist das häufigste Malignom im Bereich der Mundhöhle, des Pharynx und des Larynx. Auch im Zeitalter modernster medikamentöser Behandlungsverfahren ist und bleibt derzeit die radikale Resektion dieser Tumoren der therapeutische Goldstandard. Der mit der Operation verbundene Verlust anatomischer Strukturen verstärkt zwangsläufig die durch den Tumor selbst hervorgerufenen Funktionsstörungen. Dabei wird der Umfang der funktionellen Defizite maßgeblich vom Resektionsausmaß bestimmt. Komplette Organresektionen, wie die Glossektomie, die komplette Gaumenresektion, die Laryngektomie oder die quere Pharyngo- Laryngektomie führen zu schwersten Funktionsausfällen, wie Störungen des Schluckaktes mit lebensbedrohlichen Aspirationen und Artikulationsstörungen bis hin zur Sprechunfähigkeit. Mit Hilfe der plastisch- rekonstruktiven Chirurgie lassen sich der Gewebeverlust ersetzen und die spezifischen Funktionen des oberen Aerodigestivtraktes erhalten bzw. wiederherstellen.In den letzten Jahrzehnten haben sich die rekonstruktiven Operationsverfahren im Rahmen der Behandlung maligner Tumoren des Kopf- Hals- Bereichs enorm weiter entwickelt. Um diese optimal zu nutzen, ist ein umfassendes, interdisziplinäres Therapiekonzept Voraussetzung für den onkologischen und funktionellen Erfolg. Dabei spielen neben allgemeinmedizinischen und sozialen vor allem operationstechnische Parameter die entscheidende Rolle bei der Wahl der Rekonstruktionsmethode. In wie weit die operativen Maßnahmen fachübergreifend erfolgen müssen, hängt von der Lokalisation der Defekte im Kopf-Hals-Bereich und von der Art des benötigten Ersatzgewebes ab. Hierbei kommt neben der Expertise der HNO-Chirurgen die Expertise der Plastischen Chirurgen, der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen und der Abdominalchirurgen besonders zum Tragen. Der Einsatz unterschiedlicher Gewebe, die Kombination verschiedener Transplantate und Lappen oder die Präformierung von Spenderregionen ermöglichen Rekonstruktionen weit über das Maß der alleinigen Wiederherstellung der Oberflächenintegrität. Die funktionellen Ergebnisse und damit die Lebensqualität der Patienten nach chirurgischer Therapie ausgedehnter Tumoren der genannten Lokalisationen hängen entscheidend von der Art der Rekonstruktion ab. Deshalb wird im nachfolgenden Referat der besondere Schwerpunkt auf die Wahl der Rekonstruktionsmethode und die Rekonstruktionstechnik bei Gewebeverlusten nach Resektionen von Plattenepithelkarzinomen im Kopf-Hals-Bereich (HNSCC) gelegt.

Identifiants

pubmed: 38697141
doi: 10.1055/a-2181-9088
doi:

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Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autorinnen geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

S Remmert (S)

Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Helios St. Anna-Klinik, Duisburg-Huckingen.

F Sack (F)

Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Helios St. Anna-Klinik, Duisburg-Huckingen.

S Hasenberg (S)

Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Helios St. Anna-Klinik, Duisburg-Huckingen.

M Lehnhardt (M)

Universitätsklinik Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Schwerbrandverletztenzentrum, Sarkomzentrum, BG Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum.

Y Steubing (Y)

Universitätsklinik Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Schwerbrandverletztenzentrum, Sarkomzentrum, BG Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum.

F Puscz (F)

Universitätsklinik Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Schwerbrandverletztenzentrum, Sarkomzentrum, BG Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum.

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